Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Mit einem Anteil von 53 Prozent stellen Frauen heute die Mehrheit der Studierenden, in der universitären Laufbahn stehen sie jedoch weiter im Schatten ihrer männlichen Kollegen. "Frauen stoßen sich schnell den Kopf an der gläsernen Decke. Je höher die Stufe der wissenschaftlichen Karriereleiter, desto geringer wird der Frauenanteil", sagt Angelika Gruber (VSStÖ) vom ÖH-Vorsitz.
Barrieren werden bereits in weiterführenden Studien spürbar. Dort dreht sich das Verhältnis um: 47 Prozent der Master- und Doktoratsstudierenden sind Frauen. Wie die Studierendensozialerhebung zeigt, tendieren Frauen eher zu einem weiteren Bachelorstudium. Da das Stipendiensystem nur den ersten Abschluss fördert, "führt das zu einer strukturellen Benachteiligung, weil Frauen bei gleicher Studiendauer weniger Förderungen bekommen", sagt Gruber.Während der Professorinnenanteil an den Unis nur 19 Prozent beträgt, finden sich im übrigen wissenschaftlichen Personal noch 40 Prozent Frauen. Seit letztem Wintersemester teilen sich vier Rektorinnen mit 17 Männern die Uni-Spitzen.Frauenquoten sollen dieser Unterrepräsentation entgegenwirken. "Dass wir eine Quote brauchen, ist eine traurige Tatsache", meint Sonja Hammerschmid, Rektorin der VetMed Wien. "Wie ist es möglich, dass auf hervorragend ausgebildete Frauen verzichtet wird?" Auch bei den Gehältern tut sich ein Graben auf. "Gleiche Löhne sind zwar vorgeschrieben, bei Drittmittelprojekten gibt es aber einen enormen Unterschied, weil Männer tendenziell höhere Löhne angeboten bekommen oder ausverhandeln", betont ÖH-Vorsitzende Janine Wulz (Gras). Um diesen Einschnitt in der Laufbahn zu durchbrechen, bieten die Universitäten Mentoring- und Frauenförderungsprogramme an. Darin sieht Wulz nur einen Schritt: "Wichtig ist vor allem, eine Bewusstseinsbildung an den Universitäten voranzutreiben." Das meint auch Hammerschmid: "Wir müssen Vorbilder schaffen, sonst entwickeln wir uns nicht weiter."
Sichtbare Forscherinnen
An der Uni Wien wurde diese Bewusstseinsbildung 2009 mit dem Kunstwerk Der Muse reicht's gestartet. "Das Abc zu Frauen in der Bildungsgeschichte" soll ab heute, dem Internationalen Frauentag, in Sonderführungen vermittelt werden. "Die Geschichte von Frauen in der Wissenschaft wird in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Viele denken, dass sie gar nicht stattgefunden hat, nur weil man sie nicht sieht und nichts darüber weiß", meint Marlene Gerber, Tourguide der Uni Wien. Um dieser Unsichtbarkeit entgegenzuwirken, sollen berühmte Frauen porträtiert werden - auch um Vorbilder zu schaffen: "Junge Frauen müssen die Möglichkeit haben, sich im öffentlichen Raum wiederzufinden." (Oona Kroisleitner, DER STANDARD, Printausgabe, 8.3.2012)
Generalsekretär des Wissenschaftsministeriums folgt zurückgetretenem Rektor Willer nach
Neue Amtszeit läuft bis September 2018
Töchterle kann sich Änderung bei Bestellmodus vorstellen - Gesamte Frauenquote bei rund 55 Prozent
Tenner ist Vorsitzende
Professor der Uni Wien für fünf Jahre bestellt
Brigitte Jilka zur Vorsitzenden gewählt
Sechste Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr
Steirische Alt-Landeshauptfrau folgt Hannes Androsch nach
Leipziger Musikschule-Direktor Frank Thomas Mitschke steht "aus persönlichen Gründen" nicht mehr zur Verfügung - Scheidender Unirat empfiehlt Neuausschreibung
Diplomatin folgt Max Kothbauer nach
Uni-Dachverband bietet 50 Euro monatlich mal 14, GÖD fordert Inflationsausgleich
Bildungsministerium stellte laut Märk-Anwalt Schadenersatzzahlung in Aussicht
Zuständig für Lehre und Internationales
26 von 57 Mitgliedern sind Frauen - Nur eine Uni nominierte ausschließlich Männer
Universitätsrat wählte "führungserfahrenen externen Kandidaten" einstimmig nach langem Streit mit dem Senat um die Neuwahl
Historiker Caspar Hirschi über die "infantile Abhängigkeit" der Jungwissenschafter und den "Luxus, originell zu sein"
"Mit einem Anteil von 53 Prozent stellen Frauen heute die Mehrheit der Studierenden"
Komisch, das scheint nie ein Problem zu sein, obwohl es weniger Frauen als Männer gibt...
Und Gratulation als alle Frauen, die in Österreich nicht in den Wissenschaftsbetrieb einsteigen und stattdessen in die Privatwirtschaft gehen.
Nein. Es werden mehr Männer als Frauen geboren - ergo sind auch die Mehrheit der Menschen Männer. Die kratzen nur früher ab, weshalb es als Momentaufnahme in Österreich (weltweit gibt's übrigens mehr Männer!) dann eben mehr Frauen gibt.
Aber wie gesagt: der Überhang kommt alleine von älteren Jahrgängen, bei jüngeren Jahrgängen - wie Studenten - überwiegen zahlenmäßig Männer um etwa 5%.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.