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Auch für Haubenköche ist es nicht immer einfach, die Kids zu gesunder Ernährung zu bewegen.
Toni Mörwald macht zwar aus Überzeugung Werbung für McDonald's, seine Töchter aber essen doch lieber beim Pariser Dreisternekoch Pierre Gagnaire: "Wir haben in Paris an einem Abend in dessen legendärem Restaurant gespeist", sagt der Multigastronom aus Feuersbrunn und Vater zweier Töchter. "Als wir tags darauf in einer klassischen Pariser Brasserie eingekehrt sind, war meine Theresia fast ein bisserl enttäuscht und hat gefragt, warum wir nicht jeden Tag 'zum Pierre' essen gehen können".
Mörwald: "Worum es geht, ist Abwechslung"
Beim Dreisterner, so Mörwald, habe es seiner Neunjährigen eben deutlich besser gefallen. Das mag auf den ersten Blick nach einem Luxusproblem klingen, in Wahrheit aber geht es dem Kochmulti in der Familie auch nicht viel anders als anderen Eltern auch: Was die Kinder essen und was nicht, stimmt nicht immer mit dem überein, was ihnen guttut.
In dieser Hinsicht unterscheiden sie sich zwar keineswegs von Erwachsenen, aber, so zumindest die fromme Hoffnung der Eltern, vielleicht lassen sich ja in jungen Jahren ein paar Muster im Kopf fixieren, die die kulinarische Horizonterweiterung auch jenseits von Schnitzi, Pizza und Pommes befördern.
Mörwald ist überzeugt, dass Fastfood an sich nichts Schlechtes sei und den Kids durchaus vorgesetzt werden dürfe - dass es aber entscheidend sei, daneben auch andere, nicht zuletzt auch geschmacklich überlegene Alternativen aufzuzeigen: "Worum es geht, ist Abwechslung."
Petz: Das gemeinsame, mit Hingabe zubereitete Mahl
"Zu einem wesentlichen Teil liegt die Verantwortung tatsächlich bei den Eltern", sagt Christian Petz, Vater dreier (zum Teil bereits erwachsener) Söhne. "Wer daheim nur selten wirklich kocht, wer im Restaurant automatisch das Kinderschnitzel mit Pommes ordert, um auf der sicheren Seite zu sein - der darf sich nicht wundern, wenn die Kinder dann nicht wissen, was sie mit echtem Essen anfangen sollen."
Petz, der nach Jahren an der Spitze heimischer Küchenkunst (Palais Coburg) am Badeschiff beweist, dass richtig gutes, richtig spannendes Essen ganz und gar nicht teuer sein muss, war es stets wichtig, dass auch zu Hause " immer frisch gekocht wurde".
Das gemeinsame, mit Hingabe zubereitete Mahl, zu dem auch möglichst jeder einen Teil beitragen sollte, ist in seiner "heiligen Regelmäßigkeit" ein kaum zu überschätzender Faktor, damit die Kids mitbekommen, wie wichtig, wie schön und erfüllend jene Zeit ist, die man gemeinsam beim Essen verbringt.
Den Kindern ruhig etwas mehr zumuten
Die Freude am Ausprobieren, am Experimentieren komme dann fast von selbst: "Wenn ich meine Burschen frage, was sie am Abend essen wollen, dann kommt gar nicht selten die Antwort, dass es doch auch etwas ohne Fleisch sein dürfte." Und das von Burschen im Alter von 19, 17 und zwölf Jahren.
Klar, dass solche Freude an variantenreichem Essen nicht ganz zufällig entsteht: "Man muss den Kindern ruhig etwas mehr zumuten", ist Petz überzeugt. "Nur mittels Würstel und Ketchup oder ähnlichen Kinderjausen-Klassikern wird man die Kids kaum zu mündigen Essern erziehen."
Obauer: Gemeinsames Backen
In dieselbe Kerbe schlägt auch Rudi Obauer vom gleichnamigen Restaurant in Werfen. Obauer, der mittlerweile wohl der längst dienende Küchenchef an der absoluten Spitze der österreichischen Restaurantlandschaft ist, hat zwei erwachsene Söhne, die selbst schon in der Spitzengastronomie tätig sind; der dritte beginnt demnächst mit der Hotelfachschule. "Wir haben sehr schnell begonnen, den Buben auch exotisch gewürzte Speisen vorzusetzen - schließlich werden Geschmacksmuster schon in früher Kindheit festgelegt."
