Neue Einigkeit bei der neuen Lehrerbildung

29. Februar 2012, 18:34
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Universitäten oder Pädagogische Hochschulen? Schmied und Töchterle blasen "Kampf der Institutionen" ab

Wien - Die Universitäten oder die Pädagogische Hochschulen (PH)? Wer soll die Leitinstitution bei der neuen, von Unis und PHs gemeinsam zu leistenden Lehrerbildung sein? Bis vor kurzem waren die Antworten je nach Ministerium noch klar. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle forcierte "seine" Unis - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) " ihre" Hochschulen. Woraufhin irgendwann aus der Universitätenkonferenz (Uniko) das Wort vom "Kampf der Institutionen" kam.

Am Mittwoch wurde dieser Kampf ministeriell abgeblasen und gemeinsame Arbeit für die gemeinsame Lehrerbildung propagiert. "Wir sind da nicht kontrovers", sagte Töchterle und verwies auf "regionale Bedingungen", die es zu berücksichtigen gelte. Das "Schlucken einer Institution durch andere", wie etwa jüngst von der Uni für angewandte Kunst Wien gefordert, die die PH Wien auflösen und in die Unis integrieren möchte, scheint Töchterle "nicht der richtige Weg zu sein".

Schmied sagte, Träger könnten künftig PHs, Unis, Verbund