Das Bild des Politikers im Wandel

Ansichtssache
7. März 2012, 15:29

In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Museum für Gestaltung wird vom 8. März bis 3. Juni bei der Ausstellung "Head 2 Head" im Kunsthaus Wien das Image der Politiker genauer unter die Lupe genommen. Das Plakat als essentieller Bestandteil der Polit-PR und Kampagnen erhält in dieser Ausstellung einen besonderen Platz. Durch die Präsentation vielseitiger Plakate sollen die Gemeinsamkeiten der politischen Inszenierungen herausgestrichen werden. Laut Kunsthaus-Direktor Franz Patay erzähle man mit der Ausstellung somit einen Teil der politischen Geschichte.

Einen Blick hinter die Menschen wagte Herlinde Koelbl. Die deutsche Fotografin analysiert Fotos von Politikern. Dabei untersuchte Koelbl die Fotografien von Angela Merkel unter dem Aspekt der Veränderung einer Politikerin mit dem Zuwachs der Macht. Der Schweizer Fotograf Nicolas Righetti widmete sich hingegen autoritären Führungspersönlichkeiten.

Ergänzt wurde die umfangreiche Schweizer Sammlung, die zu den bedeutendsten der Welt zählt, mit Beispielen aus der Alpenrepublik. Das "Kapitel Österreich" beherbergt eine Bilderserie mit den Bundespräsidenten der Zweiten Republik sowie Darstellungen von den prägenden und umstrittenen Politikerpersönlichkeiten Bruno Kreisky, Jörg Haider und Kurt Waldheim.

foto: angela merkel, 1992. spuren der macht – fotografien von herlinde koelbl

"Ich habe den Menschen hinter dem Amt gesucht...", so Herlinde Koelbl über ihre Langzeitanalyse von Angela Merkel.

foto: angela merkel, 2008. spuren der macht – fotografien von herlinde koelbl

"...denn Politiker lernen ja, Masken zu tragen, auch um sich zu schützen", so die Fotografin.

foto: arnold schwarzenegger, usa, ca. 2003/amtsfotograf des gouverneurs von kalifornien

Neben werbewirksamen Inszenierungen der Politiker....

foto: george w. bush, „got oil?“, siowenien 2004 museum für gestaltung zürich, plakatsammlung/nenad cizl

... finden sich auch satirische Darstellungen der Machthaber.

foto: a. strachov, „1870-1924 ul’janov (lenin)“, su original 1924, nachdruck 1968 © museum für gestaltung zürich, plakatsammlung, zhdk

In der Ausstellung werden politische Plakate aus 100 Jahren gezeigt, darunter auch Plakate aus Diktaturen. Das Porträt des russischen Revolutionsführers Lenin durchlief eine sehr bewegte Geschichte.

foto: mario lombardo für dgv – die gestalten verlag gmbh & co. kg, berlin, „spank the monkey“, 2006, buchcover für die ausstellung „spank the monkey“, baltic centre for contemporary art gateshead, 27.9.2006–7.1.2007/mario lombardo/robert klanten

Das Porträt von Che Guevara stellt das meistreproduzierte Porträt überhaupt dar.

foto: anonym, „kennedy for president“, usa 1960 museum für gestaltung zürich, plakatsammlung, zhdk

Bei der Sammlung der politischen Plakate aus 100 Jahren, lassen sich einige Gemeinsamkeiten in den Kampagnen finden.

foto: anonym, „obama ’08“, usa 2007 museum für gestaltung zürich, plakatsammlung, zhdk
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11 Postings

"Bei der Sammlung der politischen Plakate aus 100 Jahren, lassen sich einige Gemeinsamkeiten in den Kampagnen finden."
Das ist ein ganz interessanter Beistrichfehler - den machen momentan total viele Leute. Mir ists wurscht (schreibz wias redz), aber warum gerade dieser Fehler so häufig gemacht wird, würd mich dann doch interessieren. Also der, vor das Verb irgendwie noch einen Beistrich reinzuzwicken, obwohl davor kein kompletter Nebensatz steht. Hmm.

inwiefern...

war Kreisky "umstritten", wie da unterstellt wird?

-er war für zwentendorf
-unfähigkeit in der wirtschaftspolitik
- legte den Grundstein zu einer verantwortungslosen Gefälligkeitsdemokratie
-Wählerkauf auf Kosten nachkommender Generationen

Kreisky war ein Politiker...

...der höchstens einmal in einem Jahrhundert vorkommt! US-Präsidenten machten ihm die Aufwartung - nicht umgekehrt. Wo sie da eine "Gefälligikeitsdemokratie" orten wäre interessasnt zu wissen. Wählerkauf, wo??
Ich hab den Eindruck sie wissen gar nichts über die Regierungszeit dieses überragenden Politikers. Unter Kreisky war es erst möglich dass unser Land in jeder Hinsicht im 20 Jahrhundert landete, Gesellschaftspolitisch, industriell im Bildungssektor kurzum, unser Land machte einen großen Sprung nach vorne. Nach den dumpfen Jahren der Övp Alleinherrschft, die nur verlorene Jahre waren ging es endlich, endlich auf allen Gebieten weiter!
Leider ist das lange vorüber, heutzutage kann man über sämtliche Politiker nur weinen...

Wir Steirer

sind halt doch die Feschesten!

Hast eine Identitätskrise

oder magst dich selbst nicht? Wieviele wir vertrittst du denn?

Nur schad', dass euch eure Anzüge nicht passen.

WOOOOOOOOOOTL - ja

aber sicha oooolllda, des is ein Woooohhnsin was für schneidige burschen mia san !

Tjo,

Wenns die ersten paar Schönheits-Op´s hinter sich haben......so wie der Arnie.

das liegt wahrscheinlich am kleidsamen Steirerhut

Der Steirerhut ist kleidsam. Jeder Hut wird zum Steirerhut, wenn der Steirer ihn trägt. Daraus folgt: jeder Hut ist kleidsam, wenn der Steirer ihn trägt.

Oder so ähnlich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Aus_... Hödlmosers

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