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Für Alessandro Brandini hätte der Tag kaum erfolgreicher verlaufen können. Beim ersten Gerichtstermin zum Schiffsunglück schaffte der Pianist der Costa Concordia locker den Sprung in die Medienszene. Der 43-jährige, seit 16 Jahren Sänger und Pianist auf Costa-Schiffen, nutzte in Grosseto den Heimvorteil: Interviews gewährte er dutzendfach, verteilte seine Handynummer, schilderte immer aufs Neue, wie er das sinkende Schiff nach Mitternacht als einer der Letzten verlassen hatte.
Wegen der Kamerateams aus der ganzen Welt hatte das Gericht die Beweissicherung ins Stadttheater von Grosseto verlegt. Doch von den 4230 Vorgeladenen fanden sich kaum zwei Dutzend ein. Rund 150 Anwälte bastelten stundenlang an 50 Fragen zum Unfallhergang, die vier Sachverständige bis Juni beantworten sollen. Der unter Hausarrest stehende Kapitän Francesco Schettino erschien erwartungsgemäß nicht zur Beweisaufnahme. "Seine Sicherheit wäre hier nicht gewährleistet", so Verteidiger Marco De Luca. Von den neun Personen auf der Staatsanwalt-Ermittlungsliste fand nur Salvatore Ursini (26) den Weg nach Grosseto. Er habe sich zur ?Zeit des Unglücks "in untergeordneter Rolle" auf der Kommandobrücke aufgehalten, sagte er.
Nach mehrstündigem Tauziehen hinter verschlossenen Türen ließ Untersuchungsrichterin Valeria die Angehörigen der Opfer, Passagiere und Besatzung, die Region Toskana, die Gemeinde Giglio und die Provinz Grosseto als Geschädigte zu. Nicht die Umweltschutz-Initiative SOS Giglio und die Konsumentenschutzorganisation Codacons, was diese mit Empörung quittierten.
Mit einem Prozess ist in dem Verfahren erst 2013 zu rechnen, bis zum rechtskräftigen Urteil könnten fünf Jahre vergehen. Ob die Reederei Costa Crociere bis dahin überlebt, bleibt angesichts angekündigter Schadenersatzforderungen von rund 227 Millionen Euro abzuwarten. (Gerhard Mumelter aus Grosseto, DER STANDARD; Printausgabe, 5.3.2012)
Regierung klagt über Wasserverschmutzung
Darunter auch Reederei Costa Crociere - Italien darf 26 Millionen Euro an Forderungen stellen
200 Personen wollen als Zivilkläger am Verfahren teilnehmen
Ein Jahr nach Untergang der Costa Concordia enthüllt ein Bericht, wie einige Opfer ums Leben kamen
Verfahren gegen oberösterreichischen Vizepräsident der Costa Crociere eingestellt
Schweigeminute am Jahrestag des Unglücks - Kapitän Schettino gibt seiner Crew die Schuld am Unglück
Gedenkmesse für Todesopfer an Bord aller Schiffe der Costa Crociere
Betreiber schlägt stattdessen dezentrale Feiern vor - Empörung bei französischer Opfer-Initiative
Italienischer Umweltminister schreibt an Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere
Schiff soll im Frühjahr weggeschafft werden
Verteidiger: "Er musste wegen einer Reihe von Umständen aussteigen"
Unglückskapitän Schettino erneut vor Gericht - Bergungsarbeiten verzögern sich
Im Stadttheater von Grosseto hat der Prozess um die Havarie des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia begonnen. Bei der ersten, einwöchigen Beweisaufnahme ist nur die Hälfte der zehn Angeklagten dabei
Verfahren ab Montag - 270-seitiges Gutachten stellt der Crew kein gutes Zeugnis aus
52-Jähriger verlangt von Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere seine Wiedereinstellung und Nachzahlung entgangener Gehälter
Umweltschützer zeigen sich wegen "wachsender Gefahren für die Gewässer" besorgt
Klage gegen Mutterkonzern US-Carnival
Noch immer sind nicht alle Leichen geborgen, die Safes des Schiffs liegen noch auf dem Meeresgrund
Vor einem halben Jahr kenterte das Kreuzfahrtsschiff und 30 Menschen starben - Kapitän und Manager stehen am Pranger
Beschluss der Justizbehörden in Grosseto
Havariertes Schiff wird im Dezember aufgerichtet
Probleme mit der Blackbox verhinderten genaue Aufzeichnung des Unfallhergangs
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