Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 645x429Anreise: Es gibt von Österreich aus keine Direktflüge nach Lille. Die nächsten internationalen Airports sind Brüssel und Paris, zu beiden gibt es mehrmals täglich Direktflüge von Wien u. a. mit www.aua.com und www.brussels airlines.com (Brüssel), sowie www.flyniki.com oder www.airfrance.com (Paris). Perfekte Bahnverbindung mit dem Superschnellzug von und zu diesen Städten, sowie zu zahlreichen weiteren Zielen. Damit lässt sich Lille als perfekter Stop-over einbauen: Lille-Brüssel (35 Min.), Lille-Paris (1 Std.), Lille-London (1 Std. 20 Min.)
Hoteltipp: www.lucienbarriere.com.
Weitere Infos: www.franceguide.com, www.lilletourism.com, www.nordfrankreich-tourismus.com
vergrößern 645x510Die Eröffnung der Louvre-Dependance Lens ist für Dezember 2012 geplant. Rund 230 wichtige Werke, darunter Delacroix' Revolutionsbild, werden in der Dauerausstellung "Galerie du temps" zu sehen sein. Dazu halbjährige Wechselausstellungen: Den Beginn macht eine Renaissance-Schau, die Sommerausstellung 2013 ist "Rubens' Europa" gewidmet. www.louvrelens.fr; Themenausflüge in die Terrils, ehemalige Kohlebecken organisiert chaine.des.terrils.free.fr, Hotel Europe ist Teil des Kulturzentrums Gare Saint Sauveur (www.mairie-lille.fr/fr/Culture/gare-saint-sauveur) in einem Depot in Rathausnähe. Dienstags, freitags und samstags kann maximal eine Stunde gratis reserviert werden, unter www.lille3000.com.
vergrößern 500x374lille3000: Alle drei Jahre schmeißt die Kulturinitiative lille3000 eine Riesenparty mit 700 Veranstaltungen - Paraden, Events, Kunstausstellungen inklusive. Von 6. 10. bis 13. 1. 2013 ist es wieder so weit: Unter dem Motto "Fantastic-2012" soll Lille ein "übernatürliches Ambiente" erfahren: www.lille3000.com
Das LaM zeigt dann die Ausstellung "La Ville magique" zur von vielfältigen Ängsten geprägten Kunst der Zwischenkriegszeit; Das Schwimmbad-Museum in Roubaix zeigt zu diesem Anlass eine Ausstellung über Chagall: www.roubaix-lapiscine.com; Der Palais des Beaux-Arts in Lille thematisiert Fabeln in der flämischen Landschaft: Bosch, Breughel etc.: www.pba-lille.fr
Eine Frankreich-Karte aus Plüschtierleichenteilen hat die Künstlerin Anette Messager für das LaMMuseum komponiert: Babyblaue Bärentatzen reiben darin auf. Senfgelbe Teddytorsi und hellrosa Häschennacken erzählen von Placebos und zerstückeltem Gefühl. Ergibt in Summe eine verhalten kuschelige Collage der Grande Nation - und einen pelzigen Publikumsmagneten eines wenig bekannten Kunstmuseums. Wo es sich genau befindet, kann man da nur ungefähr ersehen: Zwischen Leopardenöhrchen und Geckorücken vielleicht. Vor allem aber ganz im Norden, dort, wo auch herkömmliche Frankreich-Karten den flandrischen Landeinwärtsknick vom Atlantik zum französisch-belgischen Kohlerevier machen und wo sich die, mal in sattem Weidegrün, dann in verhaltenem Grau gepinselte Re- gion Nord-Pas-de-Calais erstreckt. Kein touristischer Frankreich-Renner, aber ein Landstrich mit Tiefgang - schon gar auf den zweiten Blick. Wer in Villeneuve-d'Ascq, einem eher mäßig inspirierenden Städtchen im Osten des Großraums Lille, vom Autobahnzubringer rollt, tut das denn auch keinesfalls spontan, sondern weil Kunstgenuss lockt: Picknick mit Picasso bietet das hier gelegene LaM-Museum, wozu ein hochkarätiger Skulpturenpark und bereitgestellte Brunch-Körbchen einladen. Weitere sinnliche Häppchen finden sich im jüngst erweiterten Gebäudekomplex selbst, der Werke aus gleich drei Kunstrichtungen bereithält: Modigliani und Miró, Fernand Léger, Georges Braque, Picasso und Paul Klee punkten da als Vertreter der klassischen Moderne - neben zeitgenössischen Arbeiten à la Messager sowie der weltweit vielleicht bestkuratierten Sammlung in Sachen Art brut. All das klingt auch ohne Brunch-Körbchen delikat. Aber das LaM ist mehr als bloß ein zu Unrecht übersehenes museales Highlight Frankreichs, das sich 1983 und durch die Laune regionaler Textilbarone in die nordfranzösischen Kohle-Pampas verirrt hatte. Eher taugt es als signifikanter Indikator zur Geschichte einer historisch dichten Region am Schnittpunkt von London, Brüssel und Paris, die ihre Identität aus zunächst merkantiler, später aus industrieller Vergangenheit bezieht. Fast möchte man sagen: Das Département Nord ist eine jener Gegenden, die alle Zutaten zu einem guten Krimi in dicken Schichten auf dem uralten Buckel trägt.
