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Seit 2008 gibt es bereits die Fahrradküche in Graz.

Im Innenhof der Schießstattgasse 40 befindet sich der Eingang zur Werkstatt.

Dort lernen Interessierte schließlich "Hilfe zur Selbsthilfe".

Für ausreichend Werkzeug und vor allem Ersatzteile ist gesorgt.
Draußen wird es immer wärmer und die Öffi-Saison wird durch die Radfahrsaison abgelöst. Doch was, wenn das eigene Fahrrad nicht nur verstaubt, sondern auch noch defekt ist? Wer sich den teuren Fachmann sparen möchte, findet in Wien und Graz "Selbsthilfegruppen": die Fahrradküche.
Im Jahr 2008 wurde die Idee, die aus Amerika stammt, von ein paar Radfans in die steirische Hauptstadt gebracht: Hilfe zur Selbsthilfe, wenn es um die eigenen zwei Räder geht. Jeden Donnerstag zwischen 17 und 21 Uhr öffnet sich die Tür zur Werkstatt in der Schießstattgasse 40 in Graz. Dort treffen sich dann laut Gründungsmitglied "quno" etwa zehn RadlerInnen zum kollektiven Herumschrauben. Dabei sei es besonders wichtig, "dass sich die Leute gegenseitig helfen". Jemand, der etwas besonders gut kann, sollte das den anderen Personen weitergeben. In unregelmäßigen Abständen gibt es auch Spezialkurse, etwa zum Thema Schweißen.
Fast alles vor Ort
Allgemeine und Spezialwerkzeuge sowie Ersatzteile finden sich vor Ort. Diese können gegen eine freiwillige Spende verwendet werden. "Da wir viele alte Räder als Spende bekommen, haben wir meistens mehr Ersatzteile für alte Räder als jedes Fachgeschäft", sagt quno. Nur Verschleißteile, Handschuhe, eine Zahnbürste und ein leeres Parfumflascherl mit Zerstäuber sollten von den Bastlern selbst mitgebracht werden.
Die Klientel ist laut quno sehr unterschiedlich: "Da gibt es diejenigen, die nur ein Fahrrad wollen, das Luft im Reifen hat, damit sie zur Uni fahren können." Aber auch viele Sammler und Radfreaks schrauben wöchentlich vor und in der Werkstatt an ihren Zweirädern. "Und dann gibt es die, die hauptsächlich wegen der Gesellschaft vorbeischauen", so der begeisterte Radler.
Wettrennen und Kunstprojekte
Doch nicht nur für kleine Reparaturen ist Platz in der Fahrradküche: Auch kreative Kunstprojekte mit Rädern haben oft in der Schießstattgasse ihren Ursprung. Mit den ausgefallenen Kreationen wie einem Hochrad betreiben die Werkstatt-Helfer auch jährlich einen Stand beim "Lendwirbel", einem Grätzelfest im Grazer Bezirk Lend. Und auch ein Radrennen zwischen der ehemaligen und der jetzigen Kulturhaupstadt, Graz - Maribor, wurde Ende Jänner organisiert und soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.
Obwohl sich alle Mitglieder der Fahrradküche ausschließlich auf zwei Rädern fortbewegen, wollen sie niemanden zum Radeln bekehren. "Fanatisch sind wir sicher nicht", sagt ein Mitbegründer. Nur: An motorisierten Fahrzeugen darf in der Werkstatt nicht gebastelt werden - das ist eine Grundregel.
Ein Mitinitiator hat mittlerweile in Wien ebenfalls eine Fahrradküche eröffnet. Jeden Donnerstag zwischen 16 und 20 Uhr wird in der Goldschlagstraße 8 im 15. Bezirk geschraubt. (derStandard.at, 6.3.2012)
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Fahrrad.Flohmarkt März
7. März
15 bis 17:00
http://fahrrad.wuk.at/
Wenn Sie damit meinen, das hier ein gefördertes Mobilitäts-Projekt vorliegt, was im Vergleich zu Bankenrettungen wohl noch ein begrüßenswerter Einsatz von Steuergeldern wäre, muss ich sie korrigieren: Die BK Wien ist selbsterhaltend. So frei nach JFK: Nicht fragen, was die Stadt für dich tun kann, sondern...
dan schau ich mal wieder hin, als ich vor einigen jahren dort war, war das noch etwas anders. ich kann es halt nicht unwidersprochen lassen wenn jemand behauptet der menschliche verdauungstrakt wäre für tierische nahrung nicht geeignet und mir dann meine argumente als "industrie propaganda" aus dem diskurs watscht...
1. hatte derjenige zu 100% Recht.
2. ermächtigt ihn das nicht, einen anderen Mitmenschen blöd von der Seite anzumachen (ich würde einem Neunmalklug in so einer Situation ja ehrlich gesagt das Gesicht brechen.)
3. War ich schonmal mit meinem Kampfhund dort, den ich dort gegrillt und mit voller Hingabe verspeist habe. Es hat niemanden gestört.
1) Die Wiener BK wurde zwar von einem Gründungsmitglied der Grazer BK (mit)initiiert, doch ist sie deshalb keine "Filliale" der BK Graz sondern agiert vielmehr als eigenständige Werkstatt - aber mindestens!
2) Die Wiener BK hat von 16.00-20.00 offen, nicht wie im Artikel geschrieben von 18.00 - 20.00. Bitte korrigieren und den slightly zum Größenwahn neigenden Grazer BKlern nicht immer alles glauben ;)
I.Ü. gibt es seit den ersten BKs (2008) mittlerweile BKs von A wie Augsburg bis Z wie Zagreb, wären das dann auch alles Fillialen der BK Graz? Manometer!
1) Vielen Dank für den alles entscheidenden Hinweis.
2) Schaun Sie sich mal den untersten post von der Verfasserin des kommentierten Artikel an, Sie werden sehen, dass mein Bemühen redlich genug war (mit dem Wort "Formulierung" ist die Bezeichnung der Wiener BK als "Filiale", selbstverständlich mit einem "l" da abgeleitet von lat. filia - Tochter, gemeint.
3) Find ich die Grazer Bk ja auch ganz großartig, mir gings un erster Linie um die Richtigstellung der Öffnungszeiten der Wr. BK.
gab es schon lang bevor es die ersten (zumindest oesterreichischen) Bikekitchens gab andere Fahrradselbsthilfewerkstaetten (z.B. die im WUK, die davor schon im Gaga war, ca. 1983 war das angeblich).
Nicht unbedingt das gleiche wie BK Wien oder BK Graz, aber Fahrradselbsthilfewerkstatt ist und war es sehr wohl schon viel frueher als die erstgenannten.
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