Baumgartner hat seine Stratos-Kapsel

Ansichtssache
foto: apa/epa/mitter

Wien/Los Angeles - Die Kapsel, die den Extremsportler Felix Baumgartner in die Stratosphäre bringen wird, ist nun in den USA präsentiert worden. Fünf Jahre lang wurde das Modul von einem internationalen Forschungsteam rund um den technischen Projektleiter Art Thompson entwickelt, das hochmodernes Equipment aus der Luft- und Raumfahrt beinhaltet. Die Druckkapsel, aus der Baumgartner aus einer Höhe von rund 36 Kilometer springen will, hat nun alle Tests bestanden, wie Red Bull am Dienstag bekanntgab. Der Salzburger will als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen.

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Die Kapsel mit ihren Lebenserhaltungssystemen bietet dem 42-Jährigen bei seinem knapp dreistündigen Aufstieg über der Erde den einzigen Schutz vor den extremen Bedingungen in der Stratosphäre: Temperaturen von bis zu minus 56 Grad Celsius, niedriger Sauerstoffgehalt und geringer Luftdruck. Die Kapsel ermöglicht dem Sportler durch Normaldruck permanente Sauerstoffzufuhr, genaue Luftdruckregelung und eine natürliche Atmung.

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Das Modul im Detail: Herzstück ist eine Kugel, die aus fiberglasverstärktem Kunststoff und Epoxid gebaut ist, Luke und Fenster wurden aus Acryl gefertigt. Innerhalb des Druckbereichs herrscht ein permanenter Luftdruck von etwa 0,5 Bar, was den Bedingungen in einer Höhe von ungefähr 4.800 Metern entspricht. So kann der Gefahr einer Dekompressionskrankheit vorgebeugt werden, ohne dass Baumgartner den Luftdruck in seinem Raumanzug bereits während der Fahrt ins Weltall regeln muss.

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Während seines Aufstiegs ist Baumgartner an einem Sitz festgeschnallt, der genau an die Maße seines Raumanzugs angepasst ist. Mit 89 Knöpfen und Schaltern kann er bei Bedarf alle Abläufe manuell selbst steuern. Gezogen wird das 1.315 Kilogramm schwere Modul von einem Heliumballon an einem 50 Meter langen Seil. Dieses Seil wird an dem Käfig befestigt. An der Zielhöhe angekommen, kann der Salzburger die Kapsel durch eine Luke aus durchsichtigem Acryl verlassen und sie beim Absprung als stabile Plattform nutzen. (APA)

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