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Wien - Eine Stunde Mittagspause und dann weiter von der dreistündigen Beratung im Sonderausschuss zum Bildungsvolksbegehren in den Unterrichtausschuss, um dort die Umwandlung aller Hauptschulen in Neue Mittelschulen (NMS) zu diskutieren, hieß es am Donnerstag für einige bildungspolitisch besonders aktive Nationalratsabgeordnete. Oder: Von Lokal VI ins Lokal VIII.
Seit 1962 erste Änderung
Im Ausschuss ging es um die Gesetzesvorlage für das Nationalratsplenum Ende März und die Abdeckung der Gesamtkosten von 229,4 Millionen Euro. Bis zum Schuljahr 2018/19 sollen alle Hauptschulen umgewandelt werden, die AHS-Unterstufe bleibt erhalten. Mit der NMS wird erstmals seit 50 Jahren ein neuer Schultyp flächendeckend eingeführt. Zuletzt waren 1962 Polytechnische Schulen eingeführt worden.
Im Endausbau werden durch die sechs zusätzlichen Stunden pro Schulklasse für das Teamteaching, das laut Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) der "Kernpunkt der neuen Lehr- und Lernkultur und vor allem der Individualisierung des Unterrichts ist", in die Ausbildung jedes Schülers pro Jahr 1000 Euro mehr investiert. Das sei ein "wichtiger Schritt für die Bildungsreform in Österreich und bringt bessere Bildungs- und Berufschancen". (nim, DER STANDARD Printausgabe, 2.3.2012)
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An drittem und letztem Sitzungstag des Sonderausschusses - Hochschulzugang am Nachmittag Thema
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SP-Mayer will sich "auf die Inhalte konzentrieren" - "Kleinkrieg" wegen Terminproblemen zwischen Grünen, ÖVP und FPÖ
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Die Unterstützung für das Bildungsvolksbegehren ist geringer als erwartet - Eine Ursache dafür könnte sein, dass die Bürger und Bürgerinnen sich von einer Bildungsreform etwas anderes erwarten als Androsch und seine Mitstreiter
Wer jetzt noch schwankt, ob er "Österreich darf nicht sitzen bleiben" unterschreiben soll oder nicht, sollte vor dem Überlegen das Parteibuch in eine Schublade sperren und dann eine Zeitlang vergessen
6,07 Prozent der Stimmberechtigten unterzeichneten Volksbegehren - derStandard.at berichtete live
Die Frage ist: woher sollen die Lehrer kommen?
Gehalt ca. 1300 €, 22-25 Unterrichtsstunden Lehrverpflichtung, dazu Nachmittagsbetreuung, die nur halb abgegolten wird (Teamteaching wird lustig, wird sicher nicht voll bezahlt), umgerechnet bis zu zwei Wochen Supplierungen, die nicht bezahlt werden, Fahrtkostenabrechnungen, die jeder Benzinrechnung spotten, etc. etc.
Über Jahre prekäre Arbeitsverhältnisse, wenn überhaupt ein Vertrag ausgehändigt wird,
kein Arbeitsplatz vor Ort und jedenfalls keiner, der einer Überprüfung standhalten würde...
Von wegen Halbtagsjob und 10 Wochen Urlaub!!!
Das österr. Schulwesen ist teuer genug. Und jetzt sagt Fr. Minister, dass eine Investition von 100 € pro Schüler die Bildungschancen erhöhen wird. Also wieder nur Inpout-Output-Denken? Und wenn das Ganze floppt, wenn die zusätzlichen Lehrer wieder abgezogen werden oder reduziert werden (aus finanziellen Gründen natürlich), ob sie dafür überhaupt genug Lehrer bekommt, dass scheint ihr keine Überlegung wert. Nach außen hin ist natürlich alles in Butter.
Eine gute Nachricht hab ich entnommen: die AHS-Unterstufe bleibt erhalten.
Die "alte" Hauptschule hatte zwei Klassenzüge. Dann kam die "neue" Hauptschule mit drei Leistungsgruppen. Jetzt bekommen wir eine "neue" Mittelschule mit zwei Lehrern in manchen Stunden.
Die Schüler und Lehrer sind vom Anfang an die gleichen. Die Kosten sind aber vom Anfang an ordentlich gestiegen.
Bleibt noch die Frage, ob das Zusperren für Schulen mit weniger als 90 Kindern auch für die NMS gelten wird.
Damit das Ganze Sinn macht, müssen jeder VS-Klasse ebenfalls sechs Team-Stunden unabhängig vom Sprachstand der Kinder zugestanden werden. Die Anforderungen, welchen sich die VS-LehrerInnen Tag für Tag stellen müssen, werden immer vielfältiger, das Leistungs- und Fertigkeitenspektrum der SchülerInnen wird immer breiter.
Sechs zusätzliche Lehrer-Stunden würden die Situation einigermaßen entspannen.
wird sich zeigen.
Die Grundlagen lesen, schreiben und Grundrechnungsarten lernen die Kinder in der "Volkschule" - Und hier haperts gewaltig!
Wir hatten 2 Kinder in der VS mit teilweise gleicher LehrerIn - Diese wurde kaum überprüft, Lehrstoff hinkte gegenüber Paralelklasse stark hinterher - Nur kopierte Zettel aus dem Internet als Lehrstoff.
Beim 2. Kind konnten wir sogar nach Lehrerwechsel in der 2. Schulstufe eine massive Verschlechterung der Leistungen feststellen.
Sofern nicht zu Hause nachgelernt wurde hätte das einen Großen Verlust für unser Kind nach sich gezogen.
Die Erfahrung zeigt das gegen "schwache LehrerInnen" nicht vorgegangen werden kann. Diese sind pragmatisiert und proteschiert (von der Gewerkschaft)...
Vielleicht noch zu wenig bekannt. Bald herrscht eklatanter Lehrermangel - bzw. ist bereits vorhanden. Viele Fächer können seit vielen Jahren nicht mehr fachgerecht abgedeckt werden. Eines ist klar: Mangel entsteht, weil die Bedingungen für junge Menschen nicht mehr stimmen. Die flüchten in die Privatwirtschaft.
Anfangsgehalt Junglehrer VS und HS: 1820,70.- brutto. Mit akademischem Titel.
Deutschland, je nach Bundesland verschieden rund 2900.- brutto. Von der Schweiz gar nicht zu reden. Was die Lehrerüberprüfung angeht, so ist das Aufgabe der Schulleitung.
Sind 1.300 netto - ist in AT mit den Steuerbelastungen doch nicht schlecht.
Sei jedem vergönnt.
Ausland ist nicht relevant - wer will kann ja dahin gehen.
Leistung/Lohn soll ja auch noch von den Real geleisteten Arbeitsstunden, Urlaubstage etc. abängen. Dann gibt es auch noch automatischen Vorrückungen und Sonderzahlungen etc..
Und wer überprüft die Schulleitung?
Thema verfehlt - es geht hier nicht um die reflexartige Neiddiskussion, sondern um die NMS...
Wenn Sie glauben dasss Lehrer so viel verdienen, nichts arbeiten, viel Urlaub haben usw. dann werden sie doch Lehrer. Sie leben in einem freien Land :-)
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