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Ein Fehler am Schießstand, sehr flott in der Loipe: die goldene Addition des Jakov Fak.
Ruhpolding - Die österreichischen Biathleten sind auch im Einzel-Bewerb der Biathlon-Weltmeisterschaften am Dienstag leer ausgegangen. Nach zwei vierten Plätzen fehlte Daniel Mesotitsch diesmal als 13. deutlich mehr auf die Medaillen. Zweitbester Österreicher wurde Dominik Landertinger als 15., Simon Eder belegte Rang 23, Christoph Sumann kam nicht über Platz 43 hinaus.
Gold sicherte sich erstmals der Slowene Jakov Fak. Der Olympia-Dritte im Sprint und Ex-WM-Dritte im Einzel setzte sich nach 20 Kilometern auf tiefer Loipe vor dem Franzosen Simon Fourcade (+ 7,0 Sek.) und dem Tschechen Jaroslav Soukup (12,3) durch. Lokalmatador Andreas Birnbacher wurde zur Enttäuschung des Großteils der 26.000 Zuschauer knapp dahinter Vierter. Die besten Sechs verzeichneten je einen Schießfehler. Martin Fourcade, der Sprint- und Verfolgungsbewerb in Ruhpolding für sich entschieden hatte, landete diesmal nicht im Spitzenfeld.
Mesotitsch handelte sich in seiner Lieblingsdisziplin durch zwei Fehlschüsse zwei Strafminuten ein, das war zu viel für einen Spitzenplatz. Auf die Medaillenränge hatte er 1:05 Minuten Rückstand. "Leider wieder ein Rennen ohne zählbaren Erfolg. Läuferisch ist es super gegangen, aber ich habe im Liegendschießen Probleme gehabt", meinte der als Mitfavorit gehandelte Kärntner.
Massenstart-Ex-Weltmeister Landertinger (2 Schießfehler) steigerte sich zwar, an seine Glanzzeiten reichte die Vorstellung aber neuerlich nicht heran. "Ich bin zufrieden. Es war ein gutes Rennen, man muss auch einmal mit ein bisschen weniger zufrieden sein. Es war läuferisch ganz gut, aber 100 Prozent kann ich aus meinem Motor momentan einfach nicht herausholen", betonte der Tiroler, der damit gerade noch die Qualifikation für den Massenstart am Sonntag schaffte. Mesotitsch hatte diese längst in der Tasche.
Rätsel um Sumann
Sumann (3 Schießfehler) ist davon weit entfernt. Nun ist auch der Staffel-Einsatz des Olympia-Zweiten am Freitag ist aufgrund noch abzuklärender schlechter Blutwerte fraglich. Somit könnte das Einzel, in dem er im Vorjahr Bronze gewonnen hatte, bereits das letzte WM-Rennen des Steirers gewesen sein. "Der große Höhepunkt wird zum großen Desaster. Es war nicht so schlimm wie am Wochenende, aber immer noch schlimm genug. Der Körper spielt einfach nicht mit, das ist bitter", sagte Sumann und verwies auf schlechte Blutwerte, die ihm bei der morgendlichen Dopingkontrolle bescheinigt worden waren.
"Ich muss abklären, woran es liegt. Das kommt mir nicht mehr normal vor", so Sumann, der eine Magen-Darm-Grippe vor der WM als möglichen Grund für sein Tief anführte. Bis zur Staffel blieben zwar noch zwei Tage, aber in der derzeitigen Verfassung könne er dem Team nicht helfen. Er wolle aber laufen, stellte Sumann klar. "Natürlich, aber das entscheiden die Trainer." Und wohl auch die Ärzte.
Eder war nach zwei Fehlern im Liegendanschlag ebenfalls chancenlos. "Damit habe ich nicht gerechnet, weil ich bis heute bei der WM liegend noch keinen Fehler hatte. Ich habe gewusst, dass ich ohne Fehler durchkommen muss. Zwei Fehler waren zu viel", erklärte der Salzburger.
