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London - Im Fachjournal "Palaeogeography, Palaeoclimatology, and Palaeoecology" berichten Forscher von einer Entdeckung, wie sie sie gerne öfter machen würden: Einem Fossil mit Mageninhalt - was Rückschlüsse auf die Ernährungsgewohnheiten des betreffenden Tiers ermöglicht.
Im konkreten Fall handelt es sich um einen Velociraptor, dessen Überreste von einem internationalen Paläontologenteam in der Gobi entdeckt wurden. An der Stelle des 75 Millionen Jahre alten Fossils, an der sich der Magen befunden haben muss, fand sich ein Knochenfragment eines Pterosauriers, wie die BBC berichtet. Genauer gesagt das eines Azhdarchiden, und die waren im Schnitt sehr groß. Obwohl der Splitter selbst nur 75 Millimeter lang ist, müsse das dazugehörige Tier eine Flügelspannweite von mindestens zwei Metern gehabt haben, so die Forscher. Zu groß, um von einem Velociraptor im Flug geschnappt und niedergerungen worden zu sein.
Warum jagen, wenn's auch einfacher geht
Nicht erst seit "Jurassic Park" gelten Velociraptoren, die in Wirklichkeit in Körpergröße und Federkleid eher einem wildgewordenen Truthahn mit Zähnen und Klauen als den großgewachsenen schuppigen Killern des Steven-Spielberg-Films ähnelten, als "Hyper-Predatoren". David Hone vom University College Dublin, der an der Entdeckung beteiligt war, äußerte die Ansicht, dass der Velociraptor aber auch Aas nicht verschmähte, wenn sich ihm eine passende Gelegenheit bot.
In jedem Fall war es die letzte Mahlzeit des Räubers. Knochen von Flugsauriern zersetzen sich besonders schnell - das gefundene Fragment war von der Magensäure des Velociraptors jedoch noch nicht angegriffen. Kurz nach dem Fressen kam das Tier, das eine gebrochene Rippe hatte, selbst zu Tode. (red)
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Drei (von vielen) mögliche(n) Erklärungen für diesen Fund:
* Der Velociraptor war durch die gebrochene Rippe so stark geschwächt, dass er ausnahmsweise auch Aas gegen den Hunger fraß.
* Der Velociraptor hat den Flugsaurier ehrlich niedergerungen, wurde dabei aber so stark verletzt dass er selbst daran gestorben ist.
* Der Velociraptor jagte in einem Rudel (ob sie das taten ist nachwievor strittig), und der Pterosaurier wurde gemeinsam erlegt.
Der Fund beweist nur, dass irgendwann mal ein Velociraptor ein Stück von einem Pterosaurier gefressen hat. Mehr nicht.
Von wegen gleich "Flugsaurier"
Red Bull verleiht nicht Flügeln.
Das lässt sich beweisen! Richten Sie eine E-Mail an die Fa. Red Bull und äußern Sie Ihr Interesse an der (entgeltlichen) Leihe eines Steinway-Flügels. Fügen Sie aber unbedingt hinzu, dass Sie gegebenfalls auch ein anderes Fabrikat nehmen würden, um der Firma keine Möglichkeit zu Ausflüchten zu lassen. Die Reaktion (und sei es in Former einer Nicht-Reaktion) wird das Eingeständnis beinhalten, dass der bekannte Werbespruch irreführend ist.
(Ok, Recycling eines alten Kalauers, aber vielleicht kennt ihn der eine oder andere noch nicht).
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