Das tödlichste Ding der Welt

3. März 2012, 12:15
  • Rauchen wirkt gegen Hustenreiz! 20.679 Ärzte können sich bezüglich der 
Zuträglichkeit der Zigarette nicht irren. (Werbung von 1931)
    foto: http: //tobacco.stanford.edu

    Rauchen wirkt gegen Hustenreiz! 20.679 Ärzte können sich bezüglich der Zuträglichkeit der Zigarette nicht irren. (Werbung von 1931)

  • "Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu 
manchen." Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim, meint ihr Kritiker
 Robert Proctor.
    foto: linda a. cicero / stanford news service

    "Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu manchen." Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim, meint ihr Kritiker Robert Proctor.

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    foto: university of california press

Rabenschwarz und ellenlang: US-Historiker Robert Proctor bringt das Sündenregister der Tabakindustrie auf den jüngsten Stand

Mehr als zehn Jahre lang hat Robert Proctor an dem Ziegel mit dem provokanten Titel gearbeitet: Am Dienstag dieser Woche erschien das Buch "Golden Holocaust: Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition" in den Vereinigten Staaten (Der Untertitel auf Deutsch etwa: "Die Ursprünge der Zigarettenkatastrophe und ein Plädoyer für die Abschaffung"). Robert Proctor, renommierter Wissenschaftshistoriker an der Stanford University in Kalifornien, erstellt darin ein Sündenregister der Tabakindustrie. Und dieses ist lang und umfangreich (752 Seiten).

Während des Lesens schwankt man zwischen Wut angesichts der kriminellen Energie der Tabakmanager und Fassungslosigkeit darüber, wie sich zahllose Politiker, Behörden, Universitäten, Mediziner, Juristen, Historiker, Journalisten und Hollywoodgrößen über Jahrzehnte hinweg kaufen oder einlullen ließen - oder beides.

Ein deutschsprachiger Leser stolpert zunächst einmal über den Titel: "Golden Holocaust"? Der anerkannte Wissenschafter Proctor ist sich der Problematik des Titels sehr wohl bewusst, wie er im Gespräch mit dem STANDARD klarstellt. Schließlich hat er sich mit seinen Büchern zur " Rassenhygiene" und zur Krebsforschung im Nationalsozialismus einen Namen gemacht. "Ich weiß, dass der Genozid an den europäischen Juden nicht mit den Opfern des Rauchens zu vergleichen ist. Mit dem Begriff Holocaust verwende ich eine starke Rhetorik, die auch auf Provokation setzt", bekennt Proctor.

Ist das nötig? Mittlerweile bemüht sich selbst die Tabakindustrie kaum einmal mehr, die krebserregende Wirkung ihres Produkts zu leugnen. Rauchfreie Zonen allerorten, deutliche Warnungen auf den Packungen, hohe Strafzahlungen für die Konzerne. Dass deren Bosse keine Anwärter für den Friedensnobelpreis sind - geschenkt. "Old news", Hund beißt Mann. Ja, aber genau das ist das Problem, sagt Proctor. Die eigentliche Katastrophe steht uns noch bevor. Im 20. Jahrhundert starben etwa 100 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums (jeder zweite Raucher).

Hunderte Millionen Tote

Derzeit geht die Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich bereits von etwa sechs Millionen Toten aus, Tendenz steigend. Allein in China, dem großen Wachstumsmarkt der Tabakindustrie mit noch stark unterentwickelter Regulierung, werden im Laufe des 21. Jahrhunderts vermutlich hunderte Millionen Menschen vorzeitig sterben, weltweit bis zu einer Milliarde.

"Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu machen", sagt Proctor. In seinem Buch verwendet er gerne das Bild des verspiegelten Glases, hinter dem sich die Zigarettendreher verstecken. Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim.

Infolge eines gerichtlichen Vergleichs mit 46 US-Bundesstaaten im Jahr 1998 wurde die US-Tabakindustrie nicht nur zu immensen Schadenersatzforderungen in dreistelliger Milliardenhöhe verurteilt, sondern auch dazu, ihre Unterlagen aus den zurückliegenden Prozessen offenzulegen.

