Das tödlichste Ding der Welt

3. März 2012, 12:15
  • Rauchen wirkt gegen Hustenreiz! 20.679 Ärzte können sich bezüglich der 
Zuträglichkeit der Zigarette nicht irren. (Werbung von 1931)
    foto: http: //tobacco.stanford.edu

    Rauchen wirkt gegen Hustenreiz! 20.679 Ärzte können sich bezüglich der Zuträglichkeit der Zigarette nicht irren. (Werbung von 1931)

  • "Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu 
manchen." Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim, meint ihr Kritiker
 Robert Proctor.
    foto: linda a. cicero / stanford news service

    "Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu manchen." Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim, meint ihr Kritiker Robert Proctor.

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    foto: university of california press

Rabenschwarz und ellenlang: US-Historiker Robert Proctor bringt das Sündenregister der Tabakindustrie auf den jüngsten Stand

Mehr als zehn Jahre lang hat Robert Proctor an dem Ziegel mit dem provokanten Titel gearbeitet: Am Dienstag dieser Woche erschien das Buch "Golden Holocaust: Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition" in den Vereinigten Staaten (Der Untertitel auf Deutsch etwa: "Die Ursprünge der Zigarettenkatastrophe und ein Plädoyer für die Abschaffung"). Robert Proctor, renommierter Wissenschaftshistoriker an der Stanford University in Kalifornien, erstellt darin ein Sündenregister der Tabakindustrie. Und dieses ist lang und umfangreich (752 Seiten).

Während des Lesens schwankt man zwischen Wut angesichts der kriminellen Energie der Tabakmanager und Fassungslosigkeit darüber, wie sich zahllose Politiker, Behörden, Universitäten, Mediziner, Juristen, Historiker, Journalisten und Hollywoodgrößen über Jahrzehnte hinweg kaufen oder einlullen ließen - oder beides.

Ein deutschsprachiger Leser stolpert zunächst einmal über den Titel: "Golden Holocaust"? Der anerkannte Wissenschafter Proctor ist sich der Problematik des Titels sehr wohl bewusst, wie er im Gespräch mit dem STANDARD klarstellt. Schließlich hat er sich mit seinen Büchern zur " Rassenhygiene" und zur Krebsforschung im Nationalsozialismus einen Namen gemacht. "Ich weiß, dass der Genozid an den europäischen Juden nicht mit den Opfern des Rauchens zu vergleichen ist. Mit dem Begriff Holocaust verwende ich eine starke Rhetorik, die auch auf Provokation setzt", bekennt Proctor.

Ist das nötig? Mittlerweile bemüht sich selbst die Tabakindustrie kaum einmal mehr, die krebserregende Wirkung ihres Produkts zu leugnen. Rauchfreie Zonen allerorten, deutliche Warnungen auf den Packungen, hohe Strafzahlungen für die Konzerne. Dass deren Bosse keine Anwärter für den Friedensnobelpreis sind - geschenkt. "Old news", Hund beißt Mann. Ja, aber genau das ist das Problem, sagt Proctor. Die eigentliche Katastrophe steht uns noch bevor. Im 20. Jahrhundert starben etwa 100 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums (jeder zweite Raucher).

Hunderte Millionen Tote

Derzeit geht die Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich bereits von etwa sechs Millionen Toten aus, Tendenz steigend. Allein in China, dem großen Wachstumsmarkt der Tabakindustrie mit noch stark unterentwickelter Regulierung, werden im Laufe des 21. Jahrhunderts vermutlich hunderte Millionen Menschen vorzeitig sterben, weltweit bis zu einer Milliarde.

"Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu machen", sagt Proctor. In seinem Buch verwendet er gerne das Bild des verspiegelten Glases, hinter dem sich die Zigarettendreher verstecken. Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim.

Infolge eines gerichtlichen Vergleichs mit 46 US-Bundesstaaten im Jahr 1998 wurde die US-Tabakindustrie nicht nur zu immensen Schadenersatzforderungen in dreistelliger Milliardenhöhe verurteilt, sondern auch dazu, ihre Unterlagen aus den zurückliegenden Prozessen offenzulegen.

