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Das mit Abstand wichtigste Rennen findet in Ohio statt.
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Vom Wochenende bis Dienstag, dem Super Tuesday, brachte es Mitt Romney auf sechs große Kundgebungen in Ohio. Sein schärfster Gegner Rick Santorum trat fünfmal auf. In keinem der zehn Bundesstaaten, in denen die Republikaner nun ihre Vorwahlen abhalten, gab es eine solche massive Präsenz der Bewerber um die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatur. Der Showdown, so stellt es sich unmissverständlich dar, findet am Super Tuesday in Ohio statt.
Der Bundesstaat im Mittelwesten ist ein symbolischer Wahlkampfschauplatz. Er ist nicht nur jetzt von zentraler Bedeutung für die Republikaner, sondern auch ein sogenannter Battleground State bei jeder US-Präsidentschaftswahl. Wer Ohio in der Tasche hat, der gewinnt üblicherweise auch die Präsidentschaft.
Wählergruppe Arbeiter
Romney, der mit Siegen in Michigan und Washington seine Spitzenreiterrolle zuletzt wieder etwas gefestigt hat, aber noch immer schlecht im Sattel sitzt, muss hier gewinnen, um den Favoritenstatus nicht gleich wieder zu verlieren. Er muss zeigen, dass er auch Staaten gewinnen kann, die bei der Wahl im November zählen. Er muss die in Ohio wichtige Wählergruppe der Arbeiter ansprechen - und er muss vor allem auch Verluste kompensieren, die ihm in den Südstaaten drohen.
Santorum muss in Ohio seinerseits beweisen, dass er mehr ist als ein Kandidat der religiösen Rechten und der rabiaten Tea-Party-Bewegung. Er muss seine Gegner Lügen strafen, die immer wieder erklären, er könne gegen Präsident Barack Obama nicht gewinnen, weil er keine Wähler außerhalb dieses engen Spektrums gewinnen kann. Für ihn geht es wie für Romney um die Arbeiter, aber auch um die Mittelklasse-Wähler in den Vorstädten von Cincinnati, Columbus und Cleveland.
In den jüngsten Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Bewerbern ab. Santorums Vorsprung schmolz auf zuletzt zwei Punkte zusammen, eine NBC/Marist-Studie prognostizierte für ihn 34 Prozent Zustimmung und für den früheren Investmentbanker Romney 32 Prozent. Aber auch wenn der erzkonservative Ex-Senator diesen hauchdünnen Vorsprung ins Ziel retten sollte, könnte der Sieg bitter schmecken, denn seine Kampagne hat es verabsäumt, Delegierte für alle Distrikte in Ohio zu nominieren. So könnte er auf 18 von insgesamt 66 in Ohio zu vergebenden Delegierten gar keinen Zugriff haben.
Santorum im Bible Belt vorne
In den anderen neun Super-Tuesday-Staaten scheinen die Rennen weniger eng zu sein. Santorum liegt im "Bibelgürtel" komfortabel voran. Er dürfte Oklahoma holen und auch Tennessee. Romney winkt ein Sieg in Massachusetts, wo er seinerzeit Gouverneur war, außerdem in Vermont, Idaho und Virginia. Dort stehen nur er und Ron Paul zur Wahl, weil Santorum und Newt Gingrich ihre Kandidatur nicht rechtzeitig angemeldet haben.
Der Kongressabgeordnete Paul rechnet sich Chancen in Alaska aus, dort gibt es einen großen Anteil an Libertären, und er war der Einzige, der zu Auftritten in den hohen Norden reiste. Auch in North Dakota dürfte es gut für ihn laufen. Gingrich dagegen setzt alles auf Georgia. Es ist jener Bundesstaat, den er über Jahrzehnte im Kongress vertreten hat - und nach Delegierten gerechnet (76) der größte im Spiel. Wenn der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses weiter ein glaubhafter Bewerber sein will, braucht er unbedingt einen beeindruckenden Sieg in dem Staat. Sonst ist das Rennen für ihn de facto vorbei.
