Lytro: So eine Kamera hat man noch nicht gesehen

1. März 2012, 11:31
  • Die Lytro Kamera will die Fotografie revolutionieren
    foto: lytro

    Die Lytro Kamera will die Fotografie revolutionieren

Die Lichtfeldkamera möchte die Fotografie revolutionieren

Letztes Jahr erblickte mit der Lytro Kamera eine sehr ungewöhnliche Kamera das Licht der Welt. Das besondere an ihr ist die verwendete Technik. Die Lytro Kamera erfasst erstmals ganze Lichtfelder, dadurch ist es möglich den Fokus erst im Nachhinein einzustellen. Unscharfe Fotos sollen der Vergangenheit angehören. Einige sprachen vom "Next Big Thing", für andere bedeutete die Kamera das Ende der professionellen Fotografie.

Auslieferung

Am 29. Februar wurde in den USA mit der Auslieferung der Kamera begonnen und Seiten wie The Verge oder Mashable haben deshalb die Kamera getestet. Mashable ist davon überzeugt, dass die Kamera die Sicht auf die Fotografie verändern wird, da nun nicht mehr der richtige Moment, ein Foto zu schießen, abgewartet werden muss.

Lebende Bilder

Lytro nennt die Fotos seiner Kamera "lebende Bilder", weil sie im Nachhinein verändert werden können und so die Bilder immer eine andere Geschichte erzählen können. Aber ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Zum Teilen gemacht

Lytro hat momentan noch mehr mit Apps wie Instagram zu tun, als mit DSLR Kameras, die viel mehr Funktionen bieten. Die Lytro kann einfach nur Fotos machen. Der Betrachter muss selbst aktiv werden, um das Bild zu bearbeiten. Darum ist das ganze Lytro System, angefangen bei der Kamera über die Software bis hin zur quadratischen Form der Bilder, auf das Teilen mit anderen ausgelegt.

Zoom, Zoom, Zoom

Um gute Fotos mit der Kamera zu machen, muss man sich von gewohnten Praktiken abwenden. So ist es wichtig viel zu zoomen, denn so erhält man einen besseren Effekt beim nachträglichen Scharfstellen und Zoomen. Wie man anhand der unten stehenden Beispiele erkennen kann.

 

 

Designproblem

Allerdings ist das Zoomen komplizierter als es sein müsste. Da der Hersteller viel Wert auf das Design der Kamera gelegt hat, wurden für den Zoom touch-sensitive Tasten verwendet, über die man mit den Finger gleitet, um zu zoomen. Da sie eben mit der Kameraoberseite abschließen, sind die Tasten aber schwer zu finden.

Schlechtes Display

Besonders negativ ist den Testern das Display der Kamera aufgefallen. Es ist sehr klein (1,46 Zoll) und hat eine geringe Auflösung (128 x 128). Dadurch sind die Effekte des nachträglichen fokussieren und zoomen so gut wie nicht am Display erkennbar. Außerdem ist der Sichtwinkel sehr gering. Sieht man nicht frontal auf das Display werden die Farben neagativ. Dafür lässt sich das Display gut über die Touch-Oberfläche bedienen. 

Konstante Blende

Die Lytro verwendet eine konstante f/2-Blende und stellt bei jedem Foto automatisch die Verschlusszeit und die ISO ein. Die Kamera hat keinen Blitz. Dank einem speziellen Bildsensor kann die Kamera auch bei schlechtem Licht Details gut wiedergeben, allerdings entsteht schnell ein merkliches Bildrauschen. Für gute Fotos braucht man also weiterhin gutes Licht. Bei schlechten Licht benötigt die Kamera auch länger zum Auslösen, dadurch kann man ein Bild leicht verwackeln.

Kamera für Hobbyfotografen

Um gute Fotos zu machen, benötigt man auch bei der Lytro Kamera sowohl Talent als auch Übung. Die Kamera ist auch nicht für professionelle Fotografie geeignet. Die Lytro ist vor allem für Hobbyfotografen gedacht, die Fotos mit ihrem Handy oder Kompaktkamera schießen.

"Kreativ Modus"

Für Nutzer die etwas mehr als einfache Schnappschüsse machen wollen, hat die Lytro einen "Kreativ Modus". In dem Modus kann man Fokussierbereich selbst festlegen. Dadurch kann man den Refokus-Effekt verstärken. Außerdem steht im "Kreativ Modus" auch der achtfache Zoom zur Verfügung. Im "Alltags Modus" ist nur der 3,5-fache Zoom eingestellt. Zudem ermöglicht der "Kreativ Modus" Makroaufnahmen. Da kann aber eine Schwäche des "Kreativ Modus" zum Vorschein kommen. Wenn man nämlich etwas extrem im Vordergrund fokussiert, wird der Hintergrund immer unscharf sein. Hier stößt die Lichtfeldfotografie an ihre Grenzen.

Mac Only

Um die Fotos der Kamera am Computer zu betrachten und mit anderen zu teilen, sind momentan noch zwei Dinge von Nöten. Die hauseigene Software und ein Mac. Zur Zeit arbeitet die Kamera weder mit einem Windows-PC noch mit Fremdsoftware zusammen, allerdings soll sich das in Zukunft ändern. Um die Fotos mit anderen zu teilen, ladet man sie auf lytro.com. Von dort kann man sie auch in jede beliebige Seite einbetten. Auch über Facebook kann man die Bilder teilen. Eine Bildbearbeitungssoftware gibt es für Lytro zur Zeit noch nicht, aber auch die soll es in Zukunft geben.

Zwei Varianten

Die Lytro gibt es mit 8 GB internen Speicher in den Farben "Graphite" und "Electric Blue" für 399 US-Dollar und mit 16 GB in der Farbe "Red Hot" für 499 US-Dollar. Außer bei der Farbe und der Speicherkapazität unterscheiden sich die Kameras nicht. Am größeren Modell kann man bis zu 750 Bilder speichern, am kleineren finden immerhin noch 350 Fotos Platz.

Ein Gadget und nicht mehr

Bei der Lytro geht es nicht hauptsächlich um die Bildqualität oder die Performance. Bei der Kamera geht es um die verwendetet Technik. Die steckt noch in den Kinderschuhen, ist aber viel versprechend. Wenn die Entwicklung voranschreitet, könnten die nächsten Generationen der Lytro Kameras bessere Fotos machen und auch mehr kreative Möglichkeiten bieten. Zur Zeit ist es ein spannendes Gadget für Hobbyfotografen, aber auch nicht mehr. (soc)

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Aber solche Bilder habe ich schon jede Menge gesehen.

Irgendwo fokussiert, aber nirgends wirklich scharf.

Die Beispielbilder sind toll.

Alle reinweiß bei mir. Da kann leicht alles im Schärfebereich liegen!
(C:

82 postings erst?

ein (angebissener)apfel auf der karosserie - und wir hätten schon mindestens 800! ;o)

ahja, ich kann nicht herausfinden, welchen sinn/zweck die cam für mich hätt...

Hm. Man kann irgendwie nur bestimmen,

was unscharf sein soll.

Scharfstellen kann man damit anscheinend allerdings nichts.

;-) geniales posting ;-)

finde das prinzip super, nur würd ichs mir nie kaufen: fotos auschließlich mit mac und proprietärer software bearbeiten und sharen nur über das firmenportal? nein danke. ein offenes format für solche fotos muss her.

ladet man sie hoch...

... schlimmes deutsch

nicht nur dort.

"die Effekte des nachträglichen fokussieren und zoomen "

mistprodukt.

Mit 1.2 Megapixel.

In Anbetracht der Tatsache, dass man die Bilder dieser Kamera fast immer auf einem Computermonitor betrachten wird (sonst könnte man die selektive Unschärfe ja nicht dynamisch wählen), reicht diese Auflösung locker aus.

Dafür gibts a Rotes von mir.

Noch so ein Megapixel Henker.
Haben Sie schon Fotos davon gesehen um dies so fundiert beurteilen zu können?

Jaaa ich will 12 Megapixel und druck mir die Fotos dann auf meinem Heimdrucker auf 9x13 aus, oder betrachte sie auf meinem Smartphone ;)

Noch so ein Megapixel Henker.

Ich gebe Ihnen ja rehcht, ob 6 oder 12 Mpixel macht kaum einen Unterschied (außer bei teurer Optik). Aber ein Megapixel ist wirklich nicht viel, da hat mein Notebook mehr Auflösung. Vielleicht sind ja die Linsen so schecht, daß sich mehr in der Lytro nicht lohnen würde, aber das wäre dann auch kein Qualitätsmerkmal.

Allerdings weiß ich nicht inwieweit die Pixel einer Lichtfeld-Kamera dasselbe sind wie die mit úblichem Sensor.

sicher ein nettes gadget aber warum nur mit mac os? bei den gigantischen 5 % marktanteil die die haben eigentlich ein witz...

...weil´s ein typisches iGadget Spielzeug ist?

Was ist

auf dem ersten Bild das Besondere? Bis auf zwei schiache Kinder, eines scharf im Vodergrund und eines unscharf im Hintergrund, kann ich nichts entdecken was mir mehr als 1000 Worte sagen sollte.

der vorteil liegt darin, dass du auch im vollrausch fotografieren kannst

aufs unscharfe Kind klicken...

Dankeschön. :-)

Und das kann man nicht rechnerisch?

In ein scharfes Bild ein Bokeh hineinrechnen?

sie haben anscheinend weder die lytro-kamera noch den begriff "bokeh" verstanden.

machen S' aus der distanz mal ein bild, auf dem beide kids scharf sind.

der Punkt ist der im Nachhinein verstellbare Fokus wie ich bereits erwähnt habe

aber den Sinn dahinter verstehe ich auch nicht, daß wie gesagt mein Handy das auch kann...

man kann auf ihrem handy bilder im nachhinein fokussieren? wie geht denn das? die app hätt ich auch gern:
input: unscharfes jpeg.
output: scharfes jpeg.

es geht um Fokus verändern.... nachträglich.....alles klar?

Was mir bei meinem HTC EVO 3D aufgefallen ist, ist...

...daß auch dort die 3D Fotos von vorn bis hinten scharf sind (müssen sie auch sein, damit man einen guten 3D Effekt hat)

allerdings ist das Foto dann über die ganze Tiefe scharf, während bei Lytro die Betrachtungsebene dynamisch verschoben werden kann.

Das einzige was bei Lytro fehlt ist, der 3D Effekt wenn ein Objekt für ein Auge verschwindet und es für das andere noch zu sehen ist.

Aus 3D kann Lytro errechnet werden, aber nicht umgekehrt...

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