So entstand die Legacy Tobacco Documents Library, die derzeit 13 Millionen Dokumente enthält. Die Strategie der Tabakkonzerne war es, das Archiv mit dieser schieren Flut an Papier unbenutzbar zu machen, sagt Proctor. Aber sie hatten die Rechnung ohne Internet und Volltextsuche (http://legacy.library.ucsf.edu) gemacht. Insgesamt mehr als 70 Millionen Seiten über Produktion, Werbung und Forschung der Tabakindustrie liefern zahlreiche Nuggets für "Golden Holocaust". Aber der Reihe nach.

Als sich in den USA Anfang der Fünfzigerjahre ein wissenschaftlicher Konsens herausbildete, dass Rauchen Lungenkrebs hervorruft, waren Philip Morris und andere Konzerne alarmiert. In offiziellen Stellungnahmen betonten sie immer wieder, dass sie "nie ein Produkt herstellen und vertreiben werden, von dem gezeigt wird, dass es Ursache für Krankheiten ist". Gleichzeitig initiierten sie, so Proctor, eine der "ehrgeizigsten und erfolgreichsten Betrugskampagnen der Moderne".

Um sich als verantwortliche Industrie zu stilisieren, gründeten sie das Council for Tobacco Research und investierten hunderte Millionen Dollars, um die Gefahren des Rauchens zu untersuchen - vermeintlich. Denn kein Beleg war ihnen gut genug. Diese Alibiforschung diente einzig und allein dem Zweck, Zeit zu schinden, um dergestalt weiter möglichst viele Zigaretten verkaufen zu können. "Zweifel ist unser Produkt" heißt es beispielsweise in einem internen Memo von Brown & Williamson aus dem Jahre 1969. Bis in die Neunzigerjahre war für die Tabakindustrie die Frage der Gesundheitsgefährdung durch Rauchen offen, nicht bewiesen, umstritten.

Nachdem sich die Tabakindustrie Heerscharen von Medizinern und Chemikern, ja halbe Universitäten mit ihren Millionen dienstbar gemacht hatten, waren als nächstes die Historiker dran, die Hand aufzuhalten. Von den Achtzigerjahren an wurde die Tabakindustrie mit enormen Schadensersatzforderungen überzogen. Bei den Prozessen war die entscheidende Frage, ob und ab wann bekannt gewesen sei, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Die Verteidigung verfolgte eine gleichermaßen dreiste wie schizophren anmutende Doppelstrategie.

Nebel werfen, Zweifel säen

Einerseits: Otto Normalraucher müsse klar gewesen sein, welches Risiko er einging. Er dürfe sich jetzt nicht beschweren, dass er an Lungenkrebs sterbe. Andererseits: Der Industrie sei kein Vorwurf zu machen, sie habe ja forschen lassen, aber eben keinen stichhaltigen Beweis liefern können. Und überhaupt: Geschichte sei einmal kompliziert und könne nicht vom Standpunkt der Gegenwart aus beurteilt werden.

Gutachten von Historikern sollten dies belegen. Nur seien diese von Auslassungen und Verzerrungen gekennzeichnet, so Proctor. Denn wieder galt es: Nebel werfen und Zweifel säen. Proctor scheut sich nicht, seine Kollegen an den Pranger zu stellen: Er listet 48 Historiker auf, die meist anonym als Experten für die Tabakindustrie arbeiteten und dafür Honorare in Millionenhöhe erhielten.

Nur 500.000 Dollar erhielt Sylvester Stallone dafür, dass er in fünf "Rocky"-Filmen Zigaretten von Brown & Williamson paffte. Die lange Liste der Schauspieler und Studios, die qua Product-Placement Werbung für Zigaretten machten, liest sich fast wie ein Who's who der Kinogeschichte - und das bis zum heutigen Tag, siehe Sigourney Weaver in "Avatar". Die qualmenden Kinohelden sollen die "starters" animieren, wie die Marketingstrategen von Big Tobacco sagen, die Jugendlichen.

Sechs Billionen Zigaretten werden Jahr für Jahr hergestellt und geraucht (als Zahl ausgeschrieben: 6.000.000.000.000). Proctor kann anhand der bis dato geheimen Unterlagen mit einer enormen Fülle erschreckender Details zeigen, wie die Tabakindustrie von jeher bis ins Kleinste an dem ein Gramm schweren Stängel herumfeilt: von Geruch und Brennbarkeit des Tabaks über die Farbe des Papiers - am besten Elfenbeinweiß - bis hin zur Konsistenz der Asche.

