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Wien - Die Wertpapierexperten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktie der Kapsch TrafficCom von 74,0 auf 90,0 Euro gehoben, ihre Kaufempfehlung haben sie zugleich unverändert beibehalten. Hauptursache für die deutliche Erhöhung des Kursziels ist der diese Woche bekanntgegebene Großauftrag in Weißrussland, der laut Menschenrechtsexperten letzten Diktatur Europas. Jedoch seien nicht die rund 267 Mio. Euro Auftragsvolumen ausschlaggebend für die optimistischere Preisberechnung, sondern ein Wandel im Geschäftsmodell, erläuterten die Berenberg-Analysten.
Anstatt auf einen Ausschreibungsprozess zu warten sei das Management der Kapsch an die weißrussische Regierung herangetreten und habe vorgeschlagen, dass die Kapsch ein elektronisches Autobahngebührensystem finanziere und installiere. Dieses solle Polen mit Russland verbinden und somit der weißrussisches Führung helfen, Erlöse zu lukrieren. Anstatt im Voraus für das Projekt entlohnt zu werden werde die Kapsch bezahlt, sobald das Projekt in Betrieb ist. Gemeinsam mit der Installation erhalte der Konzern einen Vertrag mit 20 Jahren Laufzeit für den Betrieb des Gebührensystems. Dies ist laut Berenberg-Analyst Ali Farid Khwaja signifikant, da die Kapsch ihr Geschäftsmodell von "pull-based" zu "push-based" wechsle.
Den Gewinn je Aktie prognostizieren die Berenberg-Analysten mit 2,90 Euro für 2012, 5,22 Euro für 2013 und 6,67 Euro für 2014. Ihre Dividendenschätzung errechneten sie mit 1,02 Euro für 2012, 1,31 Euro für 2013 und 1,67 Euro für 2014. (APA)
Nettogewinn wird um zehn Prozent höher geschätzt - Konzern-Umsatz stabil bei rund 600 Millionen Euro gesehen
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