Faymann warnt vor Zerstörung der EU

Interview | 29. Februar 2012, 20:59
  • Werner Faymann im Kanzlerbüro zur neuen EU-Sicht: "Eine Schande ist es 
im Leben ja nur, wenn man nichts dazulernt."
    foto: standard/cremer

    Werner Faymann im Kanzlerbüro zur neuen EU-Sicht: "Eine Schande ist es im Leben ja nur, wenn man nichts dazulernt."

Österreich könne seine Probleme ohne EU und ohne die Partner in Europa nicht mehr lösen, sagt Werner Faymann - Der Kanzler erklärt seinen Wandel vom Skeptiker zum EU-Fan

STANDARD: Herr Bundeskanzler, freuen Sie sich schon auf den EU-Gipfel in Brüssel?

Faymann: Also freuen ist nicht der richtige Ausdruck. Aber ich weiß, dass er eine Gelegenheit ist, eine stärkere Basis zu finden für eine engere Zusammenarbeit. Das wird die entscheidende Frage der Zukunft werden: Gibt es diese stärkere Zusammenarbeit, mehr Europa, oder gibt es das nicht?

STANDARD: Als Sie 2008 angetreten sind, sah es so aus, als könnten Sie mit Europa wenig anfangen. Seit ein paar Monaten haben viele den Eindruck, dass sich das geändert hat. Wie sehen Sie das selbst?

Faymann: Eine Schande ist es im Leben ja nur, wenn man nichts dazulernt. Ich bin überzeugt davon, dass ich durch viele, viele Gespräche mit Kollegen, den Regierungschefs in Europa, viel dazugelernt habe. Zum Zweiten ist das Thema, das dabei stets im Zentrum gestanden ist, die Finanzmarktkrise. Diese Krise hat so deutlich gemacht, wie stark wir alle voneinander abhängig sind. Das gilt dort, wo was schiefgeht, wo Regelungen fehlen, wo einer den anderen mitreißt. Ich möchte daher nicht warten und nichts tun, bis die Lage in Griechenland, in Spanien Portugal oder Italien vielleicht dazu führt, dass die Union auseinandergerissen wird. Ein Zerstören der Union, der Eurozone, ein Zerstören der europäischen Idee, das ist ein Gräuel für mich.

STANDARD: Haben Sie diese Zusammenhänge zu Beginn unterschätzt?

Faymann: Ich habe mich am Anfang in vielen Kritikpunkten bestärkt gesehen. Und muss auch heute immer noch sagen, dass mir diese Union sozial zu wenig ausgewogen agiert, dass wir zu Beschäftigungspolitik oder im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit so wenig an gemeinsamen verwirklichbaren Maßnahmen beschließen. Das stört mich auch heute. Das gilt auch für die Kritik an der Nuklearenergie, an der Linie, die von Frankreich vorgegeben wird, da geht es genau in die Gegenrichtung dessen, was ich will. Das stört mich enorm.

STANDARD: Aber Sie haben lange vermieden, die EU öffentlich und offensiv zu verteidigen.

Faymann: Was dazugekommen ist, und das habe ich mit meinem Lernprozess gemeint, ist die Finanzmarktkrise, die deutlich bewiesen hat: Wenn wir nicht gemeinsam auftreten gegen Spekulation, für stärkere Finanzmarktregeln, für eine europäische Ratingagentur, für eine Finanztransaktionssteuer, und unter gewissen Bedingungen letztlich für gemeinsame Staatsanleihen, wenn wir das alles nicht gemeinsam machen, werden wir auch alle die Schwierigkeiten, das Negative, zu spüren bekommen. Das versuche ich nun in Österreich zu sagen und deutlich zu machen: Glaubt ja nicht, man kann sich schützen, indem man vor einem Problem davonläuft. Wir sind von der Finanzkrise erfasst worden, obwohl die meisten Spekulationen mit Österreich nichts zu tun hatten.

