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"Das Jobinterviewknackerbuch"
Cool bleiben - Kompetenz zeigen - K.O.-Kriterien kennen. Was Personaler nie verraten würden"
Von Anne Jacoby, Florian Vollmers,
Februar 2012, Preis: 14,99 Euro
Campus Verlag
Die "geheimen Fallstricke im Bewerbungsgespräch" aufzeigen, das wollen die Wirtschaftsjournalisten Anne Jacoby und Florian Vollmers in ihrem Buch "Das Jobinterviewknackerbuch - Cool bleiben, Kompetenz zeigen, K.O.-Kriterien kennen". Als Basis ihrer Analyse dienen Interviews mit Personalverantwortlichen, psychologische Studien und Karriereumfragen.
Mangel an Kompetenz
"Die Angst sitzt mit am Tisch, auf beiden Seiten", behaupten die Autoren. Schlecht vorbereitete Personalchefs und ihre unreflektierten Methoden führen dazu, dass Bewerbungsverfahren nicht nach den Regeln der Fairness ablaufen. Das gleiche Milieu oder Sympathie seien als Kriterien oft wichtiger als die tatsächliche Kompetenz des Kandidaten. Eine Befragung des Beratungsunternehmens DDI stellt der Branche ein schlechtes Zeugnis aus. Personalentscheidungen werden oft übereilt getroffen. Knapp die Hälfte nahm sich für Job-Interviews weniger als 30 Minuten Zeit. 60 Prozent der Interviewer wussten nicht, welche Fragen von Rechts wegen verboten sind. 48 Prozent der Personaler hatten nur ein informelles Training-on-the-Job durchlaufen und 16 Prozent gar keine Ausbildung, zitieren die Autoren aus der Studie.
Unsicherheiten normal
Die Angst vor dem Scheitern, schreiben sie, sei im gesamten Bewerbungsprozess allgegenwärtig. Abhilfe wollen sie mit Bezug auf eine Umfrage unter deutschen Unternehmen liefern. Der zufolge finden 58 Prozent, dass Unsicherheiten völlig normal sind und daraufhin deuten, dass der Bewerber ernsthaft am Job interessiert sei. Sie halten ein zu selbstsicheres Auftreten sogar für kontraproduktiv, der Kandidat wirke unsympathisch. Allerdings sehen 42 Prozent der Personaler Unsicherheiten unter einem negativen Vorzeichen. Sie halten sie für ein Indiz dafür, dass der Bewerber im Arbeitsleben ähnlich unsicher auftreten könnte.
Der Rat der Autoren: Bewerber sollen ihre Angst nicht bekämpfen, sondern sie akzeptieren und in positive Energie transformieren. Lampenfieber und ein erhöhter Adrenalinausstoß stimulieren "Leistung". Konkret? Bewerber sollten sich an Ritualen festhalten, wie zum Beispiel Spitzensportler: "Essen Sie immer das Gleiche, ziehen Sie immer den gleichen Anzug an oder nehmen Sie immer ein Maskottchen tief unter in Ihrer schicken Tasche mit", heißt es.
Kleidung als häufigster Fauxpas
So banal und oberflächlich es auch klingen mag, die richtige Kleidung zu erwischen, sei eine der "härtesten Knacknüsse" für Bewerber überhaupt, meinen die Autoren, schließlich gebe es in jedem Unternehmen einen anderen Dresscode. Der "Fauxpas", eine unpassende Kleidung zu tragen, ist angeblich der häufigste Fehler, den Personaler bei Gesprächen mit Jobaspiranten finden. Laut einer Umfrage von CareerBuilder unter 2.700 Personalverantwortlichen sind 57 Prozent dieser Meinung. Auf Rang zwei der häufigsten Fehler liegt "desinteressiertes Auftreten" mit 55 Prozent, gefolgt von "negativen Äußerungen über den früheren Arbeitgeber" (52 Prozent) und "arrogantem Benehmen" (51 Prozent). Die Annahme von Telefonaten und das Schreiben von SMS wird auch nicht gerade goutiert (46 Prozent).