Das Erlebnis, wie unterschiedlich gutes Essen schmecken kann, sei eine wichtige Erfahrung, um sich auch als Erwachsener einen wachen, für Neues offenen Gaumen zu bewahren. Zumindest ebenso wichtig ist für Kinder das Erlebnis, dass zu Hause gekocht wird. "Klar geht es sich nicht immer aus, dass alles selbstgemacht ist. Aber gemeinsames Backen, das Erlebnis, wie aus Mehl, Butter, Eiern und Zucker ein köstlicher Kuchen erschaffen wird - das muss man den Kindern mitgeben auf den Weg."
Nur so, erklärt der Vierhaubenkoch, könnten sie schließlich begreifen, dass Kochen ein kreativer Prozess ist, für den man auf einzigartige Weise belohnt wird - nämlich mit unmittelbarem Genuss einerseits und dem Selbstbewusstsein andererseits, dass man diese Köstlichkeit ganz allein gebacken habe. (Severin Corti, DER STANDARD, Printausgabe, 7.3.2012)
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So eine dumme Verdrehung, Kinder als Despoten darzustellen, die zu Hause befehlen, was ihre armen Eltern ihnen gefälligst zu kochen hätten.
Tim Mälzer hat in Zusammenarbeit mit der Uni Heidelberg eine Studie gemacht, die mMn zur Beruhigung aller beitragen kann :-)
Hier der Link zur Sendung: http://www.ardmediathek.de/ard/servl... Id=9648858
Es sollte eigentlich folgendes in Österreich gesetzlich vorgeschrieben sein:
Bei jedem auf einer Speisekarten ausgelobtem Gericht sind Nährwertangaben, Allergieinformationen und Herkunft der Produkte dazuzuschreiben. Dazu gehören auch alle verwendeten Fertig- und Halbfertigprodukte, ob Wild mit Bleimunition erlegt wurde, etc.pp
Andauernd wird an allen Ecken von gesunder Ernährung gefaselt, aber die Gastronomie braucht einem keinerlei Informationen zu geben, die man dazu bräuchte. Aber die französischen Köche werden schon wissen, warum sie allein gegen die Regelung anzugeben ob Fertig- oder Halbfertigprodukte im Essen verwendet wurden, Sturm laufen.
es braucht keine ausschreibung der nährwerte, sondern es braucht ein wissen was da gegessen wird. mit solchen wissen ist es kein problem abzuschätzen, wieviel ca. der nährwert eines menüs im resteraunt ist. dass das höher liegt - meistens - als wenn selbst gekocht wird, kann jetzt auch nciht die überraschung sein.
den meisten menschen den man einen apfel und ein joghurt vorlegt, werden wahrscheinlich gar nicht wissen, was die unterschiedlichen nährwerte sind. die meisten menschen, denen man nach den kalorien von ein liter bio-pflanzenöl und ein liter schmalz fragt, werden wahrscheinlich zielsicher dem pflanzenöl die weniger kalorien zuschreiben.
da hilft auch keine ausschreibung der nährwerte im resteraunt mehr.
kam einmal nach hause und die wohnung war voll mit freunden meines jüngeren(damals volksschule). erschrocken bin ich, als ich 7 leere dosen coke fand - getrunken hat sie ein einziger. meine frage, ob daheim cokeverbot bestehe, hat er bejaht. meine gingen natürlich, da sie mit hoher sozialkompetenz erzogen wurden, zu mcd zu geburtstagsfeiern, und die frequenz pendelte sich auf ca 4 besuche im jahr ein. völlig in ordnung, da sie natürlich lieber zu hause essen oder beim sodoma, floh, knoll oder in einem sehr guten wirtshaus, und in ihrer zweitheimat malaysien ihren fisch, tofu und nudeln. die mischung machts.
Keine Ahnung, welche Gespenstergeschichten Sie Ihren Kindern erzählt haben, dass sie Mäcki als Drohung auffassen. Und wenn ein Kindergeburtstag bei Mäcki stattfindet, bleiben die Kinder einfach daheim. Tolle Erziehungsmethode, da können Sie wirklich stolz sein.
Verwenden Sie auch noch ein Rohrstaberl?
Mag sein.
Wenn es seinen Kindern auch nicht schmeckt:
Wieso ist er da auf sich stolz?
McD scheint Symbol für Verfettung, hemmungsloser Fresserei und falscher Ernährung zu sein.
Zu recht, wenn die Burger täglich sich den Weg in den Schlund bahnen. Aber sonst?
Was hat das mit Erziehung zu tun?
Vor allem, wie kann man jemanden zu etwas erziehen das er etwas nicht mag. Vor allem Kinder?
Wenn einem Kind das McD Essen nicht schmeckt, sehe ich da wenig Erziehung dahinter.
Soll auch Kinder geben die Pizza, Spaghetti oder Pommes nicht mögen.
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