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Die Meidlinger Hauptstraße wird zwar stark frequentiert, dennoch sehen örtliche Kaufleute einigen Erneuerungsbedarf.
Wien - Auf den ersten Blick ist auf der Meidlinger Hauptstraße alles in bester Ordnung. Die Sonne scheint, die ersten Gastgärten haben geöffnet, die Kundenfrequenz in der Einkaufsstraße stimmt, wie Georg Melkus, Obmann des Vereins "Einkauf in Meidling", zufrieden feststellt. Bis zu 21.000 Passanten sind laut einer Zählung der Wiener Wirtschaftskammer an guten Einkaufstagen auf der Straße unterwegs. Damit rangiert sie unter den Topeinkaufsmeilen in Wien, zu verdanken hat sie das vor allem der unmittelbaren Nähe zum Verkehrsknotenpunkt Philadelphiabrücke. Kein einziges Geschäftslokal steht derzeit leer, im Gegenteil, sagt Melkus, immer wieder müsse man entsprechende Anfragen ablehnen.
Der Glamour-Faktor der Meidlinger Hauptstraße ist freilich nicht sehr hoch; wer genauer hinschaut, entdeckt einige Mängel: Bänke, auf denen man nicht mehr sitzen kann, weil sie halb zusammengefallen sind. Plätze, deren Gestaltung vor 20 oder 30 Jahren stadtplanerisch en vogue gewesen sein mag, die heute aber nicht sehr einladend wirken. Straßen- und Gehsteigbelag, der längst einer Überholung bedürfte.
Das Konzept für die Neugestaltung der Meidlinger Hauptstraße liege fix-fertig in einer Schublade im Planungsressort, sagt Melkus. Es gab einen Architektenwettbewerb, 2010 habe der damals zuständige Stadtrat Rudolf Schicker (SP) zugesagt, die Straße generalüberholen zu lassen. Doch dann kam die Wahl, mit Maria Vassilakou (Grüne) eine neue Stadträtin - und seither weiß man in der Meidlinger Hauptstraße nicht so recht, wie es weitergeht.
"Wir sind ziemlich sauer"
"Wir sind ziemlich sauer, dass aus dem Umbau nichts geworden ist", sagt Einkaufsstraßenobmann Melkus, der mit Küchenbedarf handelt. Schließlich fördere ein höherer Wohlfühlfaktor den Willen zum Geldausgeben.
Melkus teilt seinen Unmut mit einigen Obleuten von Wiener Einkaufsstraßen, vor allem jenen, die deutlich weniger frequentiert sind als die Meidlinger Hauptstraße. Das Stadtratsbüro konzentriere sich auf den Umbau der ohnehin wunderbar funktionierenden Mariahilfer Straße zum Shared-Space-Vorzeigeprojekt, lautet der Vorwurf. Die anderen Einkaufsstraßen würden darüber vergessen, oder es bleibe für sie schlicht und einfach kein Geld.
Enges Budget
Stimmt nicht, heißt es im Ressort von Vassilakou: Noch in diesem Jahr starte die Umgestaltung der Ottakringer Straße, und innerhalb der laufenden Legislaturperiode solle auch die Meidlinger Hauptstraße runderneuert werden. Es bleibe beim Finanzierungsschlüssel 90 (Stadt) zu zehn (Bezirk), in Zeiten knapper Finanzen könne man daher nicht sofort mit dem Projekt beginnen.
In der Wiener Wirtschaftskammer wird derzeit an einem Masterplan für die Einkaufsstraßen gearbeitet. Zu offener Kritik an der grünen Stadträtin will sich Präsidentin Brigitte Jank aber nicht hinreißen lassen: "Es ist Aufgabe der politischen Entscheidungsträger, sicherzustellen, dass das breite Angebot an Geschäftsstraßen und -grätzeln erhalten bleibt", sagt sie diplomatisch.