Da wären die Tuchhändler und Meisterweber der alten Tage, als Lille Welthauptstadt der Weberei, und die alte flandrische Börse von 1653 ihr führender Umschlagplatz war. Die berühmten Pariser Couturiers, die hier dicke Schwarten historischer Stoffmuster durchwühlten, ein aus Copyright-Gründen angelegtes 200.000 Exemplare umfassendes Paralleluniversum wollener Texturen - auch sie mögen Teil dieses Krimi-Plots sein. Und natürlich die vielen sagenhaft reichen Industriellen der Region, darunter so schillernde Figuren wie die Masurels, Hauptmäzene des LaM im Dunstkreis der Kubisten.
Vielleicht noch ein Prise Charles de Gaulle, der die berühmten Vanillewaffeln seiner Heimatstadt Lille bei Staatsempfängen bis in den Pariser Palais de l'Élysée nachschicken ließ? Voilà! Ergibt in Summe eine Geschichte, die mal aus feinem Tuch gewoben, dann mit kohleschwarzer Farbe weitergeschrieben wurde, die zwischendurch arg unter die Räder kam - und heute Kunst als Kickstart für die Zukunft ins Auge fasst.
Denn die museale Offensive des LaM stellt längst nur eine Facette neben anderen dar: Ende des Jahres wird die mit Spannung erwartete Eröffnung der Lens den Großraum Lille in die lichter stellen - ein 127 Millionen teurer Bau der japanischen Pritzkerpreisträger SANAA Architects, der im Zeichen der Dezentralisierung des französischen Kulturerbes in der Region Nord-Pas-de-Calais auf überaus fruchtbaren Boden fällt.
Den Louvre kopieren will dabei freilich keiner: Vielmehr sollen die fünf auf einem ehemaligem Zechengelände entstehenden Gebäude auf 17.000 Quadratmeter Gesamtfläche viel aus Glas komponierte Leichtigkeit verströmen - nicht zuletzt um die Kunstwerke in natürlichem Licht betrachten zu können.
An Kontinuität, sich als Kulturregion zu positionieren, mangelt es Frankreichs äußerstem Norden dabei kaum. Da war der Hype um Lille 2004, als die Stadt europäische Kulturhauptstadt war, was in diesem Fall einer bis heute wirksamen Initialzündung gleichkam.
Daran erinnern die im Dreijahresrhythmus verfolgten Megafestivitäten der Kulturinitiative lille3000 sowie noch ein weiteres Museum zeitgenössischer Kunst, nämlich das in der ehemaligen Bahnhofspost untergebrachte Tripostal. Daran erinnern auch diverse von Lilles roter Langzeitbürgermeisterin Martine Aubry mitgetragene kulturelle Aktivitäten, die museale Kulturkonzepte weniger als bürgerliches Schauregal mit angeschlossenem Museumsshop erfassen, sondern als gesellschaftlichen Kitt einer von hoher Arbeitslosigkeit und dem Niedergang des industriellen Erbes gebeutelten Region. Da wären etwa die zwölf Maisons Folie, die "Häuser für Verrücktheiten", die ganz bewusst in Gegenden mit eher schütterem kulturellem Substrat eröffnet wurden: Eine verwaiste Brauerei oder eine stillgelegte Textilspinnerei aus dem 19. Jahrhundert wurden dazu ausgewählt und beherbergen nun etwa einen Hamam, Räume für Events und Ausstellungen - alles mit dem erklärten Ziel, die Bevölkerung einzubinden, was im Falle eines weiteren Projekts, nämlich des von Künstlern gestalteten Hotel Europe auch Freiraum für Verliebte inkludiert - die Gratisschlüssel dazu gibt es via Internet.