Ganz generell hat Gallup zuletzt erhoben, dass die wichtigsten Wahlkampfthemen für eingetragene Wähler in den USA die Wirtschaftslage, Jobs, das Budgetdefizit und die Gesundheitsreform sind (in dieser Reihenfolge).
Die Demoskopen haben auch festgestellt, dass die republikanischen Wähler aufgrund der Debatten bei den Vorwahlen derzeit enthusiastischer auf den Präsidentschaftswahlkampf blicken als die Demokraten. Dennoch würde Obama wie 2008 - Stichwort Battleground State - in Ohio auch heute deutlich gegen jeden der möglichen Kandidaten gewinnen. (Christoph Prantner aus Cincinnati, DER STANDARD, Printausgabe, 6.3.2012)
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in denen die Bevölkerung selbst ihre Kandidaten unter mehreren Alternativen auswählen dürfen anstatt sie als Kompromisskandidaten durch die Entscheidung von ein paar weniger in verstaubten Parteihinterzimmern vorgesetzt zu bekommen.
Man stelle sich nur vor wie attraktiv die SPÖ 2000 gewesen wäre, wenn die Parteimitglieder selbst bestimmen hätten können ob Einem oder Schlögl die Partei anführt.
Herausgekommen ist der laue Kompromisskandidat Gusenbauer. Oder Molterer oder Faymann oder Spindelegger oder wie sie alle heißen.
Alles relativ,
immerhin bekommen die Repuplikaner jetzt kostenlose Werbung vor dem EIGENTLICHEN Wahlkampf.
ad Demokratie: sollte es so sein das JEDER über die Kandidaten abstimmen kann, dann hätten Sie recht damit.
Alles ANDERE sollte wohl nur als INTERNA in den jeweiligen Parteien abgehandelt werden.
Jedem steht es frei den Parteien beizutreten - darüberhinaus gibt es offene Vorwahlen bei denen die Wählerschaft -nicht- auf die Parteimitglieder beschränkt ist.
Außerdem ist es völlig klar, dass die Bedeutung der Vorwahlen weitaus größer ist und für die gesamte Welt interessanter als sie das mit dem Wort "Parteiinterna" abtun wollen. Es geht hier um potentielle Anwärter auf das mächtigste Amt der Welt. Diese Vorwahlen mögen auf dem Papier Parteiinterna sein, de facto aber sind sie wichtiger als die österreichische Nationalratswahl oder die Wahl von Van Rumpoie oder Rumpoeu - was auch immer der macht...
Ok, die USA sind bedeutend - womit alles was dort zur Weichenstellung der Macht geschieht ebenfalls bedeutend ist.
Demokratische sind diese Vorwahlen jedoch nicht - aus einem einfachen Grund:
Bei Wahlen ist es ein absolutes No Go bereits VOR dem Abschluss der letzten Wahlmöglichkeit Teilergebnisse zu "veröffentlichen".
GENAU das passiert aber dadurch, dass die Wahlen nicht an EINEM Tag in allen Staaten gleichzeitig abgehalten werden UND die Presse sich auch noch in der Berichterstattung darüber überschlägt.
Das geschieht über viele Wochen hinweg - in einem Ausmaß, dass schon Paradox anmutet - nichts anderes als neuzeitliche Propaganda.
in dem es demokratischer zugeht.
In dem nicht nur Richter gewählt werden, sondern auch noch Präsidentschaftskandidaten.
Und wir vergleichen hier mit real existierenden Staaten, nicht mit einem fiktiven Ponyhof. Dass dazu immer eine Differenz in der Realität bestehen wird, heißt nicht, dass Verbesserungen nicht notwendig sind, aber ist klar.
Die Schweiz?!
Was hilfts auch wenn Richter "gewählt" werden, wenns nebenbei solche Auswüche wie das Gefangenenlager in Guantánamo gibt.
Auswüchse die keinerlei demokratischer Kontrolle unterliegen.
Um so perverser ist es, wenn man jetzt Tag für Tag vom Radiowecker duch laut "gröhlende" Vorwahlenanhängern geweckt wird.
