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Tokio - Im Finanzskandal um den japanischen Elektronikkonzern Olympus ist Anklage gegen das Unternehmen und drei ehemalige Mitglieder der Konzernführung erhoben worden. Der ehemalige Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa, zwei weitere frühere Top-Manager und drei Finanzberater hätten in der Unternehmensbilanz gemeinsam Verluste in der Höhe von umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro vertuscht, befand die Bezirksstaatsanwaltschaft von Tokio am Mittwoch. Dieselbe Anklage wurde gegen Olympus als Konzern erhoben.
Olympus hatte Anfang November eingeräumt, seit den 90er Jahren in der Bilanz hohe Verluste aus Finanzgeschäften in der Höhe von umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro verheimlicht zu haben. Vertuscht wurden die Verluste mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf Firmenkäufe. Ins Rollen gebracht hatte den Skandal der frühere Vorstandschef Michael Woodford im Oktober. Woodford war zuvor entlassen worden. (APA)
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