Versäumen sollte man den Besuch eines Estaminet, des regionalen Gegenentwurfs zum Pariser Bistro, keineswegs, ebenso wenig wie den Stopover im Bergbaumuseum Lewarde, und im näher bei Lille gelegenen Roubaix. Hier mag das Finale unseres fiktiven Nord-Krimis spielen: Schweigende Textilspinnereien als ziegelrote Idealkulisse. Die schwarzen Flecken der aufgelassenen Terrils, wie die Kohlezechen hier heißen, nur wenige Fahrminuten weit entfernt. Und gleich ums Eck: ein mit Freimaurersymbolen geschmücktes Art-déco-Schwimmbad aus dem Jahr 1927, das einst für tuberkulöse Arbeiter errichtet wurde - bevor es in Dornröschenschlaf versank. Roubaix' "La Piscine" fungiert heute gleichfalls als Kunstmuseum. (Robert Haidinger/DER STANDARD/Printausgabe/3.3.2012)
Martin Prinz hat eine Villa an der Côte d'Azur bezogen. Dort schaute er zwischen Himmel und Meer, suchte einen Horizont und fand die perfekte Illusion
Bei einer Wanderung zu den Kalvarienbergen erzählt die Bretagne die Geschichte einer Passion, hart wie Granit
In Paris gibt es zahlreiche Starbucks-Filialen. Die geplante Eröffnung eines weiteren Lokals im Stadtviertel Montmartre sorgt nun für wütende Proteste
Als Kulturhauptstadt 2013 will Marseille die Bürgerbeteiligung an kreativen Prozessen nachhaltig verankern
Die französische Region Cognac genießt Obsorge von ganz oben. Das edle Destillat ist nämlich wieder sehr gefragt
Seit 20 Jahren gibt es Disneyland Paris. Mickey wird öfter besucht als der Louvre, und bald kriegt er sein gallisches Dorf
In einem verschlafenen französischen Bergdorf wurden wieder Wölfe gesichtet - Touristen freut das, die Hirten weniger
Die Normandie ist ein Erinnerungs- und ein Sehnsuchtsort, reich an Bildgeschichten und Zeitgeschichte
Die Zeit, in der die Besatzungen der Yachten den Luxus ihrer Schiffe genießen, ist der Herbst. Die Eigner sind abgereist, die Crew hält die Stellung
Ende September tragen die antiken Rennyachten der Régate Royale ihren letzten Bewerb an der Côte d'Azur aus. Saisonausklang mit Gelassenheit
Die ersten elf ausgezeichneten Hotels sind in Paris, Bordeaux, Evian und Courchevel
Stadt, Land, Fluss - ein Streifzug durch das Land, Schlösser, Kirchen und Sehenswürdigkeiten
In der Ardèche paddeln Naturburschen durch wilde Canyons – und Kräuterhexen mixen Biokosmetik aus Eselsmilch
Mit dem Hausboot auf den Kanälen und dem Fahrrad in Richtung Küste zur Karibik der Bretagne - den Glénan-Inseln
Im Burgund wird eine Burg mit den technischen Mitteln und Materialien des 13. Jahrhunderts gebaut
Die Sakralbauten und Schlösser mögen ja schlichter sein als im Rest Frankreichs - Bei Tisch enthaltsam zu bleiben ...
Hund und Esel muss man nicht erst mitbringen zu einem Urlaub in den französischen Cevennen. Rast und Einkehr für Mittelgebirgsfexe
Nicht weit von den höchsten Dünen Europas befinden sich berühmte Austernbänke. Für Ostréiculteur Claude beginnt bald wieder seine Lieblingssaison
Vom Niemandsland mitten in Paris bis in die mittelalterliche Dordogne - Eine Bilderreise durch Frankreich
Lichterketten und Tannenbäume an jeder Straßenecke - Die Stadt im französischen Elsass darf sich zu Recht als Weihnachtshauptstadt bezeichnen
Die elsässische Hauptstadt hat Tomi Ungerer, dem Grafiker, Illustrator und Sohn einer Uhrmacherfamilie ein eigenes Museum gewidmet
Dieser Tage macht die Tour de France Station in der Region Franche-Comté. Klaus Taschwer hat die Gegend und ihre Architekturdenkmäler beradelt
Skigebiet Megeve in Freiluftmuseum verwandelt - Neun Original-Skulpturen des Künstlers ausgestellt
D'Artagnan kennt jedes Kind. Doch nur wenige wissen, dass er aus der Gascogne stammt. Daher wird im Dörfchen Lupiac jetzt groß gefeiert
ist wirklich toll und eine reise wert! was man ehrlicherweise nicht von allen städten in nordfrankreich sagen kann (roubaix, lens, etc.)
das flache land (jacques brels "plat pays") hingegen ist auch wunderschön. und touristisch nicht überlaufen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.