Google: Vorerst kein Start von Street View in Österreich

Zsolt Wilhelm, 8. März 2012, 08:47
  • Weiter kein Streetside und Street View in Österreich
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    foto: derstandard.at/screenshot

    Weiter kein Streetside und Street View in Österreich

Seit zwei Jahren kein Weiterkommen - Microsoft Streetside startet nicht vor 2014

Mit Diensten wie Google Street View oder Microsoft Streetside kann man Städte und Länder weltweit virtuell besichtigen. Bis man so auch in Österreich ortskundig werden kann, wird es allerdings noch eine Zeit lang dauern. Während der populäre Google-Dienst das bereits gesammelte Bildmaterial aufgrund strenger Richtlinien der Datenschutzkommission seit zwei Jahren in den Archiven lagert, steckt Microsofts Projekt in Österreich erst in der Planungsphase.

Abwarten

Wie der Softwarehersteller gegenüber dem WebStandard erklärte, plane man Österreichs Straßen erst 2014 mit Kamera-Autos zu befahren. Danach müsse das Material aufbereitet und verarbeitet werden. Somit könnte Microsofts Foto-Dienst Streetside frühestens 2014/2015 zur Verfügung stehen.

Keine Pläne

Wie es hierzulande mit Google Street View weitergeht, ist noch offen. Es sieht allerdings nicht rosig aus. Auf eine Anfrage hieß es gegenüber dem WebStandard, man habe "derzeit keine Pläne, Bildmaterial österreichischer Städte in StreetView zu veröffentlichen". Bislang liefert nur der rumänische Anbieter Norc Bildmaterial von Österreichs Straßen.

Widerstand von Anrainern

Google hatte vor dem Stopp 2010 monatelang Kameraautos durch Österreich geschickt. Das Projekt kam zum Stillstand, nachdem zunächst in Deutschland sich Bürger und Medienmacher rund um die Bild-Zeitung aus Angst vor Verstößen gegen die Privatsphäre auflehnten. In Österreich berichtete dann die Kronenzeitung von einem aufgebrachten Pensionisten, der Anfang April versuchte, ein Kamera-Auto mit einer Spitzhacke zu verjagen. Daraufhin schaltete sich die Datenschutzkommission ein. (Zsolt Wilhelm)

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Der österreichische Datenschutzfetischismus

ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. So ist es, das Leben in einem Geheimnisstaat, wo sich Mafiosi aus aller Herren Länder sicher fühlen und Geheimnistuerei zur höchsten Tugend verklärt wird.

Österreich ist und bleibt Provinz

österreich

österreich war und ist nun mal in vielen dingen hinten nach

zusätzlich ist österreich noch der feinkostladen der eu, in dem es einen aufschlag von 20-50% auf verbrauchsgegenstände gibt.

wo politiker in anderen ländern zurücktreten, wird hier nochmal kräftig ausgenützt

wer ist schuld? der österreicher selbst, er lässt es sich gefallen

österreich war und ist nun mal in vielen dingen hinten nach

In Sachen Datenschutz und Privatsphäre kann man nie hinten nach sein.

In Sachen Datenschutz und Privatsphäre kann man nie hinten nach sein.

Sollte Schutz der Privatsphäre heißen.

uaaahh

Da werden uns die Einbrecherbanden ausrauben, wenn sie auf einmal erfahren, dass in Wien richtige Häuser stehen. Bisher hat die organisierte Einbruchskriminalität angenommen, dass Wien aus lauter Holzbaracken besteht, drum hat es auch im Jahr 2012 nur 2 Einbrüche gegeben (Fall 1: Ein Besoffener ist in die falsche Wohnung, Fall 2: Heinz Fischer ist falsch abgebogen und im Bundeskanzleramt gelandet).

Und ?

Eben....

Ohne StreetView

können wir ja jetzt völlig unbesorgt unsere Wohnungstüren sperrangelweit offenstehen lassen.

Nein, das nicht.

Aber wir können getrost nackt vor dem Haus stehen, weil uns ohne StreeView eh niemand sehen kann.

ja, wenn eine öffentliche Hausfassade im Internet abgelichtet wird, werden die Datenschützer aktiv.