Arsen, Blei und Asbest waren in früheren Jahren drin, Pflanzenschutzmittel und weitere Karzinogene sind es bis heute. Und natürlich Polonium 210 - ja, Radioaktivität wird auch inhaliert. Der Nikotingehalt wird bewusst hoch gehalten, damit die Nutzer abhängig werden. Filterzigaretten und "Light"-Marken machen Zigaretten keineswegs gesünder, für Proctor ein weiteres Täuschungsmanöver der Tabakindustrie.

Klar: in "Golden Holocaust" spricht ein Mann mit einer Mission, aber er tut es ohne Schaum vor dem Mund. Die Polemik ist wohldosiert, der Moralingehalt gut verträglich. Das Buch liest sich blendend, glänzt mit Aperçus und mit Witz.

Seriöse historische Forschung und ein politisches Anliegen müssen einander nicht ausschließen. Robert Proctor unterbreitet am Ende Vorschläge zur Reduktion des Tabakkonsums. Und er ist, der Leser wundert sich ein wenig, tatsächlich optimistisch, dass die Menschen langfristig das Rauchen aufgeben werden. Und damit sie das tödlichste Ding, das sie je erfunden haben, nicht mehr zwischen die Lippen stecken werden: die Zigarette. (Oliver Hochadel/DER STANDARD, Printausgabe, 3./4. 3. 2012)


Robert N. Proctor: "Golden Holocaust. The Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition". 40 USD / 752 S. University of California Press, Berkeley 2012

Link: Online-Ausstellung der Stanford School of Medicine über Werbeplakate der Tabakindustrie

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Posting 976 bis 1025 von 1451
dieser beitrag wird veröffentlicht ... ??? und meine beiträge nicht ...

schaffen wir den menschen ab. jetzt.

an seine stelle kann man ja eine besonderes intelligente genetisch verfeinerte bärenart setzen.

Artlikel aus "Biocontact" 2.Versuch

(Gut, daß Millionen Krebstote später, die Regierungen beginnen, Verbote zu setzen -in Ö und D allerdings zögerlich)
Das genannte Magazin weist auf eine Untersuchung hin, die die These aufstellt, daß das, was tötet, nicht in erster Linie die krebserregenden Inhalts- und (über 100) Zusatzstoffe in der Zigarette sind -sondern Polonium 210. Polonium 210 ist ein alpha-Strahler. Unter den Rädern des Traktors ungefährlich aber im Körper in geringsten Dosen canzerogen.
Wie kommt es in den Tabak ? Durch Phosphatdünger; deshalb sehen auch die Raucherstatistiken von früher nicht so dramatisch aus wie heute, wo sich in den Böden zunehmend Uran und Polonium ansammeln.

schwachfug. Das uran und Po210 sind natuerlich nicht nur in tabak sondern in allen dingen drin die auf einem acker wachsen. Selbst ein starker raucher nimmt das x-tausend fache gewicht von uran/etc ueber das essen wie ueber das rauchen zu sich.

Anm das Po210 einen signifikanten anteil an der natuerlichen radioaktivitaet hat ist eine urbane legende.
Anm2:Im menschlichen koerper sind K40 und C14 (das von der datierungsmethode) die staerksten strahler.

Stimmt

Ist nicht nur in allen LM, sondern auch im Trinkwasser -in unterschiedlicher Konzentration.
Habe nur den Artikel interessant gefunden und mitteilen wollen...
Wie gesagt hängt die Gefährlichkeit von Polonium damit zusammen, daß es ein alpha-Strahler ist (Feinstaub ist lungengängig ).
Das Argument mit unserer Aufnahme durch den Darm bei konventioneller Ernährung ist sicher interessant -ob ein Anteil der Erkrankungen im Verdauungsaparat damit zusammenhängt...

Sie wählen den falschen Weg, Fakten verwirren nur! Insbesondere

wenn man sie nicht versteht. Schimpfen Sie einfach über Raucher, Nukleartechnik und Biodiesel. Sie werden so leichter verstanden ;-)

Die Kampagne ist selbstverständlich richtig

Es wäre aber schön, wenn es eine solche auch gegen den Alkohol gäbe.
Volkswirtschaftlich richtet dieser nämlich ein Vielfaches an Schaden an.
Und die Alkoholindustrie geht in ihrer Propaganda noch wesentlich subtiler vor - Alkohol wird nämlich als unverzichtbarer Teil unserer Kultur vermarktet.
Dabei ist er in Wirklichkeit ein wesentlicher Faktor der Kulturvernichtung.

