Probleme, die nur Buben haben

  • Buben sind von Geburt an krankheitsanfälliger als Mädchen.
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    Buben sind von Geburt an krankheitsanfälliger als Mädchen.

Buben sind schon im Kleinkindalter krankheitsanfälliger als Mädchen und besitzen in der Pubertät ein höheres Verletzungsrisiko

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über spezielle Gesundheitsprobleme von Buben im Kindesalter, die ihre männlichen Geschlechtsorgane betreffen. Ob Hodenhochstand, Vorhautverengung oder geschwollene Hoden: Eine rechtzeitige, frühe Behandlung durch den Kinder- und Jugendarzt kann in dem meisten Fällen helfen.

Bereits in ihrer frühen Kindheit erweisen sich Buben anfälliger gegenüber Krankheiten als Mädchen. Jungen erkranken doppelt so häufig an Mumps wie Mädchen, mit häufigeren Komplikationen. Auch vom Plötzlichen Kindstod, SIDS sind Jungen doppelt so häufig betroffen. Zwei- bis dreimal häufiger leiden Jungen innerhalb der ersten drei Lebensjahre an Pseudokrupp.

Auch chronische Krankheiten kommen bei Buben in fast allen Altersgruppen nahezu doppelt so häufig vor wie bei Mädchen, ergab eine Expertise der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Berliner Charité für das Bundesgesundheitsministerium. Buben sind im Vergleich zu ihren weiblichen Altersgenossen viermal so häufig von Stottern, Legasthenie, Bettnässen und Autismus betroffen. Es sind doppelt so viele Buben wie Mädchen in einer psychosomatischen oder psychiatrischen Behandlung. Als eine der wenigen Ausnahmen nennt die Stiftung Kindergesundheit den Keuchhusten: Er tritt bei Mädchen häufiger auf und verläuft bei ihnen auch schwerer als bei Jungen.

Es gibt aber auch einige Störungen, die ausschließlich bei Buben vorkommen, weil ihre männlichen Geschlechtsorgane davon betroffen sind. Die Stiftung Kindergesundheit beschreibt in ihrer aktuellen Stellungnahme die Wichtigsten davon:

Drohende Zeugungsunfähigkeit bei Hodenhochstand

Etwa vier Wochen vor der Geburt wandern die Hoden aus der Gegend der Nieren, wo sie gebildet werden, in den Hodensack. Als Antrieb für diese Wanderung werden männliche Hormone gebraucht. Sind sie nicht in ausreichender Menge vorhanden, können sich die Hoden nicht einnisten: Die Jungen kommen mit einem leeren oder halbleeren Hodensack zur Welt, die Hoden können nicht mit den Fingern ertastet werden. Bei der Geburt besteht bei rund drei Prozent der Jungen ein Hodenhochstand, besonders häufig bei Frühgeborenen.

Der Pendelhoden ist die harmloseste Form dieser Fehlentwicklung. Die Hoden befinden sich meistens an ihrem Platz, ziehen sich aber gelegentlich für kurze Zeit in den Körper zurück. In der Pubertät nisten sie sich dann endgültig im Hodensack ein. Eine Therapie ist meist nicht nötig.

Beim Gleithoden sitzen die Hoden am Ansatz des Hodensacks. Sie lassen sich mit der Hand ertasten und vorsichtig nach unten ziehen, gleiten danach aber sofort wieder in die alte Position zurück. Ebenso wie der Hodenhochstand, bei dem die Hoden vollkommen unsichtbar im Körperinneren versteckt ruhen, muss auch der Gleithoden behandelt werden.

Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt in der Dr. von Haunerschen Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und 1. Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit: „Im Körper sind die Hoden einer wesentlich höheren Temperatur ausgesetzt als im Hodensack. Diese Wärme schädigt die Spermien bildenden Zellen. Als Folge davon droht zwar keine Impotenz, wie häufig angenommen wird, aber eine spätere Zeugungsunfähigkeit. Viele der betroffenen Jungen bleiben im Erwachsenenalter kinderlos. Auch ihr Risiko, später an Hodenkrebs zu erkranken, ist erhöht".

Auf den richtigen Weg bringen

Eine Hormontherapie mit Spritzen oder Sprays kann die Hoden nachträglich auf den richtigen Weg bringen. Die Wirksamkeit der Hormonbehandlung ist gut belegt: Mindestens einer von fünf säumigen Hoden begibt sich allein mit Hilfe der Hormone an seinen richtigen Platz. Als Begleiterscheinung der Behandlung tritt manchmal eine Art „Minipubertät" auf: Der Penis wird größer, ein paar Schamhaare sprießen, das Kind kann aggressiv reagieren. Werden die Hormone nicht mehr gebraucht, verschwinden diese Nebenwirkungen wieder.

Gelangen die Hoden durch die Therapie nicht endgültig in den Hodensack, müssen sie mit Hilfe einer Operation dorthin gebracht werden. Ganz gleich, ob mit Spray, Spritzen oder Skalpell: Bis zum zweiten Geburtstag des Jungen sollte die Behandlung erfolgreich abgeschlossen sein.

