Markanter Zuschauer-Rückgang

13. Juni 2003, 13:10
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Gesamtzuschauerzahl von 916.582 auf 722.513 gesunken - Wegfall von Tirol ein Mitgrund - Aufwärtstrend wird dank Mattersburg erwartet

Wien - Das Spieljahr 2002/03 in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga hat im Vergleich zur Vorsaison einen markanten Zuschauer-Rückgang gebracht. Während im vergangenen Jahr noch insgesamt 916.582 Fans in die Stadien gepilgert waren, kamen diesmal nur 722.513 Fußball-Interessierte, was einen Schnitt von 4.014 Fans pro Spiel ergibt (2001/02: 5.092).

Zu dem satten Minus hat unter anderem der Wegfall des FC Tirol, der massive Zuschauerrückgang bei Sturm Graz sowie der relativ geringe Besucherschnitt des überlegenen Meisters Austria Wien beigetragen. "Wir sind mit diesen Zahlen natürlich nicht zufrieden", meinte Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher.

"Man darf aber nicht vergessen, dass mit Tirol der Meister weggefallen ist", gab Kircher zu bedenken. Noch im Vorjahr waren die Innsbrucker mit einem Schnitt von 11.668 Fans pro Match Publikumsmagnet Nummer eins in Österreich. Damals saßen auch bei den Heimspielen von Sturm im Schnitt noch 8.714 Personen in der Schwarzenegger-Arena, in dieser Saison reduzierte sich der Mittelwert der Grazer auf 5.942. Die sportliche Steigerung der Austria fand in den Zuschauerzahlen keinen signifikanten Niederschlag. Im Vorjahr verfolgten im Schnitt 4.930 Zuschauer die Partien des damaligen Tabellen-Vierten, in der Meistersaison stieg der Mittelwert nur relativ leicht auf 5.283 an.

Deutlich zugelegt hat neben Aufsteiger Pasching (plus 69,9 Prozent) vor allem SV Salzburg. Die Mozartstädter profitierten im Frühjahr vom neuen Stadion und führen die Bundesliga-Zuschauerstatistik mit einem Schnitt von 6.711 Zuschauern an, was einer Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr von 40,7 Prozent entspricht.

Trotz der tristen Gesamt-Statistik blickt die Bundesliga laut Kircher "positiv nach vorne. Wir hoffen dabei vor allem auf eine Steigerung von Rapid und Sturm und natürlich auf Mattersburg." Tatsächlich dürfte der burgenländische Aufsteiger Garant für eine Trendumkehr sein, stellte doch die Gregoritsch-Elf mit beeindruckenden 176.366 Besuchern (Schnitt 9.788/plus 48,2 Prozent) in der abgelaufenen Erstliga-Saison diesbezüglich alle Bundesligisten in den Schatten.(APA)

Nicht zuletzt dank des Andrangs im Pappelstadion verzeichnete die Erste Liga mit insgesamt 315.015 Zuschauern ein Plus von 21,2 Prozent (Vorjahr 238.293). Der Zuschauerschnitt in der zweithöchsten Spielklasse hat sich seit dem Spieljahr 1998/99 von 522 auf 1.750 pro Match mehr als verdreifacht.(APA)

                     2002/03 Gesamt/Schnitt     2001/02
   1. SV Salzburg     120.801/6.711           85.869/4.770
   2. Sturm Graz      106.951/5.942          156.844/8.714
   3. Rapid Wien       95.339/5.293          107.245/5.958
   4. Austria Wien     95.098/5.283           80.464/4.470
   5. GAK              87.632/4.868          107.487/5.972
   6. FC Kärnten       76.572/4.254           98.655/5.481
   7. SW Bregenz       48.386/2.832           50.984/2.832
   8. SV Pasching      41.906/2.328           24.713/1.373 *
   9. SV Ried          31.829/1.768           34.749/1.930
  10. Admira Mödling   17.999/1.000           27.529/1.529
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   Gesamt:            722.513/4.014          916.582/5.092

SV Mattersburg 176.366/9.798 112.391/6.611 **

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