Nach 50 Jahren wieder ein neuer Schultyp

Bis zum Schuljahr 2018/19 umgesetzt - Pro Schüler werden im Jahr 1000 Euro mehr investiert

Wien - Eine Stunde Mittagspause und dann weiter von der dreistündigen Beratung im Sonderausschuss zum Bildungsvolksbegehren in den Unterrichtausschuss, um dort die Umwandlung aller Hauptschulen in Neue Mittelschulen (NMS) zu diskutieren, hieß es am Donnerstag für einige bildungspolitisch besonders aktive Nationalratsabgeordnete. Oder: Von Lokal VI ins Lokal VIII.

Seit 1962 erste Änderung

Im Ausschuss ging es um die Gesetzesvorlage für das Nationalratsplenum Ende März und die Abdeckung der Gesamtkosten von 229,4 Millionen Euro. Bis zum Schuljahr 2018/19 sollen alle Hauptschulen umgewandelt werden, die AHS-Unterstufe bleibt erhalten. Mit der NMS wird erstmals seit 50 Jahren ein neuer Schultyp flächendeckend eingeführt. Zuletzt waren 1962 Polytechnische Schulen eingeführt worden.

Im Endausbau werden durch die sechs zusätzlichen Stunden pro Schulklasse für das Teamteaching, das laut Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) der "Kernpunkt der neuen Lehr- und Lernkultur und vor allem der Individualisierung des Unterrichts ist", in die Ausbildung jedes Schülers pro Jahr 1000 Euro mehr investiert. Das sei ein "wichtiger Schritt für die Bildungsreform in Österreich und bringt bessere Bildungs- und Berufschancen". (nim, DER STANDARD Printausgabe, 2.3.2012)

Share if you care