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Allgegenwärtige Stereotype im TV: Schön sein, sich einen Mann angeln, ein Star sein.
Wie steht es um die Emanzipation in Deutschland, in einem Land, in dem sich junge Frauen für TV-Formate wie "Der Bachelor" oder auch "Germany's next Topmodel" vor der Kamera ausziehen, sich wie Vieh zur Fleischbeschau treiben lassen, und das für zweifelhaften Ruhm? Ich würde sagen, es ist zumindest schwierig.
Es grenzt schon fast an Prostitution
Das Finale der RTL-Sendung "Der Bachelor" hatte höhere Einschaltquoten als das parallel gezeigte Spiel des FC Bayern München in der Champions League - es sind also nicht Randgruppen, die sich für derartigen Fernseh-Müll interessieren, und bei weitem nicht nur lüsterne Männer mit Harems-Träumereien, sondern vor allem jungen Frauen, die die Quoten nach oben treiben. 20 Frauen haben sich beim "Bätschäler" einem vermeintlich erfolgreichen jungen Mann an den Hals geworfen, der nach zupackendem Durchtesten bis zum Finale die Dame seines Herzens oder auch Bettes erwählte. Es grenzte schon fast an Prostitution, wobei die Damen als Lohn ihre "15 minutes of fame" erhielten, richtig verdienen tut dabei nur RTL.
Ich versuche mir vorzustellen, mit welchen Gefühlen eine Alice Schwarzer solche Sendungen verfolgt (und ich bin sicher, dass sie es tut), die recht offensichtlich zeigen, dass eine zunehmende Zahl von jungen Frauen die Errungenschaften des Feminismus offenbar nicht zu schätzen oder gar zu nutzen weiß. Schlimmer noch, sie sind zu dem zurückgekehrt, was sich aus Frauensicht schon immer bewährt hat: sich einen Mann angeln und/oder einfach nur schön sein.
Ist der Feminismus in unserem Land wirklich am Ende - oder hat er nicht einfach nur Ergebnisse zutage gebracht, die wir so weder geplant noch vermutet haben? Ist es eine Errungenschaft oder doch die Tragik des Feminismus, dass die sexuelle Befreiung, die man erreichen wollte, dazu geführt hat, dass Frauen mit einem Verhalten, das ihnen früher die Titulierung als "Schlampe" bescherte, heute berühmt werden und es sich aufs T-Shirt drucken?
Stell dich nicht so an
Angesichts totaler Nacktheit auf Werbeplakaten, in Filmen, in der ganzen Gesellschaft ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass Frau alles zeigt, was sie hat. Wer nicht mitmacht, steht schnell einmal im prüden Abseits. Immer wieder sind solche Episoden in besagten TV-Formaten zu erleben, wenn die Mädchen, teilweise mit Unbehagen, in Bademode oder weniger vor ein Millionenpublikum treten, weil sie wissen, dass sie sonst raus sind aus dem schönen, bunten Spiel.
Kann man hier noch von Freiwilligkeit sprechen? Oder ist es nicht schon längst zur Pflicht geworden, frei nach dem Motto: Stell dich nicht so an? Nur wenige verdienen damit wirklich Geld und machen sich geschickt zunutze, dass Männer immer noch mit einschlägigen Körperteilen denken. Die Kult-Blondinen von heute bedienen das Klischee von "schön und blöd", das in der Männerwelt offenbar immer noch recht gut ankommt. Bleibt festzuhalten: Die Biologie lässt sich nicht austricksen.
Trotz Frauenbefreiung, trotz Gender Mainstreaming, trotz oder gerade wegen der sexuellen Revolution unterliegen Frauen heute immer noch, jedoch anderen, Zwängen, die von ihrer weiblichen Biologie nicht zu trennen sind. Es reicht eben nicht aus, nur die Vielfalt zu zeigen, die heute möglich ist, man muss auch Orientierung bieten.
Es ist ein Verdienst der feministischen Bewegung, dass sie der heutigen Generation junger Frauen die Türen des goldenen Käfigs geöffnet hat. Rausfliegen müssen sie aber schon alleine, und offenbar versagen wir gerade dabei, ihnen Lust aufs Fliegen zu machen. (Birgit Kelle, derStandard.at, 8.3.2012)
Autorin
Birgit Kelle, The European, arbeitet als freie Journalistin und ist seit Oktober 2010 Member of the Board der New Women For Europe (NWFE). Sie ist verheiratet, Mutter von vier Kindern und Vorsitzende des deutschen Vereins Frau 2000plus e.V.
* warum ist es nicht umgekehrt, dass nämlich diese berichtete schwäche der männer angesichts weiblicher haut zu einer weiblichen dominanz führt? da hat jemand wohl etwas nicht gecheckt.
* warum heisst mehr herzuzeigen weniger menschenrechte?
* warum fallen frauen einander in den rücken und sind unfähig, die chancen einer kämpferischen herarchie zu nutzen? bei den männern ist es doch erfolgreich, dass die körperlich stärkeren als kämpfer (zb sporthelden oder einsatztruppe), macht und ordnung ausüben. dh diese männer werden von den anderen anerkannt. attraktive frauen werden von anderen frauen wenig anerkannt und nicht eingesetzt um vorteile zu erzielen. in anderen kulturen schon.
