Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Dieses Haus in Lublin, früher eine Jeschiwa (eine Schule für orthodoxe Rabbiner), war in staatlicher Hand ein Krankenhaus. Das Gebäude wurde der jüdischen Gemeinde inzwischen restituiert
"Die Regierung in Warschau will Juden, Protestanten und Russisch-Orthodoxe dafür bestrafen, dass die Katholiken sich der Korruption schuldig gemacht haben", empört sich Piotr Kadlcik, Vorsitzender des Jüdischen Gemeindebundes in Polen. "Für uns wäre das eine Katastrophe. Die jüdische Kommission hat noch nicht einmal die Hälfte aller Anträge abgearbeitet." Kadlcik kritisiert, dass die Regierung jetzt wolle, "dass noch offene Anträge zivilrechtlich entschieden werden".
Zwar hat Polen als einziges ehemaliges Ostblockland neben Weißrussland noch immer kein Reprivatisierungsgesetz beschlossen, seit Mitte der 90er-Jahre bekommen Kirchen und Religionsgemeinschaften das von den Kommunisten zwangsverstaatlichte Eigentum dennoch zurück. Wo dies nicht möglich ist, wird eine Entschädigung ausbezahlt. Als 2010 die Medien immer häufiger von korrupten Machenschaften in der römisch-katholischen Vermögenskommission berichteten, nahmen Polizei, Staatsanwaltschaft und Antikorruptionsbüro Ermittlungen auf. Ein Jahr später wurde die Kommission stillschweigend geschlossen. Jetzt machte die linksliberale Gazeta Wyborcza den Regierungsbericht publik: Die Kommission aus zwölf Vertretern des Episkopats und zwölf Vertretern des Innenministeriums führte die Akten demnach nur in Papierform, vergaß Eingangsstempel auf Anträgen anzubringen, den Wert einer Immobilie anzugeben oder ihre Rückgabe zu vermerken.
Akten dreifach bearbeitet
Außerdem bearbeitete die Kommission manche Anträge doppelt und dreifach. Weder sind die Akten beschriftet, noch gibt es ein Register, sodass nicht mehr nachprüfbar ist, ob sie komplett sind. In 57 Fällen gingen die Akten ganz verloren. Die Vertreter des Staates akzeptierten grundsätzlich die Wertangaben der Kirche, ohne eigene Gutachter zu beauftragen. Die Entscheidungen der Kommission, die in 22 Jahren nie kontrolliert wurde, waren unanfechtbar.
So gelang es der Kommission, alle 3036 Anträge auf Eigentumsrückerstattung abzuarbeiten sowie 500 Anträge ein zweites Mal zu begutachten und der katholischen Kirche eine weitere Kompensation zuzusprechen. Nur in 142 Fällen gab es keine Einigung.
"Wir haben rund 5000 Anträge eingereicht", so Kadlcik. Darunter seien allein 1200 Friedhöfe. Anders als bei der katholischen Kommission, die ihre Arbeit inzwischen beendet hat, ist die jüdische gerade einmal bei 42 Prozent aller Anträge angelangt. "Davon wurde rund die Hälfte abgelehnt", klagt Kadlcik. Wenn die restlichen Anträge in Zivilverfahren entschieden werden, müsse die jüdische Gemeinde einen Prozentsatz des Streitwertes ans Gericht zahlen und auch diverse Termine im ganzen Land wahrnehmen.
Kadlcik geht davon aus, dass lokale Gerichte eher gegen die jüdischen Antragssteller entscheiden würden und wohl erst das Oberste Gericht ein akzeptables Urteil sprechen würde. "Diese Kosten kann unsere kleine Gemeinde gar nicht tragen. Das ist offene Diskriminierung. Sollte die Regierung das tatsächlich beschließen, werden wir laut protestieren", kündigt Kadlcik an. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.3.2012)
Diskussion über gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Danzig nach Drohungen abgesagt - Vermummte drangen in Vorlesungssaal in Warschau ein - Premier Tusk warnt vor Eskalation
Gowin sorgte mit Aussage über nach Deutschland verkaufte In-vitro-Embryonen für Irritationen
Gemeinsame Buchhaltung und Materialbeschaffung für Aufsichtsbehörden in Bezirken - Dienstleistungen werden an private Firmen vergeben
Trauerzug in der Warschauer Innenstadt oder individuelles Gedenken
Der polnische Aktivist Jacek Purski über rechte "Unabhängigkeitsmärsche" und die Sinnhaftigkeit von Blockaden
Spendenaufruf des Jüdischen Zentrums für Haus von Szymon Kluger
Konservative werfen Ermittlern vor, den gescheiterten Attentäter Brunon K. zur Tat angestiftet zu haben
Oppositionspartei PiS hatte Soziologie-Professor Glinski vorgeschlagen - Ex-Premier Kaczynski sorgte mit Einsatz von Tablet-Computer für Aufsehen
Polens Ex-Regierungschef soll Atmosphäre des Hasses und der Intoleranz geschürt haben
Palikot-Bewegung stellte Antrag auf Abwahl von Nowicka
Universitätsmitarbeiter wollte sprengstoffbeladenen Lastwagen vor dem Parlament zur Explosion bringen
Gericht hob Freispruch für Death-Metal-Sänger auf - Drohende Höchststrafe zwei Jahre
Gewalt in Warschau am Nationalfeiertag - 176 Festnahmen und 38 Verletzte
Premiere der polnischen Produktion für 10. April 2014 geplant
Verteidigungsminister rechnet mit Kosten über drei Mrd. Euro - Ausschreibung 2014 geplant
Kosten von rund 32 Milliarden Euro bis 2022 - Einkauf von Cruise-Missiles geplant
"Solidarnosc" will vor dem Verfassungsgericht klagen - Demonstrationen am Unabhängigkeitstag, dem 11. November, werden noch nach alten Regelungen veranstaltet
89-jähriger leidet seit längerem an Krebs
Postsendungen mit scharfer Munition und Drohbungen - Polizei leitete Ermittlungen ein
Tusk will Kostenerstattung notfalls per Verordnung einführen
Linksliberale Palikots will Zusammenhang von Sittlichkeit und Religiosität diskutieren
Fotomontage von Präsident Komorowski - 26-Jähriger soll für 15 Monate ins Gefängnis
Laut einer Umfrage zum Jahrestag des Danziger Abkommens von 1980 identifizieren sich die jungen Polen nicht mehr mit der Widerstandsbewegung
Log Roosevelt über das Massaker?
Für Premier Donald Tusk wird der Koalitionspartner, die Bauernpartei, zum Problemfall
Da wünsche ich der katholischen Kirche in Polen so von ganzem reinen Herzen eine www.atheistische-religionsgesellschaft.at - Konkurrenz belebt das Geschäft! ;-)
jesuitisch heisst verlogen, salvatorisch heisst, das vertragsklauseln (in versicherungsverträgen manchmal noch verwendet: " enthält keine salvatorischen klauseln" ) zu ungunsten des kunden sind. aus der inquisition kennen wir noch die folterknechte die dominikaner ( dominus carne ) und als verlogene ankläger und richter wieder die jesuiten. ohne anspruch auf vollständigkeit.
Frei von Vorurteilen ist der Franz natürlich nicht. Was Ihnen da so alles einfällt, wenn man den Katholiken ans Zeug flicken kann. Aber welches Vorurteil fällt Ihnen z. B. beim Begriff "jiddisch" ein?
Es ist aber so, dass auf der ganzen Welt die jeweilige Mehrheit versucht, ihre Position zu Lasten der Minderheiten weiter zu stärken. Das haben Sie im Osten bei den Orthodoxen, in Israel bei den Juden, natürlich auch bei den Katholiken in katholischen Ländern oder bei den Muslimen im arabischen Bereich aber auch bei den Kommunisten, wo dieses Phänomen besonders ausgeprägt war.
(Bewaffneter!) Raub ist allemal schlimmer als Erbschleicherei.
Ansonsten sehen Sie ja, dass Ihr famoser Staat diese aktuellen Betrügereien ja duldet bzw. aktiv mitträgt. Ohne die Mittäterschaft des Staates, den Sie auch noch stärken wollen, hätte sich hier niemand bereichern können. "Staat" heißt nun einmal meistens (außer vielleicht in einigen wenigen Staaten mit besonders hoch entwickelter demokratischer Kultur) Ineffizienz, Korruption, Ungerechtigkeit, Bereicherung einer privilegierten Elite.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.