Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Griechenlands Finanzminister Venizelos macht Druck auf die Gläubiger, dem Anleihentausch zuzustimmen. Die größten Banken sind bereits an Bord. Ökonomen warnen vor einer Schieflage im Euro-Zahlungssystem.
***
Athen/Frankfurt/Wien - Griechenland ringt an verschiedenen Fronten um mehrere Milliarden Euro. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat am Montag abermals die Bevölkerung aufgerufen, ihr ins Ausland verbrachte Geld zurückzuholen. Seit dem Ausbruch der Krise im Jahr 2009 sind rund 70 Mrd. Euro von den Banken abgezogen worden.
16 Milliarden davon seien ins Ausland überwiesen worden. Darüber hinaus werde ein erheblicher Teil gebunkert. Dieses Geld müsse wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangen, betonte Venizelos im griechischen Fernsehen.
Bis Donnerstag hat die Regierung in Athen Zeit, um genügend Zustimmung zu dem "freiwilligen" Schuldenschnitt durch private Gläubiger wie Banken und Versicherungen zu erhalten. Insgesamt sollen auf diesem Weg 107 Milliarden Euro an Schulden erlassen werden. Die griechische Regierung will ihr Angebot an private Investoren für einen freiwilligen Schuldenschnitt nicht nachbessern, sagte Venizelos am Montag. "Unser Ziel ist nahezu volle Partizipation", sagte er in einem Reuters-Interview, ein zweites Angebot werde es nicht geben. Die Regierung sei bereit, Verluste mithilfe von Umschuldungsklauseln (Collective Action Clauses) durchzusetzen. Private Inhaber griechischer Staatsanleihen sollen einen Verlust von 73 bis 74 Prozent realisieren, um die Athener Finanzen zu entlasten.
Die zwölf Banken, Versicherer und Investmentgesellschaften, die Mitglieder des Steuerungsausschuss des internationalen Bankenverbands IIF sind, nehmen fix an der Umschuldung teil. Das bestätigte der Verband in einer Aussendung. In dem Ausschuss sitzen Großbanken wie BNP Paribas und Deutsche Bank, die National Bank of Greece, oder der Versicherer Allianz. Analysten schätzen, der IIF repräsentiere knapp die Hälfte der gesamten Gläubiger Griechenlands.
Risiko im Eurosystem
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird bei ihrer Zinssitzung am Donnerstag ebenfalls über das Risiko in Griechenland debattieren. Jens Weidmann, Chef der deutschen Bundesbank und Mitglied des Gouverneursrats der EZB, hat vergangene Woche in einem Brief an den obersten Notenbanker Mario Draghi vor den Risiken der milliardenschweren Ungleichgewichte im Zahlungssystem "Target2" gewarnt.
Im Euro-Zahlungssystem entstehen immer dann Überschüsse und Defizite, wenn eine nationale Zentralbank, etwa in Griechenland, dem eigenen Bankensektor überdurchschnittlich viel Liquidität bereitstellt. Dafür wird eine Verbindlichkeit in Griechenland verbucht, der Forderungen bei den Notenbanken in den übrigen Eurostaaten gegenüber stehen.
Jean Pisani-Ferry, Leiter der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, führt die Schieflage auf das Misstrauen der europäischen Banken untereinander zurück. Wegen der Schuldenkrise müssen sich die Banken in Spanien, Portugal oder Griechenland stärker über die Zentralbanken refinanzieren, weil sie weniger Geld auf dem Interbanken-Markt bekommen, auf dem sich die Geldinstitute gegenseitig Kredite geben. "Die Target2-Salden spiegeln das Gegenparteienrisiko wider," sagt Pisani-Ferry.
In Griechenland beläuft sich das Target2-Defizit aktuell auf mehr als 107 Milliarden Euro. Die Deutsche Bundesbank hat einen Überschuss über 547 Milliarden Euro angesammelt. Vor der Krise waren die Target2-Salden nahezu ausgeglichen.