STANDARD: Kann ein Land wie Österreich aus sich heraus Probleme gar nicht mehr lösen?

Faymann: Ja, das ist eine wichtige Erkenntnis. Dort, wo die Welt immer globaler agiert, muss man sich wenigstens mit einem gemeinsamen europäischen Gegenkonzept stellen. Es darf die Union nicht in einzelne Lösungen zerfallen, wo dann der kleinste Teil nichts mehr bewirken kann.

STANDARD: Kränkt Sie das eigentlich, wenn Kritiker Ihnen vorhalten, sie würden das Amt des Kanzlers provinziell wie ein Stadtrat in Wien führen, wenn man Ihnen den berühmten Unterwerfungsbrief an die EU-skeptische "Kronen Zeitung" vorhält?

Faymann: Ich komme aus der Kommunalpolitik. Das mag der eine oder andere nicht gut finden. Aber ich bin viel unterwegs, gehe durch die Stadt, da erinnern sich viele daran, dass ich Stadtrat war. Ich war auch gerne Wohnbaustadtrat. Die europäische Ebene ist eine andere. Ein gewisses Rüstzeug gibt die Kommunalpolitik einem aber mit.

STANDARD: Was war der Auslöser, dass Sie nun eine Spur engagierter an die EU-Sache herangehen?

Faymann: Eine Spur engagierter ist nicht der richtige Ausdruck. Europa ist sowohl in meinem Herzen wie in meinem Terminkalender inzwischen ein ganz wichtiger Bereich geworden. Das hat sich aus der Frage ergeben: Was will ich, und was möchte ich durchsetzen? Das ist ohne die europäische Ebene nicht möglich. Der Bevölkerung was anderes zu versprechen, zu sagen, bei uns allein wird alles gut und gerecht, das mache ich nicht. Das Europäische, diese Kraft in Europa hat für mich große Bedeutung bekommen. Noch dazu in einer Zeit, wo ich spüre, dass es Gegner des Projekts gibt, die am liebsten hätten, dass die Union und die Eurozone möglichst rasch auseinanderbrechen und auseinandergehen.

STANDARD: 2013 gibt es Nationalratswahlen - welche Rolle wird das Europathema spielen?

Faymann: Wenn man darstellt, dass man Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Beschäftigung und der Stabilität, der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit nicht nur im eigenen Land gewinnen kann, sondern eben auch auf der europäischen Ebene gewinnen bzw. verlieren kann, wenn man diesen Zusammenhang deutlich machen kann, wäre das ein wichtiger Beitrag. Genau das werde ich versuchen.

STANDARD: Wahlentscheidend?

Faymann: Es wird ein Schwerpunkt sein. Wichtig ist die Glaubwürdigkeit, dass man aufzeigt, dass es nicht geht, sich einfach auf die europäische Ebene auszureden. Man muss diese andere Ebene miteinbeziehen, die für unser Land eine wichtige Rolle spielt.

STANDARD: Sie sind der längstdienende sozialdemokratische Regierungschef in der EU. Welche Bedeutung hätte ein Machtwechsel in Frankreich im Mai zu einem sozialistischen Präsidenten Hollande?

Faymann: Wenn in zwei so starken Ländern, wie es Frankreich und Deutschland von Wirtschaftskraft, Bevölkerung und ihrer Bedeutung für die EU her sind, Sozialdemokraten an die Spitze oder in Deutschland in eine Koalitionsregierung kämen ...

STANDARD: ... die Deutschen wählen dann 2013 ...

Faymann: ... so wäre das natürlich eine unheimliche Stärkung für die Idee eines sozialen Europa. Aber ich kann nicht sagen, ob die guten Umfragen für Hollande wirklich was wert sind. Ich gehe aber insgesamt davon aus, dass Sozialdemokraten mehr Erfolge bei Wahlen haben werden. Die Herausforderung wird sein: Wie schafft es jemand, der wirtschaftlich und sozial engagiert ist, in schwierigen Zeiten auch aus der Regierungsposition heraus zu gewinnen?