So entstand die Legacy Tobacco Documents Library, die derzeit 13 Millionen Dokumente enthält. Die Strategie der Tabakkonzerne war es, das Archiv mit dieser schieren Flut an Papier unbenutzbar zu machen, sagt Proctor. Aber sie hatten die Rechnung ohne Internet und Volltextsuche (http://legacy.library.ucsf.edu) gemacht. Insgesamt mehr als 70 Millionen Seiten über Produktion, Werbung und Forschung der Tabakindustrie liefern zahlreiche Nuggets für "Golden Holocaust". Aber der Reihe nach.

Als sich in den USA Anfang der Fünfzigerjahre ein wissenschaftlicher Konsens herausbildete, dass Rauchen Lungenkrebs hervorruft, waren Philip Morris und andere Konzerne alarmiert. In offiziellen Stellungnahmen betonten sie immer wieder, dass sie "nie ein Produkt herstellen und vertreiben werden, von dem gezeigt wird, dass es Ursache für Krankheiten ist". Gleichzeitig initiierten sie, so Proctor, eine der "ehrgeizigsten und erfolgreichsten Betrugskampagnen der Moderne".

Um sich als verantwortliche Industrie zu stilisieren, gründeten sie das Council for Tobacco Research und investierten hunderte Millionen Dollars, um die Gefahren des Rauchens zu untersuchen - vermeintlich. Denn kein Beleg war ihnen gut genug. Diese Alibiforschung diente einzig und allein dem Zweck, Zeit zu schinden, um dergestalt weiter möglichst viele Zigaretten verkaufen zu können. "Zweifel ist unser Produkt" heißt es beispielsweise in einem internen Memo von Brown & Williamson aus dem Jahre 1969. Bis in die Neunzigerjahre war für die Tabakindustrie die Frage der Gesundheitsgefährdung durch Rauchen offen, nicht bewiesen, umstritten.

Nachdem sich die Tabakindustrie Heerscharen von Medizinern und Chemikern, ja halbe Universitäten mit ihren Millionen dienstbar gemacht hatten, waren als nächstes die Historiker dran, die Hand aufzuhalten. Von den Achtzigerjahren an wurde die Tabakindustrie mit enormen Schadensersatzforderungen überzogen. Bei den Prozessen war die entscheidende Frage, ob und ab wann bekannt gewesen sei, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Die Verteidigung verfolgte eine gleichermaßen dreiste wie schizophren anmutende Doppelstrategie.

Nebel werfen, Zweifel säen

Einerseits: Otto Normalraucher müsse klar gewesen sein, welches Risiko er einging. Er dürfe sich jetzt nicht beschweren, dass er an Lungenkrebs sterbe. Andererseits: Der Industrie sei kein Vorwurf zu machen, sie habe ja forschen lassen, aber eben keinen stichhaltigen Beweis liefern können. Und überhaupt: Geschichte sei einmal kompliziert und könne nicht vom Standpunkt der Gegenwart aus beurteilt werden.

Gutachten von Historikern sollten dies belegen. Nur seien diese von Auslassungen und Verzerrungen gekennzeichnet, so Proctor. Denn wieder galt es: Nebel werfen und Zweifel säen. Proctor scheut sich nicht, seine Kollegen an den Pranger zu stellen: Er listet 48 Historiker auf, die meist anonym als Experten für die Tabakindustrie arbeiteten und dafür Honorare in Millionenhöhe erhielten.

Nur 500.000 Dollar erhielt Sylvester Stallone dafür, dass er in fünf "Rocky"-Filmen Zigaretten von Brown & Williamson paffte. Die lange Liste der Schauspieler und Studios, die qua Product-Placement Werbung für Zigaretten machten, liest sich fast wie ein Who's who der Kinogeschichte - und das bis zum heutigen Tag, siehe Sigourney Weaver in "Avatar". Die qualmenden Kinohelden sollen die "starters" animieren, wie die Marketingstrategen von Big Tobacco sagen, die Jugendlichen.

