Regina Petrik wird grüne Landessprecherin

7. März 2012, 12:42

Derzeitige Geschäftsführerin folgt Michel Reimon nach - Einzige Kandidatin bei Landesversammlung am 17. März - Reimon bleibt im Landtag

Eisenstadt - Burgenlands Grüne haben die Weichen für einen Wechsel an der Parteispitze gestellt: Die amtierende Landesgeschäftsführerin Regina Petrik (48) soll neue Landessprecherin werden. Petrik, die den Gemeinderatswahlkampf managt und bei der Landesversammlung am 17. März ohne Gegenkandidat antritt, folgt damit Michel Reimon nach. Reimon, einziger Abgeordneter der Grünen im Burgenland-Landtag, will sich künftig verstärkt der Arbeit im Landesparlament widmen.

Bei Petrik seien bereits seit Monaten alle Fäden in der Vorbereitung der Gemeinderatswahl zusammengelaufen. Er habe sich entschieden, sich voll auf die Landtagsarbeit zu konzentrieren, erklärte Reimon heute, Mittwoch, vor Journalisten in Eisenstadt. Er habe die Partei bereits im Herbst gebeten, eine Lösung im Hinblick auf die Kommunalwahl im Oktober zu suchen: "Jetzt, einige Monate vor der Gemeinderatswahl, ist der Zeitpunkt gekommen, das zu machen."

Reimon will sich auf Landtag konzentrieren

Die Arbeit im Landtag erfordere sehr viel Zeit und Energie, meinte Reimon. Der Grüne Klub habe früher fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehabt: "Das habe ich jetzt alleine zu bewältigen." Gerade die vergangene Sitzung, in der die Bank Burgenland erneut ein Thema war, zeige, "dass es ernsthaft arbeitende Opposition in diesem Land dringend braucht."

Die Funktion des Landessprechers sei intern ausgeschrieben worden. Die Frist lief am Samstag ab. Nachdem Petrik "unumstritten" sei und "Zustimmung quer durch" genieße, habe es keine andere Bewerbung gegeben, erklärte Reimon.

"Stärkere Begrünung des Burgenlandes"

Die designierte Landessprecherin kündigte an, sie wolle sich "für eine stärkere Begrünung des Burgenlandes einsetzen." Bei der Gemeinderatswahl würden die Grünen wachsen - prozentmäßig und bei der Zahl der Gemeinden, in denen man vertreten sei, skizzierte Petrik Ziele für den Urnengang. Die Grünen wollten stärker werden, weil es wichtig sei, für Transparenz in den politischen Entscheidungen zu sorgen. In den Kommunen würde allzu oft nach persönlichen Kriterien - "Freunderlwirtschaft" - entschieden: "Und da gibt es viele, denen es reicht", sagte Petrik.

Aktuell stellen die Grünen 20 Gemeinderäte in 14 Kommunen. Diese Ortschaften wolle man alle halten. In Eisenstadt, Mattersburg und Neusiedl am See hoffe sie auf einen Ausbau, erklärte Petrik, die auch weiterhin Landesgeschäftsführerin bleiben will. Derzeit sei man auch dabei, neue Ortsgruppen aufzubauen. Sie rechne insgesamt mit dem Antreten in 20 bis 25 Gemeinden. (APA)

Da tut sich doch was...

Jetzt kommt wieder Bewegung rein. Über Monate hindurch haben wir aufmunternde Lebenszeichen in Politik vermisst. Das Burgenland braucht mehr authentische Politiker und weniger mit politischer Erbpacht behaftete Parteisoldaten. Diese Personalentscheidung tut dem Land gut.

Der eloquente Michel ...

konnte sich endlich der ungeliebten Partei-ARBEIT entledigen. Gratuliere!

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