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Wien - Das könnte teuer werden: In Wien war ein Pensionist mit einer Klage erfolgreich, die er gegen die Wiener Linien angestrengt hatte. Grund der Beschwerde waren die unterschiedlichen Preise für Seniorenkarten. Sie wurden für Frauen zum Halbpreis angeboten. Im Dezember 2010 hat der Verfassungsgerichtshof diese Art der Diskriminierung von Männern für gleichheitswidrig erklärt. Falls das jetzt erfolgte Urteil rechtskräftig wird, könnte eine Welle von Schadenersatz-Klagen auf die Wiener Linien zukommen - die jetzt in die zweite Instanz gehen wollen.
Wie der Wiener Anwalt Helmut Graupner am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, hat der 1949 geborene Kläger 2010 und 2011 für seine Jahreskarten jeweils 458 Euro bezahlt. Frauen im selben Alter erhielten das Ticket um den halben Preis. Der Verfassungsgerichtshof hat die entsprechende Verordnung laut Graupner zwar erst mit Ende 2011 aufgehoben, aufgrund des Vorrangs der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie sei diese Verordnung aber ohnehin nicht anzuwenden gewesen, zeigte sich der Jurist überzeugt.
Entschädigung für Diskriminierung: 500 Euro
Das Bezirksgericht Innere Stadt Wien hat dem Mann demnach recht gegeben und ihm jenen Betrag zugesprochen, den er mehr bezahlen musste als gleichaltrige Frauen, also insgesamt 458 Euro. Zudem gab es noch eine Entschädigung für die erlittene Diskriminierung in der Höhe von 500 Euro.
Insgesamt, so berichtete der Anwalt, müssen die Wiener Linien für Schadenersatz und Verfahrenskosten etwa 2.000 bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Wiener Linien können laut Auskunft des Rechtsanwaltes berufen. Weitere Fälle sind, so wurde zudem betont, anhängig.
Wiener Linien gehen in zweite Instanz
Graupner verweist darauf, dass seit 1. Jänner dieses Jahres auch Männer die ermäßigte Seniorenjahreskarte ab einem Alter von 60 Jahren erhalten: "Dieses Urteil hat aber bestätigt, dass die Wiener Linien den bis dahin diskriminierten Männern nicht nur den erhöhten Jahreskartenpreis zurückzahlen müssen, sondern auch eine Entschädigung für die Diskriminierung zu leisten haben. Jeder Mann, der zwischen 60 und 65 eine Jahreskarte hatte, kann die Rückzahlung und die Entschädigung verlangen. Die Ansprüche verjähren drei Jahre nach der jeweiligen Zahlung."
Bei den Wiener Linien gibt man sich relativ gelassen: "Wir gehen in die zweite Instanz", betonte ein Sprecher auf APA-Anfrage. Denn man habe stets auf gesetzlicher Grundlage gehandelt, wurde versichert. Nach Änderung der Gesetzeslage hätten die Wiener Linien auch entsprechend darauf reagiert - und die Preise geändert. (APA)
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Und Ermäßigung nur mehr für jene, die sie tatsächlich benötigen (etwa Mindestrentner/innen und Grundsicherungsbezieher/innen). Letztere halt mit nichtübertragbaren Monatskarten, anstatt den Jahreskarten. Gruppen, unabhängig ihres tatsächlichen Einkommens Sozialleistungen auf Kosten der Allgemeinheit zu verschaffen, ist diskriminierend gegenüber jenen, die das bezahlen müssen. Schließlich ist Alter kein Verdienst, sondern ein Zustand.
Ich habe eine Jahreskarte der Wiener Linien, welche bis September gültig ist und per einmaliger Zahlung bezahlt wurde (nicht in 10 Teilbeträgen).
Durch die beschlossene Preisreduktion (ab Mai) bei Jahreskarten erhalte ich eine Rückerstattung.
Anstatt 4/12 der jährlichen Preisdifferenz möchten mir die Wiener Linien jedoch nur 2/10 überweisen, mit der Begründung, bei den letzten beiden Monaten (Juli u August) handle es sich um Bonusmonate. Eine für mich sehr originelle Argumentationslinie.
Habe ich eine Jahreskarte oder eine 10 Monatskarte mit 2 Extramonaten erworben?
Ist jemand hier in einer ähnlichen Lage?
Die Jahreskarte hat früher so viel wie 10 Monatskarten gekostet. Wenn man die monatliche Abbuchung wählt, wird auch nur 10x abgebucht. In den Werbungen stand AFAIR auch etwas in der Art "12 Monate fahren, 10 Monate zahlen" drin.
Natürlich sieht es angesichts der aktuellen 1€-am-Tag-Preisgestaltung wie ein blöder Trick aus, ob es das auch ist will ich nicht beurteilen.
außer denen die exakt die Jahreskarte zur Einführung des neuen Tarifs kaufen...
ABER Fakt ist, dass Sie mit der Jahreskarte 10 Monate zahlen und dann 2 gratis bekommen - unabhängig ob Einmalzahlung oder monatliches Abbuchen...
Also ich sehe da kein Problem. Ich habe seit 15 Jahre eine Jahreskarte immer mit Vorauszahlung - ich freue mich einfach, dass sie billiger wird.
Was ich gekauft habe, nennt sich Jahreskarte, ich zahle einmal pro Jahr, also möchte ich eine aliquote Rückerstattung.
Habe den Vertrag nicht zur Hand. Steht darin etwas von einer "10 Monatskarte mit zwei Bonusmonaten".
Ich freue mich auch, dass sie billiger wird, werde aber ungern um Geld betrogen.
Warum gibts jetzt die ermäßigte Seniorenjahreskarte ab einem Alter von 60 Jahren für Frauen und Männer?
Die Linien könnten sich viel Geld sparen, wenn sie die Ermäßigung erst ab 65 rausrücken, dem gesetzlichen Pensionsalter für beamtete Frauen und Männer. ^^
stimme zu.
mein vater ist 65 (jahrgang 1947) und seine pension ist doppelt so hoch wie mein gehalt. ich bin 30 (jahrgang 81).
seine wohnung ist größer als meine, aber ich zahle mehr (alter kategoriezins versus neuer richtwertzins).
er zahlt die hälfte für die jahreskarte der wiener linien.
ist das gerecht?
ich kann ihnen auf anhieb 3 nennen die Männer bevorzugen:
- gesamte Berufsleben
- Pensionen (denn Männer gehen aufgrund des viel höheren Verdienstes und ohne Karenz fast alle früher in Pension, Fraeun können sich das nicht leisten)
- Familienrecht (denn Alleinerziehende sind seit langem die armutsgefährdendste Gruppe in Ö)
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