Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Heimo Breiteneder vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung an der MedUni Wien gelang der Nachweis, dass das Birkenpollen-Allergen zu einer übergeordneten "Superfamilie" von Molekülen mit gleicher Molekülstruktur gehört.
Alleine in Österreich sind rund 400.000 Menschen von einer Birkenpollen-Allergie und damit verbundenen Nahrungsmittelallergien betroffen - insbesondere gegen Apfel, Pfirsich, Haselnuss, Karotten und Sellerie.
70 Prozent aller Birkenpollenallergiker leiden an solchen Kreuzallergien. Ein besonderes Problem: Die Nahrungsmittelallergie besteht bei den meisten Betroffenen (86 Prozent) ganzjährig, also nicht nur während der Pollensaison im Frühjahr.
Studie für neue Impfstoffgeneration startet im Herbst
Barbara Bohle vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien steht nun vor dem Durchbruch für eine neue, wirksamere Generation an Impfstoffen: "Die bislang verwendeten Impfstoffe haben einen großen Nachteil. Sie wirken zwar gegen das Birkenpollen-Allergen, helfen aber nur selten bei Kreuzallergien."
Für die neuen Impfstoffe will Bohle deshalb nur das reine Allergen - statt des konventionellen Proteingemisches - verwenden. "Davon versprechen wir uns auch für die Behandlung von Nahrungsmittelallergien einen Erfolg", so Bohle.
Im Herbst startet die Forscherin eine entsprechende klinische Studie, bei der Nahrungsmittelallergien erstmals mit dem entsprechenden Allergen behandelt werden. Bohle: "Konkret heißt das, dass wir zum Beispiel eine Apfelallergie mit dem Allergen des Apfels behandeln."
Kreuzallergien: Der Apfel fällt nicht weit vom Birkenstamm
Wichtige Grundlagen für diesen neuen Therapieansatz stammen von Heimo Breiteneder vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung an der MedUni Wien. Ihm gelang der Nachweis, dass das Birkenpollen-Allergen zu einer übergeordneten "Superfamilie" von Molekülen mit gleicher Molekülstruktur gehört.
"Aufgrund der Evolution von einem gemeinsamen Vorläufer her gibt es sind die heute rund 16.000 bekannten Vertreter dieses Molekültyps in Bakterien, Pflanzen und Tieren weit verbreitet. Allerdings wirken nur rund zehn davon als Allergen. Neben dem Birkenpollen-Allergen unter anderem auch das im Apfel enthaltene Allergen", erklärt Breiteneder, der als ein Pionier der Allergenforschung 1988 mit "Bet v 1" erstmals ein Protein der Birkenpollen als Auslöser der Birkenpollenallergie identifizierte - weltweit das erste pflanzliche Allergen auf molekularer Ebene.
Den Ursachen der Allergien auf der Spur
Breiteneder nimmt an, dass ein Vorläufer des Birkenpollen-Allergens "Bet v 1" in früher Vorzeit für den Organismus eine Gefahr darstellte, auf die sofort reagiert werden musste. "Die Nahrungsmittelallergien sind sozusagen die Ausläufer dieses Mechanismus, der vom Birkenpollen-Allergen angeschalten wird. Und weiter: "Bestätigt sich diese Annahme, wäre das ein weiterer wesentlicher Schritt, um die Ursachen für das Entstehen von Allergien zu verstehen." (red, derStandard.at)
Neben der Pollenallergie sind auch andere Allergien im Vormarsch - Wie wirksam die unterschiedlichen Ansätze sind, erklärt die Allergie-Expertin Vera Mahler
Bei 80 Prozent der Asthma-Patienten spielen Allergien eine Rolle
Deutsche Allergie-Expertin warnt vor Silberfäden in "Encasings", da der Silberanteil beispielsweise die Entstehung resistenter Bakterien begünstigen könnte
Der Verein für Konsumenteninformation hat sechs Bioresonanz-Anbieter untersucht und kommt zum Schluss, dass diese zur Diagnose und Therapie von Lebensmittelallergien völlig ungeeignet ist
Mit Beginn der Heizperiode startet auch die Hochsaison der Hausstaubmilben-Allergie. Niesanfälle und tränende Augen können Anzeichen dafür sein
Weil Birken und andere Baumarten wie Esche, Weide und Pappel gleichzeitig blühen, müssen sich Allergiker auf eine kurze, aber heftige Pollensaison einstellen
Therapien sollen dem Körper helfen, gelassener zu reagieren - Neues vom Europäischen Allergiekongress
Der Pollenwarndienst der MedUni Wien arbeitet an einem System, das persönliche Reisewarnungen, aber auch Urlaubsempfehlungen für Pollen-Allergiker erstellt
Eine Immuntherapie kann bei über 90 Prozent der Patienten verhindern, dass der nächste Stich tödlich endet. Neue Therapien sollen auch dann helfen, wenn die Behandlung nicht wirkt
Laut wissenschaftlicher Prognose profitiert die im Spätsommer blühende Ambrosia artemisiifolia vom Klimawandel und wird sich auch in Regionen ausbreiten, die bislang von ihren Pollen verschont blieben
Allergisch nicht nur gegen Bienen und Wespen. Die beste Therapie ist, sich fernzuhalten
Eine neu entwickelte Software des Österreichischen Pollenwarndienstes liefert Allergikern eine "personalisierte Pollenwarnung"
Beifuß und Ragweed haben bald Hochsaison. Ihre Pollen sind äußerst aggressiv und können schwere Allergie-Symptome und Asthma auslösen
Immer mehr Menschen leiden an Allergien gegen Nahrungsmittel - Mediziner versuchen die Gefahr mit Desensibilisierung zu bannen
Alte Sorten können die Lösung sein - Polyphenolegehalt für die Verträglichkeit verantwortlich
Konservierungsstoffe in Wandfarben können Kontaktallergien auslösen
Birke, Gräser, Oliven: Die allergische Reaktion gegen eine bestimmte Pollenart kann sehr unterschiedlich ausfallen
Der Wiener Mediziner Szolt Szepfalusi ist überzeugt, dass eine im Labor nachgewiesene Sensibilisierung oft mit einer Allergie gleichgesetzt wird
Experten fordern mehr Tests potenziell Betroffener auf Allergien - Adrenalin-Autoinjektoren sind lebensrettende Medikamente
Duft- und Aromastoffe in Kosmetika können gesundheitliche Probleme verursachen - Begriffe wie "hypoallergen" oder "duftneutral" führen in die Irre
Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen westlichem Lebensstil und Allergien - Zur Interaktion von Pollen und Krankheit gibt es mehr Fragen als Antworten
Vor einem Christkindlmarktbesuch empfehlen Experten sich über die eigenen Allergene noch einmal schlau zu machen
Deutsche Forscher verweisen darauf, dass Nahrungsmittel-Intoleranzen häufiger auftreten als -Allergien
Milbenallergiker leiden in den Wintermonaten ganz besonders - Ein neuer Patientenratgeber klärt auf
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.