STANDARD: Also Sie selber?

Faymann: Es ist natürlich so, dass, wenn man immer Sparpakte und Krisenszenarien vorlegen muss, man es als sozial, gesellschaftspolitisch engagierter Mensch schwerer hat. Das ist alles schwieriger zu vertreten als in einer Zeit, wo man der Bevölkerung sagen konnte: Es wird wirtschaftlich jedes Jahr besser, was wollt's ihr mehr? Die Herausforderung wird sein: Wie kann man Erfolge darlegen in einer Zeit, in der man nichts zu verschenken hat?

STANDARD: Was könnte Hollande in Europa konkret anders machen?

Faymann: Mehr Sozialdemokraten in Regierungsverantwortung führen dazu, dass die Regelwerke, die wir so dringend benötigen, schneller kämen. Das alles ginge mit Sozialdemokraten leichter.

STANDARD: Es würde einen Schub zur Integration geben?

Faymann: Ja, das ist am besten am Beispiel Deutschland darstellbar. Die FDP ist ein Bremser in dieser Richtung. Ein sozialdemokratischer Finanzminister war da in der Vergangenheit kein Bremser. Ich bin überzeugt davon, dass Angela Merkel schneller zu Lösungen bereit wäre, als das mit dem Koalitionspartner, den sie derzeit hat, möglich ist.

STANDARD: Die Regierung hat im Sparpaket einiges beschlossen, was in Europa noch gar nicht ausverhandelt ist, etwa 500 Millionen Euro Einnahmen aus der Transaktionssteuer. Was macht Sie so optimistisch, dass das alles kommt?

Faymann: Es gibt auf der europäischen Ebene zwei große Denkrichtungen. Die einen sagen: Wir brauchen mehr europäische Zusammenarbeit, mehr Regelwerke, mehr gemeinsame Kontrolle, um uns gemeinsam schützen zu können, um gemeinsame Politik machen zu können.

STANDARD: Sie gehören dazu?

Faymann: Ja, ganz massiv. Da gehört aber auch Jean-Claude Juncker dazu, der christdemokratische Premier von Luxemburg. Das ist über die Parteigrenzen hinweg kein Problem. Und es gibt die andere Denkrichtung, die besagt, am besten wäre weniger Steuern, der Staat nimmt sich zurück.

STANDARD: Voran die Briten?

Faymann: Genau, David Cameron ist natürlich der Hauptvertreter dieser Richtung. Daher kann man derzeit nicht versprechen, dass diejenigen, die eine Finanztransaktionssteuer fordern, sich durchsetzen werden. Aber ich glaube, dass die Vertreter dieser Steuer stärker werden. Warum? Wir können uns immer öfter treffen bei der Linie, dass wir nicht nur unsere Staatsanleihen und die Währung schützen, sondern auch auf Wirtschaftswachstum setzen sollten.

STANDARD: Also mehr ausgeben?

Faymann: Womit sollen wir denn unsere Staaten schützen, wenn wir nicht auch etwas einnehmen, in Sparzeiten? Wie soll man denn jemandem erklären, dass wir keine Mittel haben für Wachstum und für gemeinsame Schutzschirme? Aus diesem Druck heraus wird unsere Gruppe bei den Regierungschefs stärker werden.

STANDARD: Warum gibt es so wenig Initiativen der kleinen EU-Länder?

Faymann: Ich werde das in Zukunft verstärken. Ich weiß, dass man etwa mit Jean-Claude Juncker gemeinsam in einer Diskussion ganz schnell etwas vorantreiben kann. Es gibt auch den neuen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, der ein sehr quirliger Typ ist beim Antreiben von Standpunkten. So gibt es viele Bündnispartner, auch die derzeitige dänische Ratspräsidentschaft. Es ist so, dass die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene mit Persönlichkeiten, die mir nahestehen, gut möglich ist.

STANDARD: Was ist das Ziel?

