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Wien - Der börsenotierte Stahlkonzern voestalpine will in seiner Autozuliefersparte mit Spezialprodukten kräftig Gas geben: Die Umsätze im Unternehmensbereich Automotive sollen sich in den kommenden Jahren von derzeit 1,1 auf über 2 Mrd. Euro beschleunigen. "Ich gehe davon aus, dass wir den Umsatz im Automotive-Betreich in den nächsten Jahren verdoppeln werden", teilte Unternehmenschef Wolfgang Eder heute, Freitag, in einer Aussendung mit.
Die voestalpine habe neue Werkstoffe wie etwa "phs-ultraform"-Bauteile (pressgehärtete Komponenten) entwickelt, die global absolute Alleinstellungsmerkmale hätten. "Und wir sind erst am Beginn der Entwicklung dieser neuen Produktfamilie", so der Konzernchef.
Die ersten Versuchsreihen zu phs-ultraform starteten 2003. Fünf Jahre später sei der erste Durchbruch gelungen und 2008 seien die ersten Großaufträge aus der Automobilindustrie eingelangt.
Die Automobilkomponenten werden den Angaben zufolge auf vier Kontinenten produziert und verarbeitet. In die Entwicklung des feuerverzinkten, höchstfesten Stahls (press hardening steel) für Karosserieteile in Leichtbauweise seien alleine bis 2008 30 Mio. Euro geflossen - jetzt kämen Investitionskosten in Höhe von 100 Mio. Euro dazu. Das Forschungsbudget für das laufende Geschäftsjahr betrage 121 Mio. Euro. Die voestalpine beschäftigt weltweit 670 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E).
Im Geschäftsjahr 2010/11 erzielte die voestalpine einen Umsatz von rund 11 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn (EBIT) von knapp 1 Mrd. Euro. Weltweit arbeiten rund 47.000 Mitarbeiter für den Konzern. (APA)
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