VW-Mitarbeiter erhalten Rekordbonus

Europas größter Autobauer hat 2011 einen Rekordgewinn von 16 Milliarden Euro erwirtschaftet, das füllt auch die Taschen der Mitarbeiter

Hamburg - VW füllt die Taschen seiner Belegschaft nach dem Rekordjahr 2011 mit dem höchsten Bonus in der Firmengeschichte. Jeder der etwa 100.000 Tarifmitarbeiter in den sechs westdeutschen Werken erhalte eine Ergebnisbeteiligung von 7.500 Euro, teilte Personalvorstand Horst Neumann mit. Die sehr gute Geschäftslage nutzte der Konzern zudem, um in der ganzen Welt insgesamt 28.000 weitere Stellen zu schaffen.

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte, VW nähere sich den Zielen seiner Strategie 2018 deutlich schneller als geplant an. "Davon profitieren Aktionäre wie Kunden. Und deshalb muss davon auch die Mannschaft profitieren, die diesen Erfolg erst möglich macht."

Volkswagen schüttet laut Tarifvertrag zehn Prozent des operativen Gewinns der Marke VW Pkw als Prämie an die Belegschaft aus. Wegen des hohen Gewinns hatte der Betriebsrat aber einen Aufschlag verlangt. Im Vorjahr waren 4.000 Euro je Mitarbeiter gezahlt worden.

Den höchsten Bonus unter den deutschen Autobauern erhalten die Tarifmitarbeiter der VW-Schwestermarke Audi mit je mehr als 8.000 Euro. Beim ebenfalls zum VW-Konzern gehörenden Sportwagenbauer Porsche bekommen die Beschäftigten im Schnitt eine Prämie von 7.600 Euro, beim Stuttgarter Oberklasse-Rivalen Daimler sind es 4.100 Euro.

Der Wolfsburger Volkswagen-Konzern, zu dem acht Pkw-Marken, die beiden Lastwagenbauer Scania und MAN sowie die VW-Transportersparte gehören, hatte seinen Gewinn im vergangenen Jahr auf knapp 16 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz schwoll um ein Viertel auf 160 Mrd. Euro an. Den Bonus für die Marke VW Pkw verhandelt der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung aus. Er lasse keine Rückschlüsse auf den Gewinn der Marke zu, erklärte Volkswagen. (APA)

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Brutto 7500€

Netto etwa 3800€.
Frage mich mit welchem Recht der Staat hier so schamlos zulangt.

Mit dem gleichen Recht, mit dem der Staat das übrige Einkommen besteuert.

Würden Prämien steuerlich besser behandelt, dann hätte bald alle keine (regulären) Gehälter mehr, sondern nur noch Prämien.

Wäre besser in Seat zu investieren um die miese Qualität zu verbessern!

Verteilungsgerechtigkeit

Die Mitarbeiter bekommen 10%. Sehr schön!
Und die Aktionäre wahrscheinlich ein Vielfaches.

Bei Daimler bekommen die Aktionäre, die für diese "Leistung" keinen Finger gerührt haben, 3 Mal so viel wie die Angestellten. Aber das ist ja ganz normal.

Trotzdem, alltäglich ist diese Geste nicht. Für viele Österreicher sind die 7500 Euro ein halbes Jahresgehalt.

Apple beispielsweise bunkert seit Jahren die Milliarden, in den USA und Europa arbeiten nur sehr wenige Menschen für den reichsten Konzern der Welt, dafür schrauben unterbezahlte und überarbeitete Chinesen die Luxusprodukte zusammen. Die Gehälter für die eigenen "kleinen" Angestellten sind auch nicht gerade üppig.

Volkswagen dürfte einer der grösseren Arbeitgeber hier in Europa sein - wenn auch der Erfolg in China zum Gewinn beiträgt. Dieser Umstand beweist: Arbeitsplätze sollte man sehr wohl auch lokal beibehalten. Wieso wohl sind die USA am Abgrund?

Da wird immer so getan, als ob Qualität halt so viel kosten würde

und dann verschenken sie EUR 7.500,-- pro Mitarbeiter.

Ich gönne es den Angestellten, aber den Schmäh, dass die Margen nicht so hoch sind, können sie sich sonstwo hin ...

Gratuliere, dass Sie draufgekommen sind ...... ;-)

Sorry !