Faymann: Ob es die Union und die Eurozone, so wie sie ist, in Zukunft gibt, vielleicht sogar stärker als bisher, oder ob sie so langsam auseinanderdriftet, das entscheidet sich in den nächsten zwei, drei Jahren. Und da möchte ich gerne einen aktiven Beitrag dazu leisten.

STANDARD: Welche Rolle möchten Sie in Zukunft in der Europäischen Union spielen, was ist Ihr Selbstbild davon?

Faymann: Ich würde später gerne einmal sagen können, dass ich mich voll dafür eingesetzt habe, dass dieses Europa stärker wird an Gemeinsamkeiten, für Beschäftigung, für sozialen Ausgleich und für Wettbewerbsfähigkeit. Beim Zusammenführen von wirtschaftlich und gerecht, wenn wir dabei erfolgreich sind, dann habe ich einen richtigen Beitrag geleistet. (Thomas Mayer, DER STANDARD, Printausgabe, 1.3.2012)

Werner Faymann (51), SPÖ-Chef und seit Dezember 2008 Bundeskanzler in der SPÖ-ÖVP-Koalition, war zuvor Verkehrsminister und Wohnbaustadtrat in Wien.

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Österreich kann sich

wegen den Clown's in unserer Regierung leider nicht selber retten !!!!

Die EU zerstoert sich selbst

, wenn Leute wie Grasser weiter (fast) ungestoert Millionen kassieren oder der deutsche Ex-praesident Wulff 200.000 Euro pro Jahr _auf Lebenszeit_ bekommen ... obwohl die Justiz ermittelt. Dafuer werden die Pensionisten abkassiert.

Freue mich auf die nächste Wahl,

mittlerweile haben die meisten der Dummen auch begriffen, dass die SP neoliberal ist.

SPÖ

Schützt Beamte, Bauern und Reiche und hat die ASVG'ler (Aktive & Pensionisten) verraten !!!!!!

Herr Faymann&Co

Zum EU-Fan geworden? Da kann man nur gratulieren! Ich wuerde stark hoffen, dass Sie und die unfaehige Bundesregierung, die dem HBP entgegenkommen moechte, raschest zuruecktreten und Neuwahlen ausschreiben. Sie scheinen eines total zu vergessen: nicht der HBP bezahlt Ihre ungerechtfertigten Gehaelter und Spesen, sonder der oesterr. Steuerzahler! Lassen Sie faehige Volksvertreter ans Ruder (damit meine ich nicht die Braunen).

es ist sehr interessant...

wie Menschen, die noch nie diesen Job gemacht haben, einem Kanzler seine Arbeit erklären wollen!

dann lassmas wählen auch

wenn wir diese tolle arbeit nicht beurteilen können.

Sie meinen die Regierung ist unfähig?

sie wurde vom Volk gewählt. Und wer aus Protest nicht zu den Wahl geht, wählt indrekt mit und bestimmt so mit wer in der Regierung sitzt. Es braucht niemand darüber klagen wer an der Macht ist, solange die Bevölkerung nicht fähig ist eine Ihrer Meinung nach fähige Regierung zu wählen wird es diese auch nicht bekommen.

Bitte nicht das "S" mit dem "F" verwechseln:

Folgende Punkte treffen vorzüglich auf die "heilsbringende" FPÖ zu:

2. wer zweit- drittklassige politiker nach brüssel schickt
3. wer es nicht schafft oder willens ist, ein objektives bild der eu zu zeichnen und die abläufe korrekt darzustellen.
4. wer die eu missbraucht um eigene fehler zu kaschieren
5. wer die bevölkerung für dumm und desinteressiert hält
6. wer angst vor der wahrheit hat und glaubt, diese sei nicht zumutbar
7. wer glaubt, es seien immer die anderen an allem schuld
8. dessen zeithorizont bei der nächsten wahl endet und
9. der in plattitüden und heißer luft sein heil sucht.