Weidmann fordert in dem Brief an Draghi, dass die Defizitländer bei Target2-Sicherheiten nachreichen müssen. Dann würde die Bundesbank im Fall des Euro-Austritts eines Landes nicht auf den Forderungen sitzen bleiben. Ökonomen warnen vor den Folgen dieser Maßnahme. "Jede Vorbereitung auf den Fall eines Austritts aus dem Euro wäre gefährlich", warnt Marco Annunziata, Chefökonom von General Electric, anlässlich der Sitzung des EZB-Schattenrats. Das würde die Investoren verunsichern. (sulu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.3.2012)
Die Lage der Kinder in Griechenland wird wegen der schweren Finanzkrise immer schlimmer
Große Institute werden Stresstest unterzogen - Rekapitalisierung soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein
Spekulative Fonds setzen auf griechische Banken. Sie ziehen bei der Rekapitalisierung mit und erhalten dafür gehebelte Wertpapiere
Die Gewerkschaft hatte angekündigt, gegen geplante Entlassungen, Personalmangel und Lohnkürzungen zu streiken
Seit Jahren taumelt Griechenland am Abgrund, als erstes Euroland erhielt der Krisenstaat ein Rettungspaket - ein Rückblick
Öffentlicher Verkehr, Behörden und Krankenhäuser betroffen - Demonstrationen in mehreren Städten
Zwar gibt es immer mehr Hoffnungszeichen, dass Griechenland langsam aus der Krise kommt, doch die wahre Bewährungsprobe steht noch aus
Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen schnellt auf 64 Prozent hoch. Anreize, Junge anzustellen, bleiben erfolglos
Nach Beschluss umfangreicher Kürzungen im öffentlichen Dienst
Die Sanierung der Staatsfinanzen ist teuer erkauft, die Wirtschaft schrumpft das sechste Jahr in Folge
Sparpaket ist Voraussetzung für weitere Finanzhilfe - Proteste vor Parlament
Mit dem Verkauf des Wettunternehmens Opap hat Athen nach Chefprivatisierer Stelios Stavridis seinen bisher größten Kassenerfolg gehabt
Athener Wirtschaftsvertreter warnt vor Firmen-Massensterben
keine chance, ausser die eu/iwf oder die deutschen verhandeln im namen der griechen, wie befürchtet.
oder die schweizer helfen und lieferns freiwillig ab?
die gr sind rechtlich, zeitlich und geistig nicht fähig, so ein vorhaben durchzuführen. es gibt finanzämter ohne email .... aktenberge wie müllhalden.
GR kann das rechtlich-technisch nicht (internat. Rechtshilfe, Steuerabgeltungs-Verhandlungsverfahren mit schweizer profis, die eigentlich auch nicht so richtig wollen ....)
no way. selbst wenn, sind in der zeit die gelder im nächsten land (2 tage überweisung).
Warum wird eigentlich immer noch nicht die Rolle von Goldman Sachs genauer unter die Lupe genommen? Erst gestern wieder stand auf Bloomberg zu lesen, wie der "Vampire Squid" die Griechen von vorne bis hinten betrogen hat... Aber Hauptsache der Oberbetrüger von damals ist heute der CEO!
http://www.bloomberg.com/news/2012... avels.html
Die dürfen das!!!, wo kommen wir den hin wenn an dieser Firma gerüttelt wird, schließlich gibt es auch andere Herren im Dunstkreis, oder in dieser Firma (Draghi, Monti...)
Woran das wohl liegen mag ;-)), wahrscheinlich sind diese Personen jene welche sich um unser aller Wohl sorgen und daher diese verantwortungsvollen Posten besetzen.
Albatros99
1. das kapital ist schneller weg als die griechen ernst machen können, wenn sie wollten
2. die gelder sind im ausland, nicht die reichen griechen. die jetten hin und her und halten die rechtliche stellung im heimatland ...
3. die reichen haben immer noch die macht, z.h. wenn geschnüffelt wird, geht er auf s finanzamt, legt 10.000 euro hin und sein name verschwindet von der liste.
4. die schweizer banken helfen den millionären und nicht dem griech. staat, der handlungsunfähig ist
alles wie bisher.
Ganz abgesehen davon, daß dieser Aufruf nur in nicht griechischen Medien verteilt wird, gibt's dieses Geld doch eh nicht.
Kaum ein Unternehmen bekommt Kredit. Folge: Um Rechnungen zu bezahlen wird Geld abgehoben.
Löhne werden zusammen gestrichen, Arbeitslosenunterstützung gibts nicht mehr, die Familie bezahlt.