Der Autor hat recht

Der Tite list zu polemisch, aber die Botschaft stimmt. Ich kann nicht mehr zählen wie viele teilweise junge Leute ich in meiner Arztlaufbahn durchs Rauchen auf meistens elende Weise sterben sehen musste.
Rauchen ist kein Genuss, sondern Sucht, das muss jeder erkennen, der einen Raucher beim Versuch aufzuhören erlebt hat.
Ich halte einen deutlich restriktiveren Umgang mit Tabak und eine soziale Ächtung des Rauchens für dringend notwendig.

soziale Ächtung...

sehr gute idee... Verachten wir uns gesund.

Und Sie nennen als Arzt Ihren Namen nicht mal :-)
Ihr MNR schämt euch für nichts.

"Ich halte einen deutlich restriktiveren Umgang mit Tabak und eine soziale Ächtung des Rauchens für dringend notwendig."

Mich erinnert das sehr daran, wenn hier auch etwas zivilisierter formuliert:

Österreich ist zum Aschenbecher Europas geworden
http://diepresse.com/home/mein... =simarchiv

"Der Titel ist zu polemisch, aber die Botschaft stimmt"

.
ist/war auch meine meinung, aber andererseits:
wer würde das buch lesen oder darüber berichten, wenn es z.b. hieße "rauchen bringt menschen um" oder dergleichen?

Luckies sind geil.

Angesichts der aktuellen Bestechungsskandale wäre es eine lohnende Aufgabe für Journalisten nachzuforschen, welche Lobbyisten welche Politiker mit welchen Mitteln dazu "überredet" haben in Ö. eine. effektiven Nichtraucherschutz zu verhindern.

Mir geht hier irgendwie die Empörung ab

Ich bin seit Jahren Nichtraucher und es ist mir nicht schwer gefallen aufzuhören. Und Rauchen verursacht Krebs, aber 100 Mio Tote durch Tabakkonsum?
Ich mach mir mehr Sorgen um die Schadstoffbelastung durch KFZs, die Klimaerwärmung und Polkappenschmelze als dass ich an Lungenkrebs sterben könnte.

Sagen wir es so: Rauchen kann jeder für sich entscheiden.

Den anderen von ihnen genannten Dingen sind wir ja praktisch ausgesetzt ohne das wir als einzelne Person es abstellen können.

Lassen Sie Ihr Auto stehen!

Ist auch eine Entscheidung, die jeder für sich treffen kann!

wenn es geht fahr ich eh nicht mit dem Auto.

Aber, es gibt schon auch viele Menschen die derzeit auf das Auto angewiesen sind und es nicht einfach steheh lassen koennen (leider).

wenn es geht fahr ich eh nicht mit dem Auto.

Aber, es gibt schon auch viele Menschen die derzeit auf das Auto angewiesen sind und es nicht einfach steheh lassen koennen (leider).

wenn es geht fahr ich eh nicht mit dem Auto.

Aber, es gibt schon auch viele Menschen die derzeit auf das Auto angewiesen sind und es nicht einfach steheh lassen koennen (leider).

Lungenkrebs ist auch nur eine Todesursache.
Herzinfarkt
Schlaganfall
COPD
Magen-, Blasenkrebs usw.

Die 100 Mio im vorigen Jahrhundert sind sicher nicht zu hoch gegriffen. Ab jetzt werden es aber viel mehr werden.

Die Erwachsenen die rauchen wollen sollen halt rauchen, aber fast alle beginnen als Kind oder Jugendliche. Man lässt sie ins offene Messer laufen.

Gibts hier nur Süchtige im Forum, die Ihre Sucht irgendwie rechtfertigen müssen?

Die Filterzigarette Tabakzusatzstoffen ist das Opium des 20. Jh. In 100 Jahren wird man nur den Kopf schütteln, sofern die Politik nicht umfällt.

wenn's sogar im Krankenhaus rauchen....

so schlimm kann das mit dem Rauchen wohl nicht sein, wenn sogar Ärzte und Schwestern an den Stützpunkten der Wiener Krankenhäuser rauchen.....

