Ambulanzjet bringt Prinz Friso nach London

Ab Flughafen Innsbruck - Königshaus bestätigt Ankunft in London - Beatrix verlässt Lech am Wochenende

Innsbruck - Der bei einem Lawinenunglück verschüttete niederländische Prinz Friso ist Donnerstagnachmittag außer Landes gebracht worden. Laut Polizeiangaben erfolgte die Ausreise gegen 14.00 Uhr mit einem Ambulanzflugzeug unter ärztlicher Begleitung via Flughafen Innsbruck. Ziel war das Londoner Wellington-Krankenhaus.

Das teilte das Königshaus auf seiner Website mit. "Dort kann Prinz Friso in seinem heutigen Zustand optimal versorgt werden", erklärte das Königshaus nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP. Auch biete London - der frühere Wohnort des Prinzen - ideale Voraussetzungen für die Kinder Frisos.

In den vergangenen Tagen wurde über London und Brüssel als Pflegeorte spekuliert, in den Niederlanden fehle es nämlich an einer entsprechenden Einrichtung. Der Sprecher des Innsbrucker Klinikbetreibers, Johannes Schwamberger, wollte keine Stellungnahme abgeben.

Prinz Friso war am 17. Februar im Skigebiet von Lech unter eine Lawine geraten und hatte einen 50 Minuten andauernden Herzstillstand erlitten. Friso habe durch den Sauerstoffmangel "massive Schäden" im Gehirn erlitten. Es könne derzeit nicht gesagt werden, ob er jemals wieder das Bewusstsein erlangen werde, hatten die Ärzte erklärt. Seine Mutter, Königin Beatrix, und die königliche Familie sollen ihren Aufenthalt in Lech am Wochenende beenden und nach Den Haag zurückkehren. (APA/red, derStandard.at, 1.3.2012)

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