Laut einer anderen Umfrage, die das Stellenportal Kalaydo unter 250 Personalchefs durchgeführt hat, gibt es noch einige andere K.O.-Kriterien bei Vorstellungsgesprächen. Unpünktlichkeit/Nichterscheinen führt das Ranking mit 69 Prozent an. Auf Platz zwei rangiert die Unwissenheit über das Unternehmen und die Stelle (62 Prozent) vor "unpassendes/ungepflegtes Äußeres" (61 Prozent) und Unehrlichkeit/Unglaubwürdigkeit mit 60 Prozent. Übertriebene Selbstdarstellung steht auch nicht unbedingt (50 Prozent) hoch im Kurs. Das Resümee der Autoren: "Tun Sie dem Personaler den Gefallen, das Spiel mitzuspielen. Wenn Sie es nicht tun, kratzen Sie sein Ego an und machen nur unnötig viel Arbeit." (red, derStandard.at, 5.3.2012)
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die vermittlung und vorauswahl.
für ersteres benötigt man dazu ein organisationsgeschick und das wissen, das die meisten gespräche nach 16.00h stattfinden - bei 2terem sollte man sich auch mit dem jeweiligen bereich kurz briefen lassen um eine grobauswahl zu treffen.
bei meinen gesprächen war es zu 90% so, das der personaller der möglichen kandidaten als bittsteller diskreditiert und dann, wenn man auf den job nicht angewiesen ist - kann es schon ein wenig arrogant rüberkommen ... wie man in den wald schreit, so hallt es wieder! gilt auch für personaller !
1. HR Leute, die absolut keine Ahnung vom Geschäftsmodell ihres eigenen Unternehmens haben und auch in anderen fachlichen Dingen Nieten sind
2. Unternehmen bei denen solche HR Leute nicht einfach nur die Organisatoren des Bewerbungsprozesses sind, sondern auch noch mitentscheiden können
....
Da entscheidet die Fachabteilung wer für den Job in Frage kommt. Die stellen auch die richtigen Fragen, versteht man was vom Fach, etc. Der Personaler hat in meinem Fall nur auf Psychospielchen gemacht, Stärken, Schwächen, Niederlagen, Erfolge, wie geht man mit Konflikten um - diese Fragen kann man sehr gut vorbereiten, da gibts im Internet genügend. Der Personaler möchte dann genau die Antworten hören, die in div. Büchlein stehen. Und er hat dann den Vertrag aufgesetzt, ansonsten hat ein Personaler nix zu sagen, eine Entscheidung trifft er auch nicht.
ist wohl, dass die personaler das recruiting von anfang an machen - geschätzte 90% der bewerber erreichen die fachabteilung gar nicht erst.
man müsste also korrekterweise den personalern vorwerfen, seit jahrzehnten die geschicke der firmen negativ zu beeinflussen.
Schön, dass mir eine Theater- usw.wissenschafterin den Bewerbungsmarkt erklärt...
So gehts dann auch in den Personalabteilungen weiter, wo am liebsten irgendwelche Publizistik-, Soziologen- oder Psychologenheinis/heinas rumsitzen und aufgrund mangelnder Fachskills halt die ganze Zeit auf Fetzen beim Gegenüber schauen müssen.
Auswahlgespräche bzw. -gesprächsabschnitte, bei denen es darum ginge, konkret auf betriebliche Notwendigkeiten oder Bedarfe zu antworten sind Mangelware, weil von den Experten wohl kaum wer was von Critical Incident Technik gehört hat bzw. bei dem Ritual offenbar die große Unverbindlichkeit regiert.
So machma halt weiter den Tanz mit bzw. Fakt ist halt, dass es nicht so sehr zählt, was man kann sondern wen man kennt.
wenn man wirklich kompetent ist kann man auf den dresscode scheissen.
vorst.gespräch für techn. projektleiter bei einem interna. energie großkonzern mit kurzen hosen, t-shirt und lowcut converse aufgekreuzt, war sommer und hab die direkte vom see genommen, die 4 anderen bewerber fein gekleidet und mich ausgelacht, job bekam trotzdem ich.
