Arbeiterkammer warnt Reisende vor der "Kostenfalle Handy"

13. Juni 2003, 13:23
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Tipp der AK: Handynetz manuell programmieren, SMS verschicken und Mobilbox abdrehen

Handytelefonate können im Ausland durch Passivgebühren, Roaming-Aufschläge und Gastroamingpreise zur Kostenfalle werden. Wer den Telefonkontakt nach Hause sucht, sollte daher bereits vor Urlaubsantritt das günstigste Netz des Ziellandes manuell einprogrammieren, empfiehlt die Arbeiterkammer (AK) in einer Presseaussendung. Weitere Tipps der AK: SMS verschicken anstatt zu telefonieren und die Mobilbox abschalten.

Doppelgleisig

Kosten fallen nicht nur für getätigte Anrufe an, sondern auch, wenn der Urlauber im Reiseland angerufen wird ("Passivgebühr"). Mobilkom, T-Mobile, One und tele.ring verrechnen laut AK im Privatkundentarif in den beliebtesten europäischen Urlaubsländern Passivgebühren von 36 Cent bis 1,25 Euro. Am teuersten seien diese Gebühren meist bei Wertkartenhandys.

Problematisch

Wer im Ausland mit seinem Handy eine Festnetznummer im selben Land anruft, zahlt den Gastroamingpreis des ausländischen Netzbetreibers. Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys im Ausland zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers. Für den Angerufenen fallen die Passivgebühren seines Betreibers an.

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Werden im Ausland die Mobilboxnachrichten abgehört, fallen nach AK-Angaben meist genau so hohe Kosten wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich an. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Mobilbox weitergeleitet wird, fallen gleich doppelte Gebühren an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fällt beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Gastroamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. (APA)

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