Photoshop-Zauberei: So wird aus dem Entlein ein Schwan

  • Auf YouTube finden sich zahlreiche Videos, die zeigen, wie radikal Fotos von Models und Schauspielern bearbeitet werden können. 
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    Auf YouTube finden sich zahlreiche Videos, die zeigen, wie radikal Fotos von Models und Schauspielern bearbeitet werden können. 

YouTube-Videos zeigen, wie radikal Fotos von Models und Schauspielern bearbeitet werden

Seit Jahren spinnen sich um die Manipulation von Fotos durch Bearbeitungs-Software wie Photoshop heftige Diskussionen. Neben politischen Implikationen, die das digitale Begradigen haben kann, sind es vor allem Mode- und Werbefotos, welche die Gemüter hochgehen lassen. Wie weit darf man Models, Schauspieler oder andere Prominente verschönern? Und ist es überhaupt als schön zu bezeichnen, wenn 40-jährige SchauspielerInnen faltenfrei aus dem Hochglanzmagazin lächeln?

Protestbewegungen

In einigen Ländern formiert sich gegen die künstliche Makellosigkeit Protest. Die American Medical Association etwa fordert von Werbeagenturen, Fotos nicht unrealistisch stark zu bearbeiten. In Europa verlangen feministische Organisationen, dass bearbeitete Fotos in Werbung und Magazinen gekennzeichnet werden. Zu schön und schlank, um wahr zu sein - solche Bilder sollen unter anderem Magersucht bei jungen Menschen vorantreiben.

Bewusstsein schaffen

Wissenschaftler vom Dartmouth College in New Hampshire haben eine Software entwickelt, die analysiert, wie stark ein bearbeitetes Foto vom Original abweicht. Damit soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie realistisch das faltenlose Strahlen und der straffe Bauch mancher Stars und Sternchen ist (der WebStandard berichtete).

YouTube-Videos zeigen Manipulation

Auf der anderen Seite gibt es auch Stimmen, die kein Problem darin sehen, wenn Krähenfüße, Augenringe und Speckröllchen ausradiert werden. Dank YouTube kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie viel an einem Foto tatsächlich herumgedoktert werden kann. Hier finden sich zahlreiche Videos, die zeigen, was es braucht, um aus dem "Mädchen von nebenan" ein Supermodel zu formen.

 

Mashable hat einige dieser Clips ausgegraben. Ob man sich danach weiterhin von Werbung und Medien einen Bären aufbinden lassen will, muss jeder selbst entscheiden. (br, derStandard.at, 7.3.2012)

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