Da geht es weniger um die Hausfassade, sondern um den Blick in Wohnungen und Gärten sowie um die Abbildung von Personen.

Bis zu einem gewissen Grad ist man halt öffentlich. Wenn ein Passant aus irgend einem Grund die Fassade ihres Wohnhauses abfotographiert und Sie stehen gerade nackt am geöffneten Fenster, und der stellt das Bild dann ins Internet, haben Sie Pech gehabt.

nein ich glaub nicht, dass er das veröffentlichen darf.

Kann mir jemand erklären, was an meiner Privatsphäre verletzt wird, wenn mich ein Auto zu irgendeiner Uhrzeit (nicht wirklich exakt feststellbar) an irgendeinem Ort fotografiert hat, ohne gar zu wissen, wer das ist, der gerade vorbeigeht?

Lächerlich!

die aufregung ist wirklich völlig unnötig, v.a. weil es ähnliches ja schon seit jahren gibt:

http://www.norc.at/street-view/

darüber hat sich nicht nur niemand aufgeregt, ich vermute, die wenigsten wussten davon überhaupt erst

norc.at ist eine mehr als schwindlige Firma.

Außerdem ist das Angebot von norc.at mehr als dürftig.

Finde ich aber gar nicht so übel. Google Street View wäre zwar sicherlich besser, wird aber von Datenschutz-Hysterikern verhindert.

Erst Artikel lesen,

dann schreiben...

ACTA? SPG? Mißverstandener Datenschutz!

Das ist völlig absurd!

Wenn es um die Umsetzung der ACTA geht oder ein verschärftes Sicherheitspolizeigesetz, das es (nach Skandalen um Tierschutzprozess und AMS-Mistkübel) dem Innenministerium erlaubt, ohne richterlichen Beschluss Einzelpersonen auszuspitzeln, ist die österreichische Politik ohne mit der Wimper zu zucken bereit, sämtliche Datenschutzbedenken über Bord zu werfen.

Aber wenn Fotos von öffentlichen Plätzen im Internet publiziert werden sollen, entdecken die PolitikerInnen plötzlich ihre Liebe zu den Persönlichkeitsrechten und verhindern diesen Service "heldInnenhaft".

Nicht, dass Street View völlig unbedenklich wäre, aber im Verhältnis zu ACTA und SPG ist es wirklich Kinderkram!

um öffentliche Plätze geht es ja nicht.

Bananenrepublik

Bananenrepublik

Naja ich denke da eher an Mirellenschnaps. Das ist es was ich so bei Össi-Urlauben mehr zu Gesicht bekam.

MHM

Für ein Land wie Österreich, welches sich gerne als Fremdenverkehrsland versteht, ist es mehr als kurzsichtig, sich dieser Möglichkeiten zu verweigern.

Erinnert mich an die Zeit vor dem Fall des eisernen Vorhanges, wo man im Osten keine strategischen Gebäude - wie beispielsweise einen Bahnhof - fotografieren durfte.

Dass während der Aufnahmen der E-Mail Verkehr mitgeschnitten worden ist, ist freilich ein starker Tobak. Nachdem diese Trottelei hoffentlich nun berinigt ist, könnte wenigstens das bereits abgefilmte Material eingesetzt werden. Es sei denn, Österreich will so eine Art von weisser Fleck auf der Landkarte werden. Ein schwarzer Fleck, was Korruption und Justizwillkür anbelangt, sind wir ohnedies schon.

Wieso sollte es den Fremdenverkehr fördern, wenn man schon alles genau im Internet sehen kann? Dann brauchen die Leute ja nicht mehr herkommen.

"Für ein Land wie Österreich, welches sich gerne als Fremdenverkehrsland versteht, ist es mehr als kurzsichtig, sich dieser Möglichkeiten zu verweigern."

Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Ich schätze mal, dass viele Urlaubsreisende die in Länder unterwegs sind in denen es StreetView bereits gibt, sich am PC das Hotel und die nähere Umgebung ansehen. Auch ich mache es so.

Es wäre interessant, was die Österreicher dazu sagen würden, wenn Google für StreetView in Länder, die verweigern, Geld dafür verlangen würde.

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