Im Ernst:
Es gibt halt genug Leute, die bereit sind, für diese Autos soviel zu bezahlen, dass sich für VW diese großen Margen ergeben und jetzt sogar diese Prämien bezahlt werden können.

Mit anderen Worten:
Für viele Kunden ist ein VW ein "must-have".

Ob das durch die Qualität der Fahrzeuge immer gerechtfertigt ist, das ist aber eine ganz andere Frage.

Für mich habe ich diese Frage beantwortet:
Ich habe jetzt einen VW. Das nächste Auto wird aber kein VW mehr sein.

Volkswagen selbst hat das nie behauptet.

Und wenn doch, dann haben Sie jetzt das Gegenargument.

So what?

Wo gibt es solche Betriebe in Österreich ??

meistens sind, in österreich, sowohl gewinn als auch bonus niedriger. allerdings auch der anteil an leasingkräften.

Die Ministerien

So sehr ich diese Praemien an die ehrlichen normal angestellten Arbeitnehmer begruesze,

bleibt natuerlich nach wie vor zu bemaengeln, dass zB Leiharbeiter nichts davon haben und deren Arbeitgeber (Leasinggesellschaften) siche nicht annaehernd so groszzuegig sind.

Zudem waere noch interessant, wieviel die Manager bekommen und wieviel an die Eigentuemer ausgeschuettet wird und dann die Relationen betrachtet.

Bis zu 20% der Belegschaft sind Hartz-IV aufstocker, das geht über die Küchengehilfin in der Kantine über die hunderten Reinigungsdamen, Portiere, Fahrer und Fließbandarbeiter. Die haben genau nichts davon und VW lässt sich den Lohn vom Staat zahlen. Wenn man als Unternehmer nur ein winziges Stück Ehre, Stolz und Würde hat dann behandelt man seine Mitarbeiter nicht so, man sieht sich als ein Team und ist besorgt um das Wohlergehen der Mitarbeiter.
VW sieht die Mitarbeiter als Nutzvieh an und genauso wird mit den Mitarbeitern umgegangen. Zeitarbeiter die jahrelang einen 6 Monate Verlängerung beim Personalleaser bekommen nach der anderen. Mit einen Lohn für das sich Mitarbeiter sowie Unternehmen schämen muss.

Die deutschen Arbeitsgesetze haben zu der Situation geführt, die Sie beschreiben.

Mit anderen Worten: Das ist eines der vielen miserablen Ergebnisse der Politik der vergangenen 20, 30 Jahre.

Wer das nicht wahrhaben will, hat entweder nur einen Tunnelblick oder lebt auf einem anderen Planeten.

Viel zu viele Menschen verwechseln Ursache und Wirkung. Eine fatale Mangelerscheinung.

die leiharbeiter können ja aktien kaufen, dann bekommen sie dividende ;-)

Oder wir enteignen die Aktionäre und zwingen sie die Autos selbst zu bauen.
So ein Rollentausch kann manchmal recht erquickend sein.

würde sicher zu noch besseren autos führen. wenn auch zu viel teureren.

da)
1) die aktionäre im schnitt bessere ausgebildet sind
2) aber auch viel weniger. ein auto wäre dann halt ein liebhaber, elitenprodukt.
aber ich glaube das ist dem pöbel auch nicht recht, wenn er für ein auto 1-2 mille abdrücken muß, weil es so wenige gibt.

logisch !

aber das schon das 1. post deppert kommt ! naja mich wundert nix mehr !

man spricht links ! unternehmer sind böse, und der ARBEITER gut.

ah übrigens die fahne hoch und freundschaft.

na beser als die unternehmer seien reine philantropen und die bösen arbeiter linkslinklerische aufrührer..

*besser*, s nachgeliefert :)

Haha die Leiharbeiter und Hartz IV Aufstocker wird es freuen. Naja letztere weniger, denn das Amt hat schon angekündigt das Geld dennen wegzunehmen.

Wieso werden die Mitarbeiter nicht gleich anständig und Menschenwürdig bezahlt.

abwrackprämie

zurückzahlen bitte.

An mir werden sie nichts mehr verdienen!

5 Jahre alter Passat mit bisher 3.000 €uro Reparaturkosten und Rost an allen Radkästen!!!

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