Ich möcht nicht wissen wie viele Medikamentensüchtige Ärzte u. Pfleger es gibt.

Ich selbst kenn einige.

ein weißer kittel macht halt auch ned gscheiter..
wobei ich mir sicher bin, dass unter ärzten und krankenschwestern die raucherquote niedriger als im gesamtschnitt ist..

ich empfehle einen aufenthalt in der herz-/lungenstation am akh, da vergehts dir dann (mir zumindest über ein halbes jahr).

mfg
ein raucher

Echt jetzt? Das halten Sie für ein Argument?

Wenn das Rauchen gar so schädlich wäre, würden ja die darum Wissenden Ärzte und Pflegepersonen es nicht tun und der Krankenanstaltenverbund würde es in seinen Krankenhäusern effektiv verhindern.

Habe vergessen: Ironie an....

Auslandsgenuesse

Was hier zur Debatte steht sind zwei wichtige Punkte: 1/ Gesundheit bis in's hohe Alter 2/ Demokratisches Recht ein legales Product zu kaufen und zu geniessen. Rauchen ist eine persoehnliche Entscheidung die mit socialem Druck beeintraechtigt werden soll. Natuerlich ist dies ein Versicherungsthema welche erlaubt die Versorgung zu den Rauchern in der Zukunft zu beschraenken. Es geht hier nicht um die Gesundheit des Einzelnen sondern um finanzielle Einsparungen. Natuerlich kann sich das erweitern. Das Zweite, aber mehr bedeutende Thema ist, dass eine Einschraenkung der persoehlichen Freiheit legitimiert wird. Dies sollte zu Denken geben. Kommentar eines Nichrauchers und Demokratiebefuehrworters.

Wenn mit Freiheit die Möglichkeit gemeint ist die Luft zu verstinken

dann stimmt die Betrachtung.
Jeder Nichtraucher wird gezwungen die Abgase der Raucher mit zuatmen. Vor jedem Krankenhaus stehen die Raucher und müllen die Luft davor zu.
Ich bin Nichtraucher und fühle mich dadurch in meiner Freiheit eingeschränkt.
Sucht sollte man nicht mit Freiheit verwechseln, dann ist die Einschätzung gerade dieser Situationen viel einfacher.
In einer Demokratie leben die Menschen miteinander. Raucher verschmutzen die Luft lebensgefährlich, gefährden die eigene Gesundheit auf Kosten der Allgemeinheit. In Österreich kommen jährlich gemäß einer Studie über 500Mio EUR an Kosten zusammen, wenn man all die Einnahmen, die das Rauchen so bringt abzieht.
Jetzt könnte man natürlich auch noch fragen ob das demokratiepolitisch o.k.

Sie verfehlen des Thema welches ich angesprochen habe. Es ist bedenklich dass die Methode von "divide and conquer" so erfolgreich funktioniert. Das heisst nicht dass ich dafuer bin dass jeder Raucher mir den Dreck in's Gesicht blasen kann. Jeder sollte mehr auf die Verringerung der demokratischen Rechte achten. PS.:Meine Rechtschreibung hat ein wenig gelitten da ich in den letzten 30 Jahren meine Muttersprache nicht mehr benuetzt habe. So maybe I should correspond in another language which incidentally is a lot easier these days.

Ich hätte gern einen Euro für jedes "h", das du fälschlich in Worte hineinzwängst.

sie haben keine 3 euro? wahrscheinlich bekommen sie nur 500er scheine und lassen sich beim billa nix rausgeben. ;-)

Ich kann das Geschwafel der Raucher, die dauernd behaupten IHRE persönliche Freiheit werde eingeschränkt wenn sie nicht mehr ÜBERALL rauchen dürfen echt nicht mehr ertragen.

Was ist denn mit der persönlichen Freiheit der Nichtraucher?
Die wurde jahrzehntelang eingeschränkt ohne dass es einem von euch Freiheitskämpfern überhaupt aufgefallen ist.
Die wird in rückständigen Ländern wie Österreich immer noch eingeschränkt.

Sie sind einer von denen die eine persoehnliche Vendetta mit Demokratie verwechseln. Na, dann viel Glueck mit allen anderern Freiheiten.

Wenn Kinder bewusst süchtig gemacht, dann sieht

die Sache aber gleich ganz anders aus!

Freie Meinung eines Suchtkranken?

