Henkersmahlzeit eines Velociraptors freigelegt

7. März 2012, 13:17

Knochen eines großgewachsenen Flugsauriers im Inneren des Fossils gefunden - vermutlich war der Raptor auch ein Aasfresser

London - Im Fachjournal "Palaeogeography, Palaeoclimatology, and Palaeoecology" berichten Forscher von einer Entdeckung, wie sie sie gerne öfter machen würden: Einem Fossil mit Mageninhalt - was Rückschlüsse auf die Ernährungsgewohnheiten des betreffenden Tiers ermöglicht.

Im konkreten Fall handelt es sich um einen Velociraptor, dessen Überreste von einem internationalen Paläontologenteam in der Gobi entdeckt wurden. An der Stelle des 75 Millionen Jahre alten Fossils, an der sich der Magen befunden haben muss, fand sich ein Knochenfragment eines Pterosauriers, wie die BBC berichtet. Genauer gesagt das eines Azhdarchiden, und die waren im Schnitt sehr groß. Obwohl der Splitter selbst nur 75 Millimeter lang ist, müsse das dazugehörige Tier eine Flügelspannweite von mindestens zwei Metern gehabt haben, so die Forscher. Zu groß, um von einem Velociraptor im Flug geschnappt und niedergerungen worden zu sein.

Warum jagen, wenn's auch einfacher geht

Nicht erst seit "Jurassic Park" gelten Velociraptoren, die in Wirklichkeit in Körpergröße und Federkleid eher einem wildgewordenen Truthahn mit Zähnen und Klauen als den großgewachsenen schuppigen Killern des Steven-Spielberg-Films ähnelten, als "Hyper-Predatoren". David Hone vom University College Dublin, der an der Entdeckung beteiligt war, äußerte die Ansicht, dass der Velociraptor aber auch Aas nicht verschmähte, wenn sich ihm eine passende Gelegenheit bot.

In jedem Fall war es die letzte Mahlzeit des Räubers. Knochen von Flugsauriern zersetzen sich besonders schnell - das gefundene Fragment war von der Magensäure des Velociraptors jedoch noch nicht angegriffen. Kurz nach dem Fressen kam das Tier, das eine gebrochene Rippe hatte, selbst zu Tode. (red)

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15 Postings

Vielleicht wars ja ein Flugsaurier aus Bodenhaltung :)

Der Fund sagt rein gar nichts aus.

Drei (von vielen) mögliche(n) Erklärungen für diesen Fund:

* Der Velociraptor war durch die gebrochene Rippe so stark geschwächt, dass er ausnahmsweise auch Aas gegen den Hunger fraß.

* Der Velociraptor hat den Flugsaurier ehrlich niedergerungen, wurde dabei aber so stark verletzt dass er selbst daran gestorben ist.

* Der Velociraptor jagte in einem Rudel (ob sie das taten ist nachwievor strittig), und der Pterosaurier wurde gemeinsam erlegt.

Der Fund beweist nur, dass irgendwann mal ein Velociraptor ein Stück von einem Pterosaurier gefressen hat. Mehr nicht.

Die wahrscheinlichste Theorie:
Der Pterosaurier ist dem Velociraptor, wie es heute noch gebratenen Tauben ähnlich ist, direkt ins Maul geflogen.

hätt er sich eine Leberkässemmel reingezogen tät er vielleicht noch leben ;)

herzlichen dank fuer den *wildgewordenen truthahn*!

Grausam.
Saurier frisst Saurier, um gleich darauf selbst den Löffel abzugeben. :(

Grausam: Geier frisst Strauss und verendet aus bisjetzt ungeklärten Gründen.

Niemand verschmäht ...

... Aas, wenn er die Gelegenheit hat.

mM

vor Allem gibt es ja im...

Supermarkt genug Möglichkeit fein verpacktes Aasfleisch zu finden.
Die "Frischfleischabteilung" eines jeden Supermarktes - immer wieder ein Hochgenuss durch die modernen Leichenhallen der Neuzeit zu lustwandeln.

Ich finde es auch appetitlicher, Tiere lebend zu verspeisen.

Dann sind ...

... die Viecher wenigstens nicht umsonst gestorben. :)

mM

So ein schönes Schweins-Kotelett oder ein saftiges Rinder-Steak. Oder ein Leberkässemmerl. Also, ich mag die Aas-Abteilung des Supermarkts. Dannach gehe ich oft in die Kuh-Misshandlungs Abteilung und hole mir einen Joghurtdrink.

http://www.youtube.com/watch?v=t... re=related

Von wegen gleich "Flugsaurier"
Red Bull verleiht nicht Flügeln.

Das lässt sich beweisen! Richten Sie eine E-Mail an die Fa. Red Bull und äußern Sie Ihr Interesse an der (entgeltlichen) Leihe eines Steinway-Flügels. Fügen Sie aber unbedingt hinzu, dass Sie gegebenfalls auch ein anderes Fabrikat nehmen würden, um der Firma keine Möglichkeit zu Ausflüchten zu lassen. Die Reaktion (und sei es in Former einer Nicht-Reaktion) wird das Eingeständnis beinhalten, dass der bekannte Werbespruch irreführend ist.

(Ok, Recycling eines alten Kalauers, aber vielleicht kennt ihn der eine oder andere noch nicht).

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