Sechs Billionen Zigaretten werden Jahr für Jahr hergestellt und geraucht (als Zahl ausgeschrieben: 6.000.000.000.000). Proctor kann anhand der bis dato geheimen Unterlagen mit einer enormen Fülle erschreckender Details zeigen, wie die Tabakindustrie von jeher bis ins Kleinste an dem ein Gramm schweren Stängel herumfeilt: von Geruch und Brennbarkeit des Tabaks über die Farbe des Papiers - am besten Elfenbeinweiß - bis hin zur Konsistenz der Asche.

Arsen, Blei und Asbest waren in früheren Jahren drin, Pflanzenschutzmittel und weitere Karzinogene sind es bis heute. Und natürlich Polonium 210 - ja, Radioaktivität wird auch inhaliert. Der Nikotingehalt wird bewusst hoch gehalten, damit die Nutzer abhängig werden. Filterzigaretten und "Light"-Marken machen Zigaretten keineswegs gesünder, für Proctor ein weiteres Täuschungsmanöver der Tabakindustrie.

Klar: in "Golden Holocaust" spricht ein Mann mit einer Mission, aber er tut es ohne Schaum vor dem Mund. Die Polemik ist wohldosiert, der Moralingehalt gut verträglich. Das Buch liest sich blendend, glänzt mit Aperçus und mit Witz.

Seriöse historische Forschung und ein politisches Anliegen müssen einander nicht ausschließen. Robert Proctor unterbreitet am Ende Vorschläge zur Reduktion des Tabakkonsums. Und er ist, der Leser wundert sich ein wenig, tatsächlich optimistisch, dass die Menschen langfristig das Rauchen aufgeben werden. Und damit sie das tödlichste Ding, das sie je erfunden haben, nicht mehr zwischen die Lippen stecken werden: die Zigarette. (Oliver Hochadel/DER STANDARD, Printausgabe, 3./4. 3. 2012)


Robert N. Proctor: "Golden Holocaust. The Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition". 40 USD / 752 S. University of California Press, Berkeley 2012

Link: Online-Ausstellung der Stanford School of Medicine über Werbeplakate der Tabakindustrie

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Posting 1226 bis 1275 von 1451

Jeder soll tun und lassen wie er will, Raucher weiterrauchen, die Bladen weiteressen...
Es muss jeder selbst draufkommen - ohne Druck von aussen.

Gilt für mich nur so lange, wie kein anderer zu SChaden kommt, was bei Rauchern eben nicht der Fall ist. Wenn sich einer zu Tode frißt, soll er, da muss ich nicht mitfressen, bei Säufern genauso wenig, doch Mitrauchen muss ich sogar, wenn ich aus der Haustür trete....

Stimme dem ja zu ...

aber dann bitte nicht in der Gesellschaft von Nichtrauchern rauchen .... wenn sich jemand neben mir zu tode frisst dann tut mir das leid ich werde aber nicht fett ...

wenn jemand neben mir raucht bekom ich den gleichen scheiss den die raucher ein bzw. ausatmen auch ab.

Deshalb gibt es Piktogramme an den Eingangstüren zu Lokalen.
Deuten muß man sie schon selber.

Was so mancher Raucher nicht schafft. Siehe U-Bahn-Stationen oder so manche Bahnhöfe.

Dort ist es auch lächerlich.
Es wird im Raucherforum aber vorwiegend gejammert, daß es keine Lokale für NR gibt.

Antisemitismus

Ich finde den Begriff "Holocaust" untragbar in diesem Zusammenhang! Die größte Barbarei der Geschichte mit dem Konsum von Zigaretten zu vergleichen ist, in meinen Augen, Verharmlosung. Provokation hin oder her!
Außerdem ist die Kritik an der Tabakindustrie eine Falsche! Es ist doch logisch, dass jeder Industriezweig sein Produkt nicht schlecht macht, wieso also dieses verschwörungsartige Mutmaßen àla "Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu machen" ? Vllt will er uns ja damit sagen, dass die Juden dahinter stecken.