Erstens, Ihr Kommentar scheint auf persoehliche Erfahrung zurueckzugehen. Das tut mir leid, aber hat ganz und gar nichts zu tun mit meinem Beitrag. 2/ Demokratie ist nicht ein Recht von einem das der Andere nicht bekommt weil es nicht in den Kram passt. Ich bin Nichtraucher, Nichtdrinker, Nichtdrgen auf jeder Art und was ich sehe ist der Abbau von persoehnlichen Freiheiten eine legale Gewohnheit zu verfolgen. Dies koennte auch fuer das Drinken, Jagen, Autfahren etc verwended werden.

raucher vs nichtraucher

ich behaupte man kann bei (fast) jedem posting heruaslesen ob der/die posterIn selbst raucht... irgendwie interessant diese unsachlichkeit die da von rauchern als auch nichtrauchern an den tag gelegt wird

Man sollte mehr über das ökologische Problem denken

6 Milliarden verbrannte Zigaretten pro Jahr, halb Zentralafrika abgeholzt verbunden mit enormen Wasserverbrauch bei der Erzegug des Tabakrohstoffs inklusive sozailer Katastrophe (Tabakkartelle in den verarmten Anbauländern) tragen viel zum Klimawandel auf der Erde bei. Tabakerzeugung und Tabakkonsum sind in erster Linie eine ökologische Katastrophe und erst in zweiter Linie eine medizinische Krise. Sobald die Politik das erkannt hat, wird es zu nachhaltigen Lösungen kommen.

Ich finde es verständlich, da sich beide in ihrer Freiheit beschränkt fühlen.

ich würd a sachliche diskussion angenehmer finden

Golden Holocaust ?

Würde man in Ösiland ein Buch mit diesem Titel herausbringen und den Holocaust, den Völkermord an 6 Mio. Juden, mit der Genusssucht Rauchen vergleichen, würde man mit einer Klage durch die IKG und eine Anzeige wegen Wiederbetätigung rechnen müssen (zusätzlich zur Klage durch die Tabakindustrie).

Hier meint der Standard aber:

"Klar: in "Golden Holocaust" spricht ein Mann mit einer Mission, aber er tut es ohne Schaum vor dem Mund. Die Polemik ist wohldosiert, der Moralingehalt gut verträglich. Das Buch liest sich blendend, glänzt mit Aperçus und mit Witz."

Irgendwie schon sehr seltsam, ein Buch mit einem derart geschmacklosen Titel zu propagieren.

Was stört Sie mehr, der Titel oder das vorzeitige Sterben der Raucher und Nichtraucher?

Du bist Raucher, gell?

Das weiß ich natürlich nicht, aber haben Sie schon einmal daran gedacht, dass er vielleicht mehrere Vorfahren im tatsächlichen Holocaust verloren haben könnte?

Ich WAR 15 Jahre Raucher und bin seit 4 Jahren Nichtraucher. Obwohl rauchen zweifelsohne ungesund ist, ich nie mehr rauchen werde und es auch keinem weiterempfehle, hasse ich militante Nichtraucher, die mit allen möglichen Mitteln auf intoleranteste Art und Weise ihren Mitmenschen das verbieten, was ihrer Ansicht weg gehört. Um diese zu bekehren ist ihnen offenbar jedes Mittel recht, auch die Vernichtung der Juden medial auszuschlachten um den eigenen Vorteil willen.

Über die hier herrschende Intoleranz sollte man sich Gedanken machen, nicht um die Gesundung der Raucher !

Wenn man ab und zu und Ausland unterwegs ist hat man nicht die geringste Lust in diesem zurückgebliebenen Stinkeland fortzugehen, weil man eben besseres kennt. So verliert Österreich seine besten Leute, zurück bleiben die Süchtigen .. Negativauslese fürs Gesundheitssystem.

Johannes Heesters

ist sicher auch an den Folgen des Tabakkonsums gestorben und die Müsliesser sterben an Knochenkrebs.

Leo Trotzki ist an einem Pickel gestorben !

Eispickel ;(

Rauchen das tödlichste Ding der Welt

'
Blödsinn!

Die tödlichste Sache auf der Welt ist immer noch Kinder kriegen. Jedes einzelne Neugeborene führt mit 100%iger Sicherheit zu einem zusätzlichen Todesfall...

Posting 976 bis 1025 von 1451

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