Hans Arps Erbe versteigert

13. Juni 2003, 13:15
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Auktion in Paris erzielte fast neun Millionen Euro

Paris - Das Erbe des in Straßburg geborenen Bildhauers und Malers Hans Arp (1887-1966) sowie seiner Frau Sophie Taeuber ist in Paris für fast neun Millionen Euro versteigert worden. An der Auktion von 82 Collagen, Reliefs und Gemälden im Pariser Kunsthaus Drouot beteiligte sich am Donnerstagabend auch das Nationalmuseum für Moderne Kunst (Centre Georges Pompidou), das sein Vorkaufsrecht nutzte und Sophie Taeuber-Arps "Dada-Kopf" von 1920 für eine Million Euro erwarb. Das Straßburger Kunstmuseum ersteigerte ein Holzrelief von Hans Arp ("Großer Kopf - kleiner Torso") für 1,2 Millionen Euro.

Der Nachlass der Nichte des Bildhauers, Ruth Tillard-Arp, hätte schon im Juni 1998 unter den Hammer kommen sollen, die Auktion wurde jedoch wegen eines Rechtstreits um die 82 Werke verhindert. Die deutsche Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp hatte das Testament zu Gunsten des Arztes Claude Gubler, den langjährigen Freund des Künstlers und Ex-Vorsitzenden der französischen Arp-Stiftung, angefochten. Ein Pariser Gericht hatte jedoch die Rechtmäßigkeit der Ansprüche Gublers bestätigt, der somit Universalerbe bleibt.

Hans Arp war Mitbegründer des Dadaismus und lebte überwiegend in der Nähe von Paris. Seine in Davos geborene erste Frau Sophie nahm von 1916 bis 1920 an der Dada-Bewegung teil und trat auch als Tänzerin auf. (APA/dpa)

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