MNR sind nun mal sehr gefährliche antidemokraten. Diese Leute sind eigentlich sehr militant gegen alles was sie nicht gefällt. Alkohol und Fett sind als nächster an der Reihe.

Ihr letzter Satz wird für so manchen ein AHA Erlebnis darstellen

Vielleicht auch der Strache? Wer weiß...

nö, der ist Kettenraucher!

jammerjammerjammer

und schnarch.

Literatur gewordenes Godwin's Law.

Das muss echt nicht sein.

Ich rauche zwar seit 12 Jahren nicht mehr, aber gibts eigentlich die Peter-stoß-mich-sanft (aka Peter Stuyvesant) noch?

Peter Stuyvesant

Jawollo, lieber Dschi Dschei Wischer, die gibt es noch. Sie können also jederzeit wieder einsteigen, falls es sie lüsten sollte.

Polonium wird aber nicht zugesetzt ;-)

Im Ernst: bereits in den 1930er Jahren wurde das gehäufte Auftreten von Lungenkrebs bei Männern auf das im Schützengraben zur Gewohnheit gewordene Rauchen von Zigaretten zurückgeführt, und 1943 erschienen in Deutschland und in den USA "klassische" Aufsätze zum Zusammenhang - siehe Literaturzitate in:

http://www.who.int/bulletin/... /6/494.pdf

Die Anti-Rauch-Kampagne des NS-Regimes wurde mit dem Krieg zurückgefahren, und in der Zeit danach liegt die Verantwortung für einen laschen Umgang mit dem Laster wohl auch bei jener staatlichen Monopolkorruption, die auf die Steuern aus dem Tabakkonsum nie verzichten wollte, und daher den Schutz vor Tabakrauch jahrzehntelang vernachlässigte.

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

ja ja...

der Hitler hat es ja immer schon gewusst: Das ist nur Amerikanisches Dreckszuges, nichts für die Germanenrasse. Hat die Tschik in die Donau gehaut und war militanter Nichtraucher.

Und wie recht er hatte: Diese Zigarette, eine jüdisch amerikanische Erfindung, ist der viel schlimmere Holocaust. Na klar.

Mann die sollen doch froh sein wenn es Raucher gibt sonst müsste das Rentenantrittsalter auf 80 gesetzt werden weil die Pensis nicht mehr bezahlt werden können. Scheinheilig ist das Ganze!

ufairtobacco.org solls heissen

ich denke eher an die sozialen Probleme und irren Umweltverschmutzungen, die die Tabakindustrie produzieren

Milliarden Zigaretten werden täglich auf der Welt geraucht und das schadet unserem Planeten unermesslich. Siehe unfairtobacco.com

Ich hab mir grad die Fukushima Doku angesehen, da relativiert sich das Tschickstummelproblem sofort.

Ein (sehr starker) Ex-Raucher.

Warum wundert mich das jetzt nicht?

Ich glaube 10 Jahre Pension

für gesunde Menschen sind leichter seitbar wie 3 Jahre Krebstherapie samt sündteuren Medikamenten.

Das heisst, selbst nach der (hoffentlich sarkastischen) Betrachtung nach wirtschaftlichen Kriterien ist Rauchen strikt abzulehnen.

Ein (sehr starker) Ex-Raucher.

Lesen hilft davor Blödsinn zu reden

Die unterste Grenze für die Kosten, die durch Raucher verursacht werden, liegt in Deutschland bei 33,55 Milliarden Euro (http://goo.gl/bYiVo). Die Einnahmen durch die Steuern liegen bei 14,3 Mrd. Euro.

wer genau sind jetzt diese ominösen 'die'?

Nur kostet es den Staat weit mehr als es einbringt und das ist schon sehr lange der Fall. Schon mal daran gedacht?

's ist zum aus der Haut fahren! Immer wieder werden die selben schw`chsinnigen "Argumente" aufgetischt und ihr faschiertes MilitAnti ges0cks glaubt das auch noch wirklich!