Die USA sind die größte, und leider auch mächtigste, Scheindemokratie der Welt.
Die Frage ist wohl eher, welche ANDEREN Demokratien sich ungeniert sowas ähnliches wie Guantánamo leisten.
Die USA müssen sich daher eher am unteren Spektrum mit Russland matchen da sind die (noch) deutlich voran - aber WEIT entfernt vom 2. Platz.
Alles nur Blendwerk - Brot und Spiele - wie eben auch das Vorwahlspektakel.
Sie sind ein Meister des Ignorierens - daher muss ich Sie nochmal fragen: haben WIR denn so was wie Guantánamo? Finden SIE sowas wie Guantánamo etwa NICHT als offensichtlichen und noch dazu EXTREMEN Beweis für undemokratisches Verhalten?
Ich bin auch sonst davon überzeugt, dass Österreich demokratischer ist als die USA. Da werden zB Zwischenergebnisse von Wahlen NIE vorzeitig veröffentlicht.
Da wird auch NICHT, so extrem wie in den USA, von den Mächtigen über Machtlosen drübergefahren - Stichwörter soziales System, Waffenlobby, Atomlobyy usw.
Daher zurück zum Start:
In den USA ist ALLES nur Blendwerk - Brot und Spiele - wie eben auch das Vorwahlspektakel.
Das Mehrheitswahlrecht an Sich würde auch ICH für sinnvoll betrachten, weils zu klaren Entscheidungen abseits aller Koalitionskompromissen führt.
Demokratischer ist das aber nicht - schon gar nicht formell, weil das Verhältniswahlrecht den Interessensmix der Gesellschaft besser repräsentiert.
Und demokratiepolitisch wirkts in den USA nichtmal:
Schon vergessen, was unter Bush für Wahlmanipulationen stattgefunden haben?
Zu Guantánamo fällt Ihnen trotz MEHRFACHER Aufforderung immer noch nix ein.
Zu den wahren Mächtigen in den Staaten fällt ihnen auch nix ein (Wirtschaftslobbys).
Wundert mich daher auch nicht, dass Sie auf grölende Parteigänger in einem FORMAL unbedeutenden parteiinternen Vorwahlkampf stehen.
die freunde & verfechter der amerikanischen demokratie ignorieren den tötungsfreischein verdächtiger us-bürger:
http://www.aclu.org/blog/nati... ial-review
so würde man das schreiben
säße man in der övp-parteizentrale
etwas unverfänglicher interpretiert, ließe dies vermuten,
dass jede partei ihren eigenen präsidenten wählt,
sprich die usa 2 präsidenten hat.
nach wie vor wird aber in den usa nur 1 präsident gewählt.
roter baron
nicht nur wenn der bruder gouverneur ist, sondern immer, von wahlmännern ...
deswegen kann man auch mit weniger stimmen als der zweite kandidat (lol@auswahl) präsident werden.
wobei man den usa zugute halten muss, den demokratie-anschein schon sehr stark verbessert zu haben ...
lincoln zB wurde us-präsident (und gerade deswegen kriegsgrund), obwohl er in 10 dixi-staaten erst gar nicht zur "präsidentenwahl" angetreten war ...
mfg
Also ernannt wird er nicht. Er wird von Wahlmännern gewählt - es ist eine indirekte Wahl. Die österreichische Bundesregierung wird ernannt, da hat das Parlament etwa kein direktes Mitspracherecht. Der deutsche Bundespräsident wird etwa auch nicht ernannt, er wird von der Bundesversammlung gewählt. Die deutsche Bundeskanzlerin vom Bundestag. Da gibt es einen deutlichen Unterschied.
und es ist auch egal, ob einer von den reps oder von den demokraten präsident wird - die politik bleibt dieselbe: 1. sicherung der ölversorgung mit allen mitteln, notfalls mit kriegen. 2. sicherung des kapitalismus mit unbegrenzter zur verfügung stellung von dollars, damit das kartenhaus noch ein bisschen höher werden kann vor dem zusammenbruch.
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