Das Geld ist nicht unter Matratzen, es wurde ausgegeben.
Liebe Griechen und sonstige Europäer,
gebt dem Staat sein bedrucktes Papier, welches er fälschlicherweise "Geld" nennt, bitte zurück. Ihr könnt dies tun, indem Ihr zur Bank geht und Euer Geld in Gold und Silber eintauscht. Da es sich beim staatlichen Geldsystem stets um ein ungedecktes Schuldgeld handelt, ist dessen Ende nur eine Frage der Zeit, wie die Geschichte ausnahmslos beweist. Die Edelmetalle haben diese Währungskrisen stets tadellos überstanden und einen schönen Wertzuwachs erzielt.
Also, seids freigiebig und habts Mitleid mit den Papierkönigen, damit sie vor der unausweichlichen Geldentwertung noch einmal so tun können, als wäre ihr Papier nicht wertlos.
an sich stimmt's, doch können edelmetalle allein die nachfrage nach geld nicht decken. außerdem sind es slebst objekte der spekulation und begierde.
das geldsystem gehört viel besser gemanagt und das unsägliche fehlen der zinsen, die aber rückgezahlt werden wollen, ist der systemimanente zusammenbruch schon vorprogrammiert. in diese richtung gehört sich grundlegend anderes gedacht. etwas nachhaltiges.
Das intelligenteste, was ein Grieche zur Zeit tun kann, ist sein ganzes Geld aus griechischen Banken abziehen und entweder ins Ausland schaffen (wenn versteuert) oder physisch als Bargeld halten.
Aber irgendwie sieht man an der ganzen Sache schon, wie planlos und doof Politiker sind.
Jeder konnte sich ausmalen, dass wenn das erste mal auch nur an EURO-Austritt Griechenlands gedacht wird, eine Kettenreaktion ausgeloest wird: Investoren ziehen Geld aus Banken ab, die geraten in Krise, die Wirtschaft leidet noch mehr, internationale Geldgeber Griechenlands haben noch mehr Abschreibebedarf, Maerkte fangen gegen Portugal zu wetten an etcetc.
2 moegliche Loesungen: Kollaps und Euroaustritt oder unbegrenztes Gelddrucken der EZB.
1. Matrazenlager?
2. Schulden bei der Bank getilgt und damit Geldmenge verringert?
3. Steuern gezahlt, damit der Staat zumindest teilweise Schulden zahlen kann? (Ebenfalls Geldmengenreduktion)
Sonst Vorschläge?
Führen zusammen mit den o.a. Auslandsüberweisungen zu einer massiven Reduktion des Geldumlaufes in Griechenland. und in weiterer Folge zu Rezession
Vorschläge für Gegenmittel?
Mit den Griechen wurden in letzter Zeit viele negative Eigenschaften in Verbindung gebracht. Nur blöd sind sie sicherlich nicht. Deshalb werden sie ihr Geld auch so schnell nicht in die Heimat rücküberweisen. Zum einem ist vieles davon Schmier- oder Schwarzgeld. Zum anderen ist Griechenland auch nach einem Schuldenschnitt längst noch nicht gerettet. Ohne Primärüberschuss wird Griechenland der Pleite nicht entrinnen.
dann ist es sicher die schlechteste From, dies in elektronischer Form auf einem Konto zu tun.
Da ist das Papiergeld die Alternative, denn im Falle einer Bankenpleite mit Deflationsschock, wird das Papiergeld temporär an "Wert" gewinnen, während elektronisches Geld eventuell eine Zeit lang nicht verfügbar sein wird.
Bei fast Null % Zinsen sind die Opportunitätskosten ebenfalls bei fast Null.
als ganzseitige inserate in tageszeitungen und (hoch)glanzmagazinen
als dauerwerbung im tv
auf plakaten
wichtig ist doch nur, daß es den bnaken/versicherungen/hedgefonds gut geht...und wenn man dazu den griechen auch das letzte ersparte aus den taschen ziehen muß...
wo erhält der am hungertuch nagende grieche jetzt seinen anteil an den 130 milliarden??? denn erst, wenn die das haben, wenrden sie zögerlich das eigene ersparte in die wirtschaft pumpen...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.