Dabei brauchts eigentlich wir nur ein absolutes Minimum an "gesundem Menschenverstand" um sofort zu sehen, daß das einfach nicht stimmen kann, WENN der Rest eurer Argumentation stimmt, nämlich:
"Wer raucht-wird krank-stirbt früher"
1.) Stimmt's einfach nicht, weil jeder zumindest einen in der Familie hat, der schlotend steinalt wurde/ist &
weil es fast mehr (!) Lungenkrebserkrankungen bei Nicht- & Ex-Rauchern gibt als bei aktiven Rauchern. Also KANN ja wohl irgendwas an der Behauptung nicht stimmen!
2.) Die Nicht- & Ex-Raucher werden dann ja nicht steinalt und springen athletisch in den Sarg. Die häufigsten, langwirigsten und damit für die Allgemeinheit teuersten Krankheiten sind ALTERSBEDINGT (mit und ohne Rauch)

Himmelhergottsakra!

I pack dein Kommentar ned.

haha du Troll! zeterst hier herum.
Dein "gesunder Menschenverstand" ist offenbar so ungesund wie deine Lunge.
Wissenschaftliche Studien über Jahrzehnte hinweg sind glaubwürdiger als der "gesunde Menschenverstand" eines Forums-Cholerikers.

Klar dass einer zum Rauchen aufhört wenn er schon so kaum mehr Luft kriegt (Vorstufe zum Krebs). In deiner Phantasiestatistik ist das dann ein Nichtraucher, logisch.

Was ist denn das für ein Geschwurbel?

95% der Lungenkrebskandidaten sind Raucher oder Exraucher... Sehr viele sind Exraucher, weil man doch zum aufhören neigt, wenn man mal Blut gehustet hat. Da kann wirklich etwas nicht stimmen, aber nur mit ihren grauen Zellen

langsam zum behirnen:

D.A.S S.T.I.M.M.T G.A.N.Z E.I.N.F.A.C.H N.I.C.H.T!

Und JEDER, wirklich JEDER mit dem ich je gesprochen habe kann fassungslos von einem Freund/Bekannten/Familienmitglied erzählen, der an Lungenkrebs gestorben ist "obwohl er doch nie geraucht hat" (da wird dann gern das Märchen vom Passivrauch ins Spiel gebracht)

Auf der anderen Seite kenne ich NIEMANDEN der davon erzählen könnte oder würde, dass es all die Kettenraucher in seinem Bekanntenkreis schon durch Lungenkrebs hinweggerafft hätte (da wird dann die infernale Drohung ins Spiel gebracht: "Aber die wird's schon noch erwischen!")

SchAwAchsinn! Ich rauche auch seit 45 Jahren Kette und bin absolut gesund. Achso, ja, genau, "Mich wirds scho noch erwischen....."

"das Märchen vom Passivrauch "

geh bitte, lass es einfach sein und troll dich nachhaus in dein körberl...

Man kann zum Rauchen stehen wie man will

Ich persönlich bin vom Gelegenheitsraucher zum Nichtraucher geworden, aus mehreren Gründen. Ich finde diese militanten Nichtraucher, die am Liebsten das Rauchverbot in den eigenen vier Wänden einführen würden, auch widerlich.
Aber den kausalen Zusammenhang von Rauchen und Lungenkrebs abzustreiten, ja sogar zu behaupten, dass das Risiko für Nicht- und Exraucher höher ist, weil man diese Erfahrungen im eigenen Bekanntenkreis (nicht) gemacht hat, macht mich fassungslos. Ich würde ihnen gerne ein paar Beschimpfungen an den Kopf werfen und ihre Intelligenz anzweifeln, aber das bringt ja doch nichts.

was für ein topfen

intressante argumentationsweise. glauben sie lieber den leuten die tagtäglich mit der behandlung kranker zu tun haben, an deren zustand der tabakrauch nachweislich, ursächlich (!) beteiligt ist als "Freunden/Bekannten/Familienmitgliedern". Diese leute liefern übrigens wissenschaftliche publikationen - bei interesse jederzeit nachlesbar - wenn sie es besser wissen können sie diese gerne falsifizieren.

