Die Rückkehr des FC Wacker Tirol

17. Juni 2003, 13:43
16 Postings

Nach dem Aufstieg ist der Klassenerhalt das Ziel für die kommende Saison - Auch Bad Bleiberg darf dank eines Exploit für die Bundesliga planen

Wien - Die SPG Wattens/Wacker, der Nachfolgeklub des früheren Fußball-Meisters FC Tirol, hat sich am Donnerstag in der Relegation gegen Ostliga-Meister Schwechat mit einem Gesamtscore von 3:2 durchgesetzt. "Das ist eine Bestätigung unserer guten Arbeit", urteilte Trainer Michael Streiter, der die Mannschaft auch in der Red Zac-Liga betreuen soll. Ist seine Mannschaft, die unter dem Namen FC Wacker Innsbruck antreten wird, in der zweithöchsten Spielklasse neu, so hat sich Bad Bleiberg mit einem 4:2 in Linz gegen Blau Weiß dank der Auswärts-Torregel den kaum mehr erwarteten Klassenerhalt gesichert.

Matchwinner Koejoe

"Etwas Besonderes" ist der Aufstieg von Wattens/Wacker auch für Routinier Ali Hörtnagl, der mit dem FC Tirol bereits fünf Titel geholt hat. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt, denn wir haben noch nicht die Mittel, um gleich wieder ins Oberhaus aufzusteigen", sagte Tirol-Urgestein Robert Wazinger, der als Libero eine solide Leistung ablieferte. Matchwinner der Innsbrucker war Sammy Koejoe, der alle drei Treffer erzielte und mit seinem 1:0 in der vierten Minute für die frühe Vorentscheidung gesorgt hatte. "Durch dieses schnelle Gegentor wurde unser taktisches Konzept zunichte gemacht. Unsere Enttäuschung über den verpassten Aufstieg ist groß", so Schwechat-Trainer Herbert Onger.

Bad Bleiberg schaffte das Unmögliche

Bad Bleiberg schien nach der 0:2-Heimniederlage gegen Blau Weiß Linz und einem 1:2-Rückstand zur Pause (Gesamt 1:4) bereits aus dem Rennen, doch dann setzten die Gäste auf totale Offensive und drehten mit drei Treffern und einem 4:2-Sieg - das alles entscheidende vierte Tor durch Hutter fiel nach dem Ausschluss von Breitenberger bei numerischer Unterlegenheit - den Spieß noch um.

Linz-Trainer: "Alles verspielt"

"In 90 Minuten haben wir die Erfolge einer ganzen Saison verspielt", ärgerte sich Linz-Trainer Adam Kensy, während man bei den Bad Bleibergern erleichtert aufatmete. "Nach einem schweren Jahr gibt es Gott sei Dank ein Happy End für uns. Mit Herz und Seele haben wir es vollbracht", lautete die Kurzbilanz von Manager Heinz Sitter, der zuletzt nach dem Rücktritt von Helmut Baic interimistisch die Mannschaft betreut hatte.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Sammy Koejoe schoss Innsbruck mit insgesamt 36 Toren zurück in die Bundesliga.

Share if you care.