* warum lässt man heidi klum sich mit der taktik bereichern?
ein demütigendes, koloniales menschenbild vermitteln, warum brauchts da zur erkenntnis feministinnen?
wie können die feministinnen denn hausverstand, generelles menschliches selbstbewusstsein, familienstolz, charakter, und gerechtigkeitsempfinden ersetzen, oder deren fehlen in der gesellschaft kompensieren?
wie könnte auf der anderen seite religiöse prüderie das kompensieren? die förderts doch am ende, bigott wie sie propagiert wird.
ich glaube eher die nächsten schritte liegen in der erkenntnis, dass die TV macher im herzen keine europäer sind, und überhaupt kein interesse an positiver kultureller entwicklung hier haben. sie wollen _ihren_ gepflegten garten hier, und ein menschengarten oder setzkasten ist eine wohlfeile UNkultur.
der heimlichen bundeshymne einmal...
undenkbar, dass das in dem prüden europa von heute nochmal ein hit wäre...
was ist aus der guten alten zeit geworden?
nur mehr barbiepuppen dürfen nackt gezeigt werden, nachdem sämtliche haar-, haut- und knochen"fehler" aus_dem_photo_geshopt wurden...
irgendwie schmeckt das neue jahrtausend stark nach plastik!
Menschen wie Dieter Bohlen überhaupt vor eine Kamera zu lassen, grenzt schon an ein Verbrechen. Er hat seine Masche, er kann dort seine Egomanie voll ausleben, kriegt dafür noch fürstlich bezahlt und ist ein Meister im Erniedrigen anderer (das unter der Berücksichtigung, dass vieles in diesen Sendungen vorgetäuscht ist).
es fährt immer nur den fluss hinunter. es ist niederträchtig, so die verantwortung der fernsehmacher, besonders der eigentümer der sender, wegzudiskutieren. populismus zu spielen, als ob der noch nie spekulativ gewesen wäre.
"Es reicht nicht Vielfalt zu zeigen, man muss auch Orientierung bieten..." - warum, bittesehr?
Die feministische Bewegung hat der Gleichberechtigung mMn eher geschadet als genützt. Und außer Wehleidigkeit und dem Vorwurf, dass Männer nur mit dem Zipfel denken ist nicht viel übriggeblieben.
Und den Frauen, die ich kenne (und auch mir) tut eine vertrocknete, verbitterte Frau Schwarzer eher leid, als dass sie sich mit ihren "hohen Zielen" identifizieren würden.
Meine persönliche Freiheit endet dort, wo sie die persönliche Freiheit anderer tangiert. Innerhalb dieser Grenzen ist alles erlaubt was (mir) gefällt. Mehr ist nicht zu sagen.
Na ja, ganz so ist das auch nicht. Was wirklich geschadet hat (und auch den Männern Angst gemacht hat), sind überzogene, unrealistische Forderungen. Dass heute nach Jahrzehnten Frauen noch immer weniger verdienen als Männer (für die gleiche Arbeit), ist skandalös. Das gehört endlich einmal geändert...
Der Großteil der Frauen wollen nicht fliegen.
Und die "Vorfliegerinnen" hocken auf dem Käfig und schreien: "Fliegt, fliegt!". Und die Vögel im Käfig flattern mit den Flügeln und zwitschern aufgeregt und wissen nicht, wohin sie eigentlich fliegen sollen.
Der Großteil der Frauen wollen nicht fliegen.
die sexuelle befreiung hat dazu geführt, dass unsere gesellschaft sich selbst abschafft weil sie kleiner wird, während andere gesellschaften bei uns in form von einwanderung territorialansprüche stellen und sich zunehmend ausbreiten. man kann auch ohne matura absehen, dass dieser trend sich nicht ändern wird und innerhalb von 2-3 generationen die machtverhältnisse hierzulande grundlegend ändern wird. man kann nur hoffen, dass die neuen herren es mit minderheitenrechten genauso halten wie wir. allerdings bietet der blick in die herkunftsländer dieser menschen ausgesprochen wenig grund zur hoffnung.
mir ist völlig unbegreiflich wie man das nicht sehen kann ??? oder ist diese entwicklung gewollt ???
Sie sind auf diesen humbug reingefallen es gäbe keine integration, wahrscheinlich kennen´s nicht einen türken persönlich, und lassen sich durch jeden bericht über ein paar konservative moslems aufhetzen, während schon deren kinder zuviel von den freiheiten unserer gesellschaft gekostet haben, um diese noch aufgeben zu können.wenn natürlich weiterhin gegen ausländer gehetzt wird, wie es eigentlich anstand und höflichkeit "unseres" kulturkreises verbieten, werden manche unter jenen deren selbstbewußtsein keine uneinnehmbare burg ist sich in entsprechendem maße radikalisieren, also tun Sie uns allen einen gefallen und lernen´s "den anderen" als menschen zu schätzen und zu respektieren.danke.
p.s.
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wz_i
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