Hier geht's auch bei weitem nicht nur um Krebs.

http://de.wikipedia.org/wiki/COPD

ganz zu schweigen von der latte an erkrankungen, deren entstehung durch's rauchen begünstigt wird.

für mich

ist die zigarette die rache des indianers am weißen mann. wenn man sich die postings ansieht, muss man feststellen, dass es noch zu wenige erwischt hat!

Lernens Geschichte!

Ist Ihnen eigentlich bewusst, wen Sie hier so begeistert zitieren?

http://www.spiegel.de/spiegel/p... 54000.html

Der *tragische* Mix ergibt sich aus:

"Freiheit der Entscheidung zum Rauchen"
**VS**
"Einem der grössten Marketing-Märkte der Menschheitsgeschichte"

"Dem menschlichen Drang sich durch Substanzen zu berauschen bzw. in den stoffwechsel des Gehirns und damit in das eigene Be/Empfinden einzugreifen"
**VS**
"Langzeitfolgen und damit anfallenden direkte und indirekte Kosten einer Nikotin-Abhängigkeit inklusive des dramatischen und anhaltenden Einflusses, den Nikotin auf den Stoffwechsel zu nehmen scheint"

"Eine etablierte Kultur des Rauchens in bestimmten, zum Teil Meinungsbildenden Kreisen"
**VS**
"Erkenntnisse über gesellschaftliche Kosten und das Bemühen diese Kosten zu reduzieren mit Hilfe von Überzeugungarbeit/Aufklärung"

UND

"Es gibt Menschen, die es einfach maßvoll genießen können"
**VS**
"Es gibt Menschen, die einfach Nikotin-Süchtig/Abhängig sind"

Sollte heissen: "Nikotin-Süchtig/Abhängig **werden**"

der typ

hat ja keine ahnung. man schaue sich das an:
http://www.youtube.com/watch?v=YX4Hva5ZAXw

Und in Österreich schaffen wir es nicht einmal, ein Nichtraucher Schutzgesetz zu beschließen...

An die 14.000 Tote pro Jahr in Österreich.
Mehr als Tote an Folgen des Alkohols (ca. 8000).

Man darf eigentlich gar nicht darüber nachdenken....

Aber Hauptsache alle schreien nach Lebenslänglich und Todesstrafe für die Sniper von Wien (die mit "Luftpistolen" etwas Blödsinn angestellt haben).

Stimmt!

14.000 Tote/Jahr in Österreich die geraucht haben - sch*-egal das 13.900 davon deutlich über 80 Jahre alt waren
**VS**
All die Toten die in jungen Jahren durch diesen SCH***-Alkohol ums Leben oder zumindest den Verstand kommen.

Ich persönlich HASSE Leute die trinken, leiste aber jeden heiligen Eid, dass ich niemals eine Bewegung unterstützen würde die ein staatliches Eingreifen in dieses Laster fördert/fordert.

Aber hallo!

Ganz abgesehen vom Inhalt ihres Postings, I.packs.net: Tote, die duch Alkoholkonsum nicht nur den Verstand, sondern auch noch ihr Leben verlieren halte ich für den gelungensten Pleonasmus seit Langem!

Chapeau!

Und ich bestell jetzt eine Runde, heiz mir eine an und denke daran, dass in konservativen Zeiten schon seit jeher und mit allen möglichen und unmöglichen Gründen die RaucherInnen attakiert wurden. Immer zur Freude jener Heerschar von ruhelosen VernünftlerInnen, die ohne fixer Ursache des Bösen in der Welt sofort unter seelichen Juckreiz leiden. Seltsam, aber eine der wenigen historischen Konstanten.

Man darf am Arbeitsplatz nicht mehr rauchen, in öffentlichen Gebäuden schon längst nicht mehr, nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Flugzeugen ebenfalls nicht.
Lokale sind mittels Piktogrammen gekennzeichnet.
Und was wollen Sie jetzt noch?

Interessanter Titel

Besonders gefällt mir, dass das Buch

"Golden Holocaust: Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition in den Vereinigten Staaten"

heiszt! Ob die Amis das verstehen?

Posting 1226 bis 1275 von 1451

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