Des Bürgermeisters kryptische Wünsche

"Im Grenzland der Plausibilität gibt es einen gewachsenen Wert des Glücks": Unverständliches aus Häupls Feder

Ist es Poesie? Eine versteckte Botschaft? Alexander Spritzendorfer, stellvertretender grüner Bezirksvorsteher der Josefstadt, weiß es nicht so genau. Jedenfalls findet er das Schreiben "reizend", das er anlässlich seines 49. Geburtstages von Bürgermeister Michael Häupl bekommen hat. "Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir in Wien die Ereignisse zueinander kommen lassen und es gezielt erwarten können, bis sich die Wiener Trägheit, Skepsis und Nörgelei durchmischen. Im Grenzland der Plausibilität gibt es einen gewachsenen Wert des Glücks - jene Lebensqualität, die manch Wiener Seele Relevanz entlockt."

So weit, so kryptisch. Dann wird der Bürgermeister etwas deutlicher und wünscht dem Geburtstagskind noch "alles Gute zum diesjährigen Geburtstag, beste Gesundheit und weiterhin viel Gedankenskraft (sic!), um ,phänomenale Ziele' auf den Boden zu bringen". Was antwortet man bloß auf so einen Brief? Spritzendorfer nimmt auf Facebook gerne Tipps entgegen. (hei, DER STANDARD Printausgabe, 2.3.2012)

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