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London - Nach massiver Kritik wegen eines umstrittenen Praktikantenprogramms für junge Arbeitslose will der britische Einzelhandelsriese Tesco binnen zwei Jahren 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Tesco wolle den Kundendienst ausbauen, neue Filialen eröffnen und alte Geschäfte renovieren, kündigte der Konzern am Montag an. Dabei habe Tesco vor allem junge Arbeitslose im Blick und wolle 10.000 neue Lehrstellen schaffen.
Das Unternehmen war in den vergangenen Wochen massiv in die Kritik geraten, weil es sich an einem Regierungsprogramm beteiligt hatte, bei dem arbeitslose Jugendliche ein kostenloses, bis zu acht Wochen langes Praktikum absolvieren mussten, um weiter Arbeitslosengeld zu bekommen. Kritiker warfen dem Unternehmen Zwangsarbeit vor, woraufhin Tesco aus dem Programm umstieg. Tesco ist mit mehr als 290.000 Angestellten der größte private Arbeitgeber in Großbritannien. (APA)
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Aber die Firmen zu kritisieren geht am Kern des Problems vorbei. Das Ungeheuerliche ist, daß eine staatliche Organisation Arbeitslose in offenkundiger Mißachtung der Menschenrechtskonvention überhaupt erst zur Annahme unbezahlter Arbeit zwingt, indem sie ihnen mit dem Entzug der Existenzgrundlage droht. Die Erzverbrecher sind nicht die Krisengewinnler in den Chefetagen von Tesco oder Waterstones, sondern die Mitglieder der Regierung Cameron, die sich mit Feuereifer ihrem hauptsächlichen Ziel, der Errichtung eines plutokratischen Neofeudalismus, widmet. Siehe auch die Pläne, Polizeiaufgaben an private Sicherheitsdienste auszulagern - inklusive Abtretung des Gewaltmonopols!
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