Kann aber evtl. auch sein, dass die anderen 4 völlige Flaschen waren, oder? Die arme Firma war also gezwungen den Einäugigen unter den Blinden zu nehmen. Sich "normal" (weder over- noch underdressed) zu kleiden ist eine (einfache) Form des Respekts.
ich dachte schon ich wär der einzige der so eine situation schon genossen hat :-)
ich geh immer leger zu solchen terminen. wenn ich nämlich im derzeitige job mit anzug auftauchen würde, dann wär das verdächtig. so geh ich einfach in der standardadjustierung in der gleitzeit mittagspause vorstellen!
Lustig war mal die Frage, was denn Kunden zu meinem Outfit sagen würden. Antwort: "Ich glaub unseren wichtigsten Kunden stört es ein wenig, dass ich mich nicht durch Kleidung als Metalfan deklariere" :-)
Das 10.00endste Bewerbungsratgeberbücherl.
In dem stehen aber jetzt wirklich drin, wie man die Personalisten "knackt". In den 9.999 vorhergehenden stand das nicht.
Die Autoren empfehlen übrigens "authentisch" zu bleiben und sich nicht zu verstellen.
Nein, wie innovativ, wie neu.
besondere bedürfnisse, für alles mögliche unfähig, ... die einen fahren rollstuhl, die anderen sind berater oder personaler.
ausnahmen bestätigen die regel - klar. aber den output, den man hier im standard/karriere begutachten kann, wird man kaum in höherwertige kategorien einschlichten können.
"Warum wollen Sie den Arbeitgeber wechseln?"
Soll man darauf sagen: "Weil's beim jetzigen Arbeitgeber so lustig ist"? Die Wahrheit ist halt meist negativ! Man kann natürlich irgendwas von "Erweiterung des Horizonts" und "Selbstverwirklichung" daherschwafeln, verfällt dann aber schnell in die Kategorie "Unehrlichkeit/Unglaubwürdigkeit".
Daher also, liebe HR-Freunde, seid's nicht so zimperlich, oder fragt's nicht so viel! ;)
Die Challenge heisst: "Sage was Negatives, ohne negative Worte oder gar das Wort 'Nein' zu verwenden!"
Fragt der HRler z.B: "Können Sie fliegen?" und Sie antworten mit "Nein!", haben Sie schon verloren! Die Korrtekte Antwort kann lauten: "Ich war von klein auf stets damit befasst, es zu erlernen, und habe es bis zu meiner Matura mit 25 Jahren zu einer gewissen Perfektion gebracht, wie Sie meinem Lebenslauf anhand der Aufstellung meiner 5 besuchten Gymnasien entnehmen können!"
mit dem mist habe ich schon lange aufgehört, warum will man wechseln, oder gegangen? weil es so toll war oder wie? ich habe vor meiner letzten stelle einfach die wahrheit gesagt, nicht direkt das der abteilungsleiter der letzte a...sch war und menschlich unter aller s.u - netter umschrieben das ganze - und trotzdem bekam ich die stelle - wahrscheinlich weil normalen menschen diese dumme herumeierei auf die nerven geht, und sie lieber die wahrheit - halt in schönsprech - hören wollen.
Wenn Sie gleich damit anfangen wie bescheiden nicht alles war, dass der Chef keine Ahnung hatte und sonst auch nur Minderbemittelte herumgelaufen sind, dann kann man sich ja ausrechnen, wo das Problem lag.
Ich hatte noch mit keinem meiner Arbeitgeber Probleme. Vielleicht hatte ich auch einfach Glück. Aber bisher gab es noch immer einen besseren Grund für den Jobwechsel als "alles sch...".
das grössere problem ist das ego bzw. der potentielle neue arbeitgeber selbst.
beispiel: ich ging von hp weg, weil 1, die bezahlung zwickte 2, ich was anderes machen wollte 3, die gläserne decke nervte 4, der job einem kein leben liess und 5, meine chefs teppn waren.
wenn dann "ab" 2100 bto (aktuelle ausschreibung für einen kollegen) geboten werden, der chef kanten und ecken hat, die hierarchien "flach" sind und der 0-24 job auf die nächsten 20 jahre gleichbleibend ist... macht sich der personaler bestenfalls selbst lächerlich. und ja, solche jobs gibt es zuhauf...
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