D'Accord! ....hmmm, bloß, eins hab' ich an Ihrem Post nicht ganz verstanden:

Wodurch genau soll sich das Gesagte jetzt bei "S", "Ö" "F", "B" oder "Grü" unterscheiden?

Das wirklich traurige ist doch, dass es auf ALLE Parteien zutrifft - wobei ich noch nicht einmal einen Hehl d'raus mache, dass ich, 20 Jahre glühender Verfechter & Verteidiger der EU mittlerweile an dem Punkt angelangt bin, dass ich zugeben muß, dass DIESE EU(!) eine Fehlkonstruktion war, auf den Müll gehört, - aber das soll nicht bedeuten, daß wir in vorsintflutliche Egotrips zurück verfallen, sondern:
Einstampfen + Neu machen!

EU-Fehlkonstruktion...

wenn einer der Kapitäne vom Urlaub auf einer amerikanischen Luxusjacht träumt und die Kapitänin erst immer dann reagiert, wenn man schon das Schrammen einer Felskante an der Bordwand vernimmt. Fehlkonstruktion eher nicht: nur die beiden Kapitäne sind von Grusel-Experten ausgebildet worden und glauben, daß im Maschinenraum nur Sklaven arbeiten, die umsobesser arbeiten, je weniger man ihnen zu Essen gibt.

P.S.: "S", "O"...wäre ein ausgeglichenerer Kommentar, aber das bisherige unqualifizierte Geheul schien mir eher aus der rechten Ecke zu kommen.

Gut, dann präzisiere ich was ich meinte....

SPÖ
ÖVP
FPÖ
BZÖ
Grüne

....hab ich irgend einen der üblichen Verdächtigen vergessen?

Das Problem: Die nächste Wahl schiebt sich näher und ich kann beim besten Willen nichts entdecken dem ich auch nur widerwillig meine Stimme geben wollen würde. (Verarschen kann ich mich selber).

Ich tendiere derzeit zu Strache! Nicht weil ich den Typ mögen oder gar für fähig halten würde, aber es braucht offenbar einen absoluten Vollcrash, ein wirkliches Desaster, eine Katastrophe welche schon dagewesene übertrifft damit wir endlich aufwachen und UNSER(!) System von Grund auf überarbeiten.

Deswegen: WÄHLT HATSEH! Der Untergang ist sicher und die Chance auf einen Neuanfang danach dann auch!
:-)

den Strache als Bombe verwenden..

um alles in die Luft zu sprengen, finde ich ist intellektuelle Arroganz. Denken Sie an die einfachen Menschen, die unter solchen Eskapaden leiden müßten. Sie sollten vielleicht auch zwischen Fakten und Halbwahrheiten unterscheiden. Halbwahrheiten werden hauptsächlich von hochbezahlten konfliktgeilen Meinungsmachern verwendet, um Gefühle zu züchten wie "ich lass mich doch nicht verarschen...". Alternative ? Die jungen Leute im "afrikanischen Frühling" haben es uns ja angeblich gezeigt, daß die alteingesessenen Institutionen und selbstgerechten Medien nicht mehr die ultima res darstellen. Der/die Schwächste der Schwachen unserer Gesellschaft sollte aber der Maßstab für Schlussfolgerungen und soziale Gestaltung sein.

Die Selbstzerstörung der EU wird nicht zu vermeiden sein.

Faymann ist mit seiner Sicht der Dinge viel glaubhafter als die EUphoriker, die jede Kritik als politisch unkorrekt abtun. Faymann hat auch sicherlich damit recht, wenn er vor dem Zusammenbruch der EU warnt.

