Matteo Carrara Sieger der fünften Etappe

13. Juni 2003, 17:39
1 Posting

Gerrit Glomser fährt weiterhin im Gelben Trikot, Konkurrent Ivailo Gabrovski gab auf - Gesamtsieg für Glomser damit in Griffweite

St. Kanzian/Klopeinersee - Gerrit Glomser trennen nur noch 281 Kilometer von der Wiederholung seines Gesamtsieges in der Österreich-Radrundfahrt. Der Salzburger geriet am Freitag auf der fünften Etappe von Lienz an den Klopeinersee (200 km) nie in Gefahr, sein Gelbes Trikot zu verlieren, er führt vor der samstägigen Fahrt nach Graz (157 km) weiter mit 42 Sekunden Vorsprung auf den Slowenen Jure Golcer (Volksbank Vorarlberg) sowie 1:08 Minuten auf Hans Peter Obwaller. Aus dem Massensprint hielt sich Glomser heraus, Tagessieger wurde der Italiener Matteo Carrara.

Ständige Attacken

Glomser hatte vor der längsten Etappe etwas Respekt gehabt, denn eine größere Gruppe hätte dem Spitzenreiter gefährlich werden können. Bei enorm hohem Tempo und mehr als 30 Grad gab es auf den ersten 120 Kilometern ständige Attacken, doch das Saeco-Team Glomsers war wachsam. "Als meine Kollegen nicht mehr konnten, bin ich den Ausreißern selbst nachgefahren", sagte der 28-jährige Salzburger, der sich seiner Sache schon ziemlich sicher ist. "Ich will nichts verschreien, aber normal müsste es sich mit dem Sieg ausgehen."

Gabrowski gab auf

Einer der Gegner Glomsers fiel am Freitag aus: Der Bulgare Iwailo Gabrowski bekam auf der Bergwertung Abtei, 40 km vor dem Ziel, die Rechnung für seine zahlreichen Attacken präsentiert. "Er hat Schwächen gezeigt, wir haben ihn vier oder fünf Mal attackiert, dann ist er abgestiegen", erklärte Obwaller, der sich durch die Aufgabe des drittplatzierten Rivalen auf einen Podestrang verbesserte.

Noch zwei Konkurrenten

Golcer und Obwaller sind die zwei verbliebenen Konkurrenten Glomsers, doch dieses Duo fürchtet der Spitzenreiter weniger als Gabrowski, der sehr aktiv gefahren war. "Der war sehr giftig, doch die beiden sind andere Charaktere und etwas ruhiger. Ich werde sie genau im Auge behalten und schauen, dass ich nicht stürze."

Revanche für Bad Hofgastein

Dem 24-jährigen Carrara gelang die Revanche für Bad Hofgastein, wo er Glomser im Sprint unterlegen war. "Ich wollte eigentlich einem Kollegen im Sprint helfen, aber der hatte Defekt und da habe ich es selbst probiert", sagte der schnelle Mann aus dem DeNardi-Rennstall von Sergej Gontschar. Er setzte sich vor dem Hervis-Linz-Legionär Petr Herman durch, Christoph Kerschbaum aus dem Nationalteam wurde als bester Österreicher Vierter, unmittelbar vor Christian Pömer. Bernhard Eisel (23.) beklagte sich etwas über mangelnde Unterstützung im Nationalteam während der Etappe. Ohne diese Hilfe seiner Kollegen könne er im Sprint nicht vorne mitmischen.(APA)

Fünfte Etappe - 200 km/Lienz - St.Kanzian/Klopeinersee:
1. Matteo Carrara (ITA) 4:44:19 Stunden - 2. Petr Herman (CZE) - 3. Davy Commeyne (BEL) - 4. Christoph Kerschbaum (AUT) - 5. Christian Pömer (AUT) - 6. Nico Sijmens (BEL) - 7. Martin Fischerlehner (AUT) - 8. Steffen Radochla (GER) - 9. Theo Eltink (NED) - 10. Andy De Smet (BEL)
weiter: 14. Manfred Manfred Leimgruber (AUT) - 16. Peter Pichler (AUT) - 20. Werner Riebenbauer (AUT) - 22. Christian Pfannberger (AUT) - 23. Bernhard Eisel (AUT) - 24. Martin Kraler (AUT) - 26. Bernhard Kohl (AUT) - 28. Gerrit Glomser (AUT) - 37. Thomas Rohregger (AUT) - 39. Paul Kasis (AUT) - 40. Harald Morscher (AUT) - 45. Patrick Riedesser (AUT) alle gleiche Zeit

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Matteo Carrara hat die Nase vorn.

Share if you care.