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Neu Delhi - Die in Indien regierende Kongresspartei hat bei Wahlen in fünf Teilstaaten des Landes eine schwere Schlappe erlitten. Am Dienstag veröffentlichten ersten Auszählungsergebnissen zufolge erreichte die Partei nur in einem Staat die Mehrheit, im bevölkerungsreichsten Unionsstaat Uttar Pradesh konnte sie nur eine kleine Zahl von Sitzen erobern. Rahul Ghandi, der als nächster indischer Regierungschef gehandelt wird, nahm die Verantwortung für die Wahlschlappe auf sich: "Ich stand in der ersten Reihe, also ist es meine Verantwortung", sagte er zu Journalisten.
In Uttar Pradesh konnte die Kongresspartei seit 22 Jahren keine Mehrheit mehr erzielen. Die Kongresspartei, und insbesondere Rahul Ghandi, hatten dort daher intensiv Wahlkampf betrieben. Den ersten Auszählungen zufolge könnte die Partei weniger als 30 von 403 Sitzen im Regionalparlament erzielt haben. Das ist zwar eine leichte Steigerung im Vergleich zur Wahl 2007, aber trotzdem eine große Enttäuschung bei einem Urnengang, der ein Halbzeittest der von Korruptionsskandalen erschütterten Regierung unter Manmohan Singh vor den nächsten Parlamentswahlen im Jahr 2014 war.
Wahlschlappe eine "Lehre" für Gandhi
"Organisatorisch waren wir in Uttar Pradesh nicht so gut aufgestellt, wie wir es hätten sein sollen", räumte Rahul Gandhi ein. "Das wird eine gute Lehre für mich sein." Seine politische Arbeit werde er fortsetzen. Der 41-Jährige, der aus dem mächtigsten politischen Klan des Landes kommt und ein Enkel der 1984 ermordeten damaligen Regierungschefin Indira Gandhi ist, war bei den Wahlen selbst nicht angetreten, hatte aber für die Kongresspartei Wahlkampf betrieben.
Die Wahl im nordindischen Uttar Pradesh mit seinen rund 200 Millionen Einwohnern dürfte auch in einer schwere Niederlage der Regierungschefin des Unionsstaates, der schillernden Politikerin Mayawati, münden. Mayawati war landesweit als streitbare Kämpferin für die Armen und Unterprivilegierten bekannt. Die in Anlehnung an die niedere Kaste der Dalit auch "Königin der Unberührbaren" genannte Politikerin musste sich der regionalen Samajwadi-Partei geschlagen geben. (APA)
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Hängt ihre (durchaus prognostizierte) Niederlage nicht mit ihrer "feudalen" und machtbewussten, also eher nicht volksnahen Politik und Amtsführung (wie man es sich von einem Mitglied der Kaste der "Unberührbaren" erwarten könnte) zusammen?
Ein wenig genauer würde ich es mir von der Auslandsredaktion des Standards schon erwarten!
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