ÖSV-Biathlonchef Markus Gandler zeigte sich nicht erfreut über die Ergebnisse seines Quartetts. "Damit kann man nicht zufrieden sein. Keiner in den Top Ten, das ist nicht unser Anspruch. Es ist leider keiner durchgekommen, das ist ärgerlich." Cheftrainer Reinhard Gösweiner ortete dagegen einen leichten Aufwärtstrend. "Sicher wollten wir mehr; aber mannschaflich kann man einigermaßen zufrieden sein", so Gösweiner. (APA/red)
Ergebnisse der Biathlon-WM in Ruhpolding vom Dienstag:
Herren, 20 km Einzelbewerb: 1. Jakov Fak (SLO) 46:48,2 Min. (1 Schießfehler) - 2. Simon Fourcade (FRA) +7,0 Sek. (1) - 3. Jaroslav Soukup (CZE) 12,3 (1) - 4. Andreas Birnbacher (GER) 13,1 (1) - 5. Klemen Bauer (SLO) 16,6 (1) - 6. Michal Slesingr (CZE) 25,1 (1). Weiter: 13. Daniel Mesotitsch 1:17,1 Min. (2) - 15. Dominik Landertinger 1:42,3 (2) - 23. Simon Eder 2:32,2 (2) - 43. Christoph Sumann (alle AUT) 3:59,2 (3)
Weltcup-Gesamtwertung (nach 22 von 26 Bewerben): 1. Martin Fourcade (FRA) 910 Pkt. - 2. Emil Hegle Svendsen (NOR) 881 - 3. Andreas Birnbacher (GER) 704 - 4. S. Fourcade 662 - 5. Carl Johan Bergman (SWE) 552 - 6. Tarjei Bö (NOR) 546. Weiter: 21. Mesotitsch 376 - 28. Eder 253 - 29. Sumann 252 - 37. Landertinger 201 - 55. Sven Grossegger (AUT) 72 - 79. Friedrich Pinter (AUT) 22
Boe landet vor Schipulin und Svendsen, Landertinger Sechster - Domratschewa verhindert Bergers 5. WM-Gold
Frankreich und Deutschland auf dem Podium, Österreich verpasst Medaille am Ende
Norwegen gewinnt nach Aufholjagd Damen-Staffel, Österreicherinnen auf Platz 19 - Am Samstag folgen die Herren
Franzose nach dreimal Silber am Podest ganz oben - Erzrivale Svensen nicht am Start - Landertinger auf Rang 14
Siebenter WM-Titel für überlegene Norwegerin - Steirerin Schwabl holte in Nove Mesto bestes Weltcup-Ergebnis
Norweger mit 10 Titeln nun Nummer 4 in ewiger Bestenliste - Dominik Landertinger macht dank perfektem Schießen 10 Plätze gut
Zwei Ukrainerinnen beim WM-Sprint am Podest - Schwabl erreicht mit Platz 30 bestes WM-Ergebnis
Norwegen gewann zum WM-Auftakt vor Frankreich und Gastgeber Tschechien
Österreicher übten mit dem Gewehr und trauen sich Spitzenplätze zu
also wenn schon muesste man fuers dopen rot geben
die olympischen sporte (einige oder alle?)haben auch ausserhalb den rennsaison doping tests und viele mittel sind langzeitlich nachweisbar.
doping bei spitzensportlern? - ich bin mir leider nicht mehr sicher aber hoffe dass die dopers in der minderzahl sind. beim radsport habe ich aber wenig vertrauen, - auch in deren administration, schade das doping zerstoert dort einen schoenen sport.
bewusstes, nachgewiesenes doping sollte automatisch eine lebenslange sperre im sport bringen, sonst wird man es kaum ausrotten.
wie kann man jemanden glauben der nach zweijaehriger sperre wieder jeden schlaegt?
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