Allerdings wird dieser nicht zu vermeiden sein. Nicht nur wegen des Unvermögens der europäischen Akteure, die offenbar aus Fehlern noch dümmer werden, sondern auch wegen dem ungeschriebenen Gesetz, dass es keinen einzigen Vielvölkerstaat gibt, der nicht diktatorisch verwaltet werden müsste. Die erträumte Wirtschafts- und SOZIALunion, wird das aber nicht sein und die Menschen werden bald auf die Barrikaden steigen.

den Strache als Bombe verwenden...

um alles in die Luft zu sprengen, finde ich ist intellektuelle Arroganz. Denken Sie an die einfachen Menschen, die unter solchen Eskapaden leiden müßten. Sie sollten vielleicht auch zwischen Fakten und Halbwahrheiten unterscheiden. Halbwahrheiten werden hauptsächlich von hochbezahlten konfliktgeilen Meinungsmachern verwendet, um Gefühle zu züchten wie "ich lass mich doch nicht verarschen...". Alternative ? Die jungen Leute im "afrikanischen Frühling" haben es uns ja angeblich gezeigt, daß die alteingesessenen Institutionen und selbstgerechten Medien nicht mehr die ultima res darstellen. Der/die Schwächste der Schwachen unserer Gesellschaft sollte aber der Maßstab für Schlussfolgerungen und soziale Gestaltungen sein.

dieser kommentar gehört zu i.packs.net

???

Zitat...dass es keinen einzigen Vielvölkerstaat gibt, der nicht diktatorisch verwaltet werden müsste..

na ja Zweifel an Ihrem Friedenswillen sind dadurch aber ziemlich angebracht

und vor dem krieg

muss er warnen. sonst fehlt die dramatik.

aber er glaubt ja selber nicht dran, obwohls realistischer ist, als er glaubt. krank nicht, aber er liegt halt immer schief.

eben dann sollte er nämlich die sicherheitsdoktrin des heeres noch mal durchlesen ...für den worst case. so wie man die hagelversicherung durchlest, wenns hageln könnte.

aber er und private norbert glauben ja nicht dran.
also kleiner bär ... danke für einmal aufbinden.

Wie wichtig ein eigenes Heer ist, sieht man an dem Plan Griechenlands, gegen die FI und seine Handlanger zu putschen.

Der Begriff ist unglücklich, weil eigentlich ists ja eine Befreiung von ausländischen Agressoren.

Wie ist Faymann an die Macht gekommen?

Was macht er mit seiner Macht?
Faymann soll in seiner Zeit als Verkehrsminister frei über die Inseratenvergabe der ÖBB und ASFINAG verfügt haben.Von ÖBB-Mitarbeitern wurde ein Betrag von €500.000 genannt, der für ein Inserat gezahlt worden war. F. habe sich angeblich in seiner Zeit als Wohnbaustadtrat positive Berichterstattung der Zeitschrift News erkaufen wollen.Eine 3-fach überhöhte Miete in Höhe von 2,7 Mill. € (auf 12 Jahre im Voraus ) wurde an News bezahlt. Faymanns Ehefrau Martina Ludwig-Faymann arbeitete ab Sommer 2010 ein Jahr lang für ein Magazin im Einflussbereich der Tageszeitung "Heute" als Projektverantwortliche. Wo sind nur die Politiker mit einem Rückgrat und mit der nötigen Kompetenz geblieben? Was ist los in Österreich?

kömma das lassen bitte, bis es

verjährt ist.

wir wollen ja da keine ollen kamelle aufwärmen ...
jetzt hat er das schon fast durchgestanden und die andern sind noch viel ärger.

bssscht.

werte redaktion!

wenn der herr bk f. bzw irgendwer aus seinem dunstkreis nächstens beim standard anruft und sagt, der der herr bk f. will ein interview geben - legt einfach auf.

man muß nicht jedes spam akzeptieren!!!

Der Standard ist inzwischen so ÖVP-nah, dass er ein Faymann-Interview bereitwilligst und gerne akzeptiert - schließlich ist jedes Faymann-Interview eine Selbstzerstörungsaktionen.

aber wenns amt zahlt dafür

was sollens denn machen bei der redaktion?

auf die presseförderung verzichten und sagen "verwählt"?

aber geh,

wenns TM macht ist das als Prapagandaktion eingefädelt.

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