Des Bürgermeisters kryptische Wünsche

1. März 2012, 20:07

"Im Grenzland der Plausibilität gibt es einen gewachsenen Wert des Glücks": Unverständliches aus Häupls Feder

Ist es Poesie? Eine versteckte Botschaft? Alexander Spritzendorfer, stellvertretender grüner Bezirksvorsteher der Josefstadt, weiß es nicht so genau. Jedenfalls findet er das Schreiben "reizend", das er anlässlich seines 49. Geburtstages von Bürgermeister Michael Häupl bekommen hat. "Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir in Wien die Ereignisse zueinander kommen lassen und es gezielt erwarten können, bis sich die Wiener Trägheit, Skepsis und Nörgelei durchmischen. Im Grenzland der Plausibilität gibt es einen gewachsenen Wert des Glücks - jene Lebensqualität, die manch Wiener Seele Relevanz entlockt."

So weit, so kryptisch. Dann wird der Bürgermeister etwas deutlicher und wünscht dem Geburtstagskind noch "alles Gute zum diesjährigen Geburtstag, beste Gesundheit und weiterhin viel Gedankenskraft (sic!), um ,phänomenale Ziele' auf den Boden zu bringen". Was antwortet man bloß auf so einen Brief? Spritzendorfer nimmt auf Facebook gerne Tipps entgegen. (hei, DER STANDARD Printausgabe, 2.3.2012)

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irgendetwas

musste ja geschrieben werden, aber mit der Vorgabe einer inhaltlichen Null.Gelungen also wieso die Aufregung ?

ich finds problematisch vom häupl,

dass er sich nicht dem nivea der standardposter anpasst ...

was ist der nivea

der standardposter?

nivea in einem rosaroten Doserl! ;-)

Ist doch nett vom Häupl! Versteht er das überhäuptl selbst? Nüchtern sicher nicht.

Ist doch ganz einfach:

da hat sich ein chinesisches Übersetzungsprogramm für's Deutsche selbstständig gemacht...!

.

im grenzland der plausibilität ...

ist eine feine spitze an einen grünen ...

kein wunder, dass er das nicht versteht ;-)

Für mich klingt das nach einem computergenerierten Text,

der aus vorgegebenen Texten anhand statistischer Wahrscheinlichkeiten neue Texte erzeugt, die grammatikalisch richtig sind, aber keinen mehr Inhalt haben.

http://www.aiplayground.org/artikel/markov/

Spritzendorfer - schon beim ARAM-Verlag ein Knallkopf.

Aber wenigstens hat er jetzt ein geregeltes Einkommen.

Einfach genial !

Die zueinanderkommenden Ereignisse, die Durchmischung der Wiener Charaktereigenschaften und die Relevanz der Wiener Seele,

wer hätte gedacht, dass sich an oberster Stelle der Stadt die Qualitäten surrealistischer Poeten verstecken?

Franzobel, Artmann, Ide Hintze, Seethaler haben einen neuen Kollegen, Michael Häupl. Ein lebender Beweis, dass sich künstlerische Kreativität und ein hohes politisches Amt nicht aus- sondern einschließen können.

Was antwortet man bloß auf so einen Brief?

Man schickt als Dankeschön für den netten Brief einfach eine Flasche guten Rotwein.. damit hat sichs.

eindeutig zuviel vitamin b.

bv stellverteter. der beste job der welt. nix tun für 7000€

Vollkommerer Quatsch

Stv. BV kriegt Brutto 4000,--
das sind je nach sonstigem Einkommen und abzügliche der Mandatsabgaben an die eigene Partei maximal 1.800 Netto im Monat.

Klingt anders als Ihre 7.000,--
Politikerbashing wird so lange betrieben, bis wir die Demokratie abgeschaft haben..........

iweis garned wassir wolllts

elff zwöflf Gschprizzte unnd ich vastehe eeeh wassder Bürgerrrmeisster schreipt

Früher, unter Busek, Marboe und Görg ist die Wiener Stadt-ÖVP auf so einen Schwulst abgefahren.

Das zeigt, dass sich die SPÖ Wien alle, aber wirklich auch alle Strömungen der letzten Jahrzehnte einverleibt hat: die strachen, görgen, meissner-blauen, dass es eine Freude ist.

Antwortvorschlag

Bitte wechseln Sie auf einen schweren Rotwein.
oder
Vielen Dank das Flascherl zum Brief ist am Weg zu mir verloren gegangen.
oder
Leider haben viele keine Zeit zu warten, aber ich nehme an das ist das Geheimnis Ihres Erfolges!
oder
Ich habs an Ihre Opfer weitergeleitet.
(Ist unelegant aber wahr)

Dass Wien rot ist, des wiss ma, aber dass das der schwarze Adler des Stadtwappens auch erroetete, wusste ich nicht (Siehe Buergamasta Briefpapier).

Emacs - dissociated press mit Parteiprogramm gefüttert.

Interessant wäre es zu wissen, welche PR-Agentur oder Kommunikationsberatung dafür die Rechnung legt.

Da hatte er wieder zu tief ins Glas geschaut.

Wenn Sie wüßten, wieviele Frauinnen dafür ein Gehalt beziehen.

man kann echt alles übertreiben

"HERR bezirksvorsteherIN-stellvertretER" mag zwar technisch ok sein, aber... doch etwas "hölzern".

wieso?

er ist der stellvertreter der bezirksvorsteherin.

das ist eigentlich sogar das einzig nachvollziehbare in diesem brief aus dem "Grenzland der Plausibilität"

Dieses Gendern zertritt die wunderbar zart duftende Rose der Poesie, die sich für uns Eingeweihte im schlichten Wort "Bezirksvorsteher-Stellvertreter" verbirgt.

antowrt: "bam, oida!"

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