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Eine Arche aus umgebauten Schiffscontainer beherbergt das private Bücher-Archiv von Brewster Kahle.
Das Internet Archive dürfte vielen Usern ein Begriff sein. Seit 1996 arbeitet die Non-Profit-Organisation daran, alle im Internet zugänglichen Inhalte zu sichern. Im vergangenen Sommer hat Gründer Brewster Kahle ein weiteres Projekt gestartet und begonnen Bücher zu lagern um sie für zukünftige Generationen zu erhalten. Mittlerweile konnte der US-Millionär über 500.000 Exemplare auf seine Arche in Richmond holen.
Arche aus Schiffscontainern
In seinem Lager habe er Platz für zehn Millionen, erklärt er gegenüber der New York Times. Wöchentlich kämen 20.000 neue Exemplare hinzu. Die Bücher lagern in zwölf Meter langen umgebauten Schiffscontainern, in denen optimale Bedingungen für die Lagerung von Papier herrschen. Drei Millionen US-Dollar habe er bislang investiert.
Erweiterung auf Filme und Tonträger
Die meisten Bücher beziehe das Archiv von Universitäten und Bibliotheken. Aber auch Privatpersonen spenden viele Ausgaben, wenn der Platz zu knapp wird. Neben Büchern hat der Millionär inzwischen auch auf Filme erweitert. In Zukunft sollen noch Tonträger hinzukommen.
Kritik
Kahle will damit einen privaten Beitrag zur Erhaltung des menschlichen Kulturguts leisten, auch wenn das nicht von allen honoriert wird. So haben einerseits Autoren Bedenken angemeldet, dass ihre Arbeiten gar nicht für die Ewigkeit aufbewahrt werden sollen. Andererseits meinen Betreiber öffentlicher Archive, dass eine weitere Sammlung nicht notwendig sei.
Eine Kopie nicht genug
Doch nur eine Kopie eines Werks in einer Institution sei nicht genug, ist Kahle überzeugt. "Wenn die Bibliothek von Alexandria eine Kopie jedes Buches gemacht und nach Indien oder China geschickt hätte, hätten wir jetzt auch die anderen Werke von Aristoteles oder die anderen Stücke von Euripides." (red)
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allein in der Österreichischen (!) Nationalbibliothek lagern 8,5 Millionen Bücher!
Er hat mittlerweile 500.000 und nur Platz für 10 Millionen...
Da wäre es viel sinnvoller bei bestehenden Sammlungen weitere unterirdische Speicher zu bauen anstatt die Bücher in Schiffscontainern zu lagern...
hab mal ein interview mit einem bibliothekar gelesen und der meinte, dass eines der großten probleme der digitalisierung deren speicherung ist. wenn sich systeme und formate ändern, sind manche kopien unwiderbringlich verloren. außerdem ist es sehr aufwändig, alle digitalisieren bücher immer wieder auf den neuesten stand zu bringen.
das passiert bei einem normalen buch nicht (pergament z.B. hält noch länger) so leicht. hätte ich all meine uni bücher von vor 15-20 jahren damals digitalisiert, könnte ich die meisten nicht mehr verwenden.
hier reden wir von zeiträumen ab 100 jahren aufwärts. das ist dann schon schwieriger!
sorry, aber ich verstehe dieses argument nicht.
für fotos: jpg, png oder tiff
für musik: wav oder mp3 oder was auch immer.
kann mir doch keiner erzählen, dass man in 100 jahren wenn fotos dann nicht jpg sondern xyz format haben, einfach dieses format umkonvertieren kann und es hält wieder die nächsten 100 jahre. wo ist das probelm?
Die Annahme dass eins deiner angegebenen Formate in 100 Jahren noch von irgendeiner Software lesbar sein wird ist durchaus mutig.
Zusätzlich musst du sicherstellen dass auch für lange Zeit jemand da ist der das auch regelmäig umwandelt. Das sind viele Daten ...
Schließlich hast du die Frage nach dem Datenträger nicht beantwortet. Im Moment gibt es keinen Datenträger der garantiert Daten verlässlich auch nur 10 Jahre zu speichern - und selbst dann würde es in 100 Jahren keine Geräte mehr geben die aktuelle Datenträger lesen können.
ich hab wo eine alte syquest rumliegen und die kann ich tatsächlich nicht mehr lesen. das problem ist: warum hab ich die daten nicht rüberkopiert auf eine harddisk? ich muss also wissen, dass eine neue technologie eine alte ersetzt. es war mein fehler die daten nicht von der syquest auf eine harddisk zu kopieren, und das müssen die leute auch lernen, dann ist das digitale doch auch in 100 oder vielleicht sogar 1000 jahren noch verfügbar.
der datenträger ist natürlich eine festplatte. und wenn man die spiegelt auf 1-2 platten, dann sind die daten auch recht sicher. das wissen der welt sollte uns halt was wert sein, wir geben milliarden für kriege aus, aber ein system aus sich gegenseitig spiegelnden terrabyte platten ist uns zu teuer?
however, die bibliothekare die glauben, dass die bücher das sicherste seien mögen sich mal fragen wie lange bücher wirklich halten bzw wie bücher nach einem überschwemmung oder einem feuer aussehen. das tolle an digitalen daten ist ja die tatsache, dass sie ständig kopiert werden können und beim kopieren keine qualitätsverluste haben. ich bleib dabei: digital ist die zukunft!
Bis jetzt haben Datenträger wie Bücher am längsten überlebt und das meiste aus der Vergangenheit ist auch über sie übermittelt worden. Die digitale Technik hat für die Archivierung über Generation bis heute keine wirkliche Lösung. Aber manche Institutionen nehmen die Sache aber schon recht ernst: http://www.onb.ac.at/about/lan... ierung.htm
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