Herr Melkus, dessen Unternehmen seit den 1950er-Jahren auf der Meidlinger Hauptstraße angesiedelt ist, denkt trotz allem nicht daran zu übersiedeln, auch wenn es rundherum nicht so schön sein mag: Die Miete sei hier doch deutlich günstiger als etwa in der Mariahilfer Straße. (Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 6.3.2012)
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Ich hab mir länger überlegt, warum mir die Meidlinger Hauptstraße irgendwie nicht so gut gefällt, obwohl's rein von den Läden her nicht unbedingt schlecht ist, eine Fuzo, und auch der Platz selbst eigentlich auch ganz OK... vielleicht einfach, weil's keine Prachtstraße ist - das Problem wird auch ein bisschen Asphaltumgestaltung nicht lösen. Da stehen ein paar schnöde unbestuckte Häuser in Gemeindebauoptik rum. Ist wohl der größte Unterschied zur Kärntner und Mariahilfer Straße. Und dieses Problem wird man wohl nicht so einfach lösen können.
Der Artikel ist sowieso etwas seltsam - Besucherfrequenz passt, aber trotzdem wird gejammert, dass in die Mahü investiert wird... gleichzeitig aber die günstigen Meidlinger Mieten hervorgehoben werden.
dann werden es sich Nichtmeidlinger 3 Mal überlegen ob sie ihr Geld dort ausgeben, denn für das was 3h Parken dort kostet können sie gleich in die SCS fahren, ohne Parkplatzsorgen (außer Sa., aber den muß man halt meiden), dort is auch die Auswahl viel größer, es gibt weniger Wettbuden und 1 EUR Shops.
ich finde die Mariahilfer Strasse super wie sie derzeit ist. Dort jetzt mehr Steuergeld zu investieren als für die normale Wartung notwendig ist, sehe ich als overkill. Könnte sicher an anderen Stellen besser verwendet werden.
Dann sehen Sie's doch auch als Verbesserung der 13A-Linie, die nicht mehr durch den sinnlosen Stau im MH-Abschnitt durchmuss... wer um die Uhrzeit dort durchfährt, dass kann sich sowieso nur um ein Versehen handeln und wird zukünftig effektiv verhindert...
Wenn das Autofahren erst wirklich richtig teuer wird, und zwar durch den Anstieg der Benzinpreise im nächsten Jahr, dann werden alle ehemaligen Geschäftstraßen wieder zu dem werden, was sie waren:
ein guter Platz für Geschäftleute und KundInnen vor Ort!
großteils stimmt das, aber eben nur großteils:
tivoligasse/meidlinger hauptstraße: ehem. admiral-lokal
meidlinger platzl: ehem. optiker
niederhofstraße/meidlinger platzl: neubau neben ehem. donaulandzentrale
...
ich habe von mir geredet, wenn sie lesen können. ich wohne nicht innerhalb des gürtels. ich komme eher in den 6./7. als in den 12., 21., 22. oder nach erdberg (brrr). ich komme wöchentlich auf die mahi, aber nicht zum einkaufen. und die mahi ist wirklich ein neuralgischer punkt, weil sie viel verkehr anzieht. deswegen wären gegenmaßnahmen spannend und wegweisend. die meidl.hpt.str. ist eh schon ein fuzo, verkehrstechnisch braucht man da nix (viel?) ändern.
Eben: Sie. Aber Frau VAssilakou hat sich als Vizebürgermeisterin nciht nur um Ihre Belange und die Belange ihrer Klientel zu kümmern, sondern um die aller Wiener. Wenn für eine Straße das Konzept bereits fertig ist, stellt sich die Frage, warum das ignoriert wird, während für eine andere Straße schon monatelang auf Teufel komm raus Konzepte geprüft werden.
Frau Vassilakou hat auch noch nie erkennen lassen, dass sie Interesse an der Gestaltung anderer Fußgängerzonen hat. Sie ist aber nciht Bezirksvorsteherin des 6. Bezirkes sondern eben Vizebürgermeisterin.
Auch die Menschen (Anrainer und Gewerbetreibende) in Meidling haben ein Recht darauf, dass man sich mit ihren Bedürfnissen auseinandersetzt.
da schließe ich mich an - als stadtradler seit ca 20 jahren habe ich zwar keine scheu, im verkehr mit zu radeln, aber die mahi ist für radler echt ein horror - zu wenig platz auf der fahrbahn, genervte autofahrer, gestresste fußgänger. ich hoffe, dass die neuplanung da ein paar abhilden schafft.
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