Schmerzlose Hypospadie

Eines von tausend männlichen Neugeborenen kommt mit einer falsch ausgebildeten Harnröhre zur Welt. Damit ist die Hypospadie - so lautet der Fachausdruck - eine der häufigsten angeborenen Fehlbildungen bei Buben.

Die Öffnung, aus der der Urin tritt, sitzt in diesem Fall nicht vorn an der Eichel, sondern anderswo, meist an der Unterseite des Penis. Manchmal befindet sie sich direkt am Ansatz des Gliedes oder am Damm. Obwohl es nicht schmerzhaft ist, ist eine Operation dennoch erforderlich, da die Fehlbildung auf Dauer zu einer Belastung für den Jungen wird.

Als bester Zeitpunkt für den Eingriff - bei dem aus Hautteilen des Penis und des Hodensacks unter Vollnarkose die fehlenden Harnröhrenteile nachgebildet werden - gilt der neunte bis zwölfte Lebensmonat.

Vorhautverengung oder Verklebung

Von einer Phimose spricht man, wenn sich die Vorhaut nicht mühelos über die Eichel zurückstreifen lässt. „Dazu sollte man aber unbedingt wissen, dass Vorhaut und Eichel bei vielen Babys fest miteinander verklebt sind", betont Professor Koletzko. „Sie lösen sich erst während der ersten Lebensjahre. Kann das Kind trotzdem problemlos Pipi machen, gibt es keinen Grund, einzugreifen! Diese harmlose Verengung muss nur behandelt werden, wenn Schwierigkeiten wie eine Entzündung - eine so genannte Balanitis - oder Schmerzen beim Urinieren auftreten".

Die Vorhaut darf niemals mit Gewalt zurückgeschoben werden! Dabei kann es zu kleinen Rissen kommen, die vernarben. Dann entsteht eine weitere Störung, die Narbenphimose: Das harte und unelastische Narbengewebe verengt die Vorhaut zusätzlich. Die narbige Phimose, die auch nach häufigen Entzündungen zurückbleiben kann, löst sich nicht von selbst und muss in jedem Fall operiert werden. Dabei wird ein ringförmiger Teil der Vorhaut entfernt. Der Eingriff wird in Allgemeinnarkose durchgeführt, entweder ambulant oder mit ein bis zwei Tagen Krankenhausaufenthalt.


Bis zum Eintritt in die Schule sollte die Vorhaut komplett zurückzuziehen sein. Rasche Hilfe brauchen dagegen Jungen, die unter einer Paraphimose leiden: Sie entsteht, wenn man eine verengte Vorhaut gewaltsam zurück und nicht sofort wieder nach vorne schiebt. Die Vorhaut klemmt hinter der Eichel und schnürt sie ab. Es bildet sich eine Schwellung. Der betroffene Junge hat starke Schmerzen und muss sofort zum Arzt.

Hodenschmerzen durch Torsion

Starke Hodenschmerzen können auf vieles hindeuten: so auf eine Hoden- oder Nebenhodenentzündung oder auf einen Leistenbruch. Auf jeden Fall sollte man keine wertvolle Zeit mit Kühlen der Hoden vertun, sondern den Jungen sofort zum Arzt bringen, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit. Die vor allem bei Jugendlichen häufigste Ursache von Hodenschmerzen ist die gefährliche Hodentorsion. Dabei dreht sich der Hoden um die eigene Achse, Blutgefäße werden abgeschnürt, die Blutversorgung ist unterbrochen.

Die Torsion ist ein Notfall, der sofort operiert werden muss. Wird die Torsion nicht innerhalb von sechs Stunden entwirrt, sterben die Spermien bildenden Zellen ab. Geschieht das beidseitig, wird der Junge niemals Kinder zeugen können. Verstreichen noch mehr Stunden, bedeutet das auch das Ende der Hormon produzierenden Zellen. Die Hoden müssen dann entfernt werden, der Junge muss lebenslang mit männlichen Hormonen behandelt werden.

Geschwollene Hoden bei Bruch

Wenn der Hodensack eines kleinen Buben ein- oder beidseitig geschwollen ist, steckt meist ein Bruch dahinter. Darunter versteht man bei Babys und Kleinkindern, dass aus der Embryonalentwicklung ein Verbindungsweg zwischen Bauchfell und Hoden übrig geblieben ist. Durch diesen Gang kann wässriges Sekret in den Hodensack fließen. Es können sich aber auch Darmschlingen in den Hodensack ausstülpen. Das eine ist der so genannte Wasserbruch, das andere ein Leistenbruch.

Den Wasserbruch erkennt man meist daran, dass man ihn wegen seines klaren Inhalts sogar mit einer Taschenlampe durchleuchten kann. Er bildet sich von selbst zurück. Wenn nicht, muss die Verbindung zum Bauchraum operativ geschlossen werden. Das ist ambulant möglich, das Kind braucht jedoch eine Vollnarkose.

Der Leistenbruch wird fast immer operiert, denn die Fehllage der Darmschlingen schadet nicht nur ihnen selbst, sie bedeutet eine Gefahr für die Hoden und kann sehr wehtun.

Hohes Unfall-Risiko

Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes erleiden über alle Altersgruppen hinweg Buben bis zu viermal häufiger Stürze mit tödlichem Ausgang als Mädchen. Das Gleiche zeigt die Statistik für den Tod durch Ertrinken. Verbrennungen, Vergiftungen und Verkehrsunfälle führen bei Jungen drei- bis viermal häufiger zum Tod. Ein Grund für die erhöhte Verletzungsgefahr dürfte am steigenden Testosteron-Spiegel während der Pubertät liegen: Das Geschlechtshormon führt zu einer erheblich höheren Bereitschaft zu risikofreudigem, aber auch aggressivem und antisozialem Verhalten. Der Anstieg des Testosteronspiegels in der Pubertät ist offenbar auch verantwortlich für die ausgeprägte Suche männlicher Jugendlicher nach Risiken und erregenden Erlebnissen, in der Fachsprache als „sensation seeking" bezeichnet.

„Viele Buben sind auch als junge Erwachsene auf der ständigen Suche nach Spannung, Abwechslung und neuen Erlebnissen", sagt Koletzko: „Sie verletzen sich durch Unbekümmertheit oder schädigen sich durch Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum. Ihre Gesundheit wird auch durch sexuell übertragbare Krankheiten stärker bedroht". (red)

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nicht zu vergessen das Problem mit dem Penishochstand. dem sogenannten Ständer.

Nicht nur peinlich ist der Penishochstand. Auch hinderlich im Alltag. Z.B. beim Lenken eines Einkaufswagerls oder beim Steuern eines Kfzs.

sensation seeking noch net abgeschlossen?

wow, voll witzig

wow, voll kommentarisch

nicht erwähnt

weil vermutlich weniger beliebt:

auch bei den hochbegabungen liegen die buben weit vorne

Das ist auch eine Krankheit

...

autismus ist auch keine

Ja

das war Themenpopulismus. Hochbegabung und Autismus sind natürlich aber Behinderungen.

also ich sehe hochbegabung nicht als behinderung

die hochbegabten, die ich kenne, haben durchaus ihre probleme...

probleme haben alle menschen ^^

Aaah...

... wenn ich über so etwas lese, läuft mir immer ein ganz unangenehmer Schauer durch den Körper.

Aber auf jeden Fall interessant!

Der Artikel bestätigt nur, was Hirschhausen schon mal gesagt hat, und meinte, er wünschte, dass es nur ein Gag wäre: zum Mann (Y Chromosom) wird man durch einen Mangel an Information.

Männer sterben früher, Autismus ist bei Männer höher, Männer haben eher Haarausfall etc. - das hängt damit zusammen, dass das X-Chromosom der Frau zusammenschrumpft und wichtige Gene verlorengehen.

sie haben natürlich recht.

und das haxerl, das den männern beim X fehlt und zum Y führt, sammelt sich dann in der körpermitte, wo es langsam als outcast im mutterbauch zu einer art wurmfortsatz des körpers wird.
da sich die haxerln um die harnöffnung gruppeiren, wird die harnröhre damit immer länger. manche betroffene haben mir aber gesagt, dass die künstliche harnröhrenlänge allerdings vorteile beim im-stehen-pinkeln bietet. vielleicht wird sich in den nächsten jahrmillionen noch die eine oder andere nützliche funktion dieser tentakelbildung finden...

und das haxerl, das den männern beim X fehlt und zum Y führt

da fehlt kein haxerl

wer oder was ist "hirschhausen"?

offenbar ein spinner

Dr. Eckart von Hirschhausen

das hängt damit zusammen, dass das X-Chromosom der Frau zusammenschrumpft und wichtige Gene verlorengehen

das ist kompletter unsinn

"Das ist kompletter Unsinn" - weil ... ?

um genau zu sein, besitzt ein mann sogar mehr verschiedene informationen als eine frau in den genen

1. gibt es keinen Mangel an Information
2. schrumpft kein Chromosom
3. gehen keine wichtigen Gene verloren
4. hat Autismus nichts mit dem Y Chromosom zu tun
5. früher sterben auch nicht

Das heißt, sie widersprechen nur meiner Aussage, können das aber nicht begründen. Soll mir nur recht sein ;)

das x-chromosom schrumpft nicht, sonst würden frauen wohl probleme bekommen ;-). sowohl die ursachen für haarausfall, als auch autismus sind vielfältig und haben größtenteils nichts mit dem y-chromosom zu tun. Früher sterben auch nicht.

In einem frühen Embryonalstadium wird ein X-Chromosom deaktiviert, zusammengeknüllt und als Barr-Körperchen entsorgt. Es ist dann also nur mehr ein X-Chromosom pro Zelle aktiv.
Frauen sind also genetische Fleckerlteppiche.

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