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Auch der Fortbestand der Klagenfurter Seebühne, Jörg Haiders hochdefizitäres kulturelles Prestigeprojekt, könnte für die Klagenfurter Grünen zum politischen Prüfstein werden.
Klagenfurt - Es war eine heftige politische Detonation, die die Klagenfurter Ex-Grüne Angelika Hödl ausgelöst hatte. Die nunmehr "wilde" Gemeinderätin hatte am Montag völlig überraschend ihren Austritt aus der Klagenfurter Grünpartei bekanntgegeben. Begründung: Die Klagenfurter Grünen würden zwar keine formale, aber doch eine weitgehende Zusammenarbeit mit der FPK-Bürgermeisterpartei planen. Im Zuge dieser würden auch die Stadtreferate neu verteilt werden. Der einzigen grünen Stadträtin Andrea Wulz, derzeit für Umwelt, Frauen und Bildung zuständig, könnte als "Gegengeschäft" eine Aufwertung ihrer Referatsbereiche winken. In diesem Zusammenhang war auch bereits vom attraktiven Planungsreferat für Wulz die Rede.
Freies Spiel der Kräfte
Wulz und ihre Kollegen von den Stadt- und Landes-Grünen dementierten umgehend. Es gebe keine Koalition oder wie immer geartete Zusammenarbeit mit den Blauen. Persönliche Gründe hätten Hödl zum Austritt veranlasst. Was es aber definitiv gibt, ist ein grüner Grundsatzbeschluss für ein " freies Spiel der Kräfte", mit dem schon Jörg Haider die Regierungsparteien auf Landesebene vor sich her getrieben hatte.
Seit SP-Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz die Klagenfurter Koalition mit der FPK aufgekündigt hatte, suchen die Blauen nach neuen Partnern. Die Möglichkeit einer rot-schwarz-grünen Achse gegen die FPK scheint für die Grünen keine Option zu sein, ebenso wenig kantige Oppositionspolitik. "Wir schauen, mit wem wir die meisten unserer Vorstellungen umsetzen können", sagt Matthias Köchl, der mit Wulz gemeinsam die Parteienverhandlungen nach dem Platzen der blau-roten Koalition führt.
Es gebe nichts Schriftliches, aber von beiden Fraktionen (Blau und Grün) den Wunsch, konstruktiv für die Stadt zu arbeiten, lässt dagegen FPK-Bürgermeister Christian Scheider am Dienstag bei einer Pressekonferenz aufhorchen. Vizebürgermeisterin Mathiaschitz zeigt sich über die Entwicklung "entsetzt": "Wir haben die ganze letzte Woche vergeblich versucht, einen gemeinsamen Termin mit der ÖVP und den Grünen zu vereinbaren. Zuletzt hatten wir den Montag fixiert. Wulz hat den Termin platzen lassen." Auch VP-Stadtrat Peter Steinkellner findet es " seltsam, wie sich Wulz an Scheiders Hals wirft". Dabei müsste die finanzmarode Stadt jetzt "dringend saniert werden".
Wulz und Scheider verbinden neben der familiären Achse (ihre Mütter sind Cousinen) bisweilen auch ideologische Gemeinsamkeiten. Liegt doch Wulz' politische Heimat bei den eher rechts orientierten Vereinten Grünen (VGÖ). Diese fusionierten vor der Gemeinderatswahl 2003 in Klagenfurt mit den linken Grün-Alternativen, wo Angelika Hödl beheimatet ist. Die Bruchlinien sind geblieben. Wulz setzte sich 2003 gegen ihre Mitbewerber aus den Reihen der Grün-Alternativen durch und wurde Stadträtin. "Seit Scheider Bürgermeister ist, eiern die Stadtgrünen herum, sind keine Opposition mehr", meint Gemeinderätin Sieglinde Trannacher von der Liste EW, einer Abspaltung der SPÖ: "Die Grünen haben nach ihrem Ja zur Erhöhung der Parteienförderung jetzt endgültig ihre Unschuld verloren."(Elisabeth Steiner, DER STANDARD, Printausgabe, 7.3.2012)
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Erst die Tochter Janine, die als ÖH Vorsitzende sich nicht mehr erinnern kann, daß sie als Finanzreferentin 450.000 Euro der Stundenten im antiheteronormativem Cafe Rosa versenkt hat und jetzt die Frau Mama, Stadträtin Andrea Wulz die mit der FPK kollaboriert.
Die Wulzen fallen schön langsam unangenehm auf.
dass die Bereitschaft mit den halbbraunen zusammen zu arbeiten, an den Grünen an sich hängt - das hat damit zu tun, dass in Kärnten das Unrechtsbewusstsein was die Nazizeit betrifft extrem unterentwickelt ist und da sind die Grünen keine Ausnahme!
Deshalb ein riesige Bravo, für das Verhalten von Angelika Hödl !
Zur Erinnerung: Kurz nachdem die Grünen auf Bundesebene die Novelle zu "kleinen Glückspiel" zu verhindern suchten, haben die Oberösterreichischen Grünen das "kleine Glückspiel"auf Landesebene eingeführt. Für viele ein blanker Verstoß gegen die Parteilinie - aber Glawischnig & Co haben das kampflos hingenommen.
endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Schreibe schon seit einem Jahr, dass für das Volk grün/blau ne interessante Option wäre, vorausgesetzt, die richtigen Personen arbeiten zusammen. Wurde immer mit Rotstrichen und Häme bedacht. Siehe da, gerade im Südland haben sie erkannt, dass mit den Regimeparteien kein Staat zu machen ist.
Hoffe,die Kärnter Grünen halten es durch und vor allem, die Kärntner honieren diesen vernünftigen Schritt mit einem Kreuz bei der nächsten Wahl. Die Welt könnte viel schöner aussehen, wenn VP/SP/Bzö entsorgt würden und dafür etwa Piraten und LIF wieder die anderen Parteien ergänzen würden. Meinetwegen auch die KP nach steirischem Muster.
Und wenn sich die Partei an solchen Fundis, die in das normale Alltagsgeschäft der Politik eine Katastrophe hineinhalluzinieren, orientiert, dann wird sie eben kein seriöser Partner sein und damit wieder in der Versenkung verschwinden.
Es gibt noch immer zu viele Grüne, die nicht begriffen haben das die Gründung einer Partei keine Revolution ist, bei der man am Ende mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet wird.
Die Grünen wollen mit keinem, egal mit wem, in Sachfragen zusammenarbeiten, also ist jede Stimme an ihnen so sinnvoll wie leere Papierschnipsel zu wählen.
Ohne dieses "Totstellen" der Grünen hätte es damals nie eine ÖVP-FPÖ-Koalition mit Schüssel gegeben. Man kann sich nämlich auch durch "Nichthandeln" schuldig machen.
Die Grünen sind leider bei allen guten Ideen so spinnerte Bobos mit Kleinkind-Trotzmentalität, fern aller Logik, dass sie eine Mehrheit unter den Wählern niemals erreichen werden. Und damit werden diese guten Ideen ebenfalls nie umgesetzt.
Politik heißt, mit anderen Abgeordneten in Sachfragen reden und verhandeln zu können, auch wenn man sie nicht leiden kann. Sonst darf man sich für diesen Job nicht wählen lassen!!!!
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