Große Hitze macht Passagieren der Costa Allegra zu schaffen

29. Februar 2012, 18:55
68 Postings

Kapitän des französische Trawlers: "Anstrengende Seefahrt" - Militär an Bord soll vor Piraten schützen

Rom - Die Passagiere des im Indischen Ozean havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Allegra" müssen weiter bei großer Hitze ohne Strom oder Klimaanlage auskommen. "Die Lebensbedingungen an Bord des Schiffes sind bei Temperaturen von etwa 30 Grad im Freien schwierig. In den Kabinen muss es noch schlimmer sein", berichtete Alain Derveute, Kapitän des französischen Trawler "Trevignon", der die "Costa Allegra" abschleppt. Die Wetterbedingungen seien gut und die See ruhig, doch die Fahrt sei schwierig. "Wir kommen bei einer Geschwindigkeit von fünf Knoten voran. Zweimal am Tag wird das Schiff von einem Hubschrauber mit Lebensmitteln beliefert", sagte Derveute im Interview mit dem italienischen TV-Kanal TGcom24.

"Wir wissen, dass in diesen Gewässern Piraten verkehren, doch die Passagiere sind sicher, da sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes auch das Militär befindet", meinte der Kapitän. In das Schiff seien Fachleute und administratives Personal der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiber des havarierten Schiffes, eingestiegen. Sie würden die Ankunft der Passagiere organisieren.

"Care-Team" an Bord

Das Schiff sollte am Donnerstagvormittag in Mahe, der Hauptinsel der Seychellen eintreffen. An Bord befinden sich 636 Passagiere, darunter 97 Österreicher, und 413 Besatzungsmitglieder. Ein Brand im Maschinenraum hatte am Montag die Stromversorgung des Kreuzfahrtschiffes zerstört und es manövrierunfähig gemacht.

Am Mittwochabend informierte Costa Crociere in einer Aussendung, dass die Mitglieder eines "Care-Teams" auf dem Schiff eingetroffen seien. Die ReedereiMitarbeiter sollen sich ein Bild vom psychischen und physischen Zustand der Gäste machen und Vorbereitungen für die Ausschiffung treffen. Von den 627 Gästen an Bord hätten bisher 376 das Angebot von Costa Crociere angenommen, ihren Urlaub auf den Seychellen fortzusetzen.

Die "Costa Allegra" gehört zur selben italienische Reederei wie die am 13. Jänner vor der toskanischen Küste auf Grund gelaufene "Costa Concordia". Dabei kamen mindestens 25 Menschen ums Leben, sieben Menschen werden noch vermisst. (APA/red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    30 Grad im Freien machen die Situation für die Passagiere auf der Costa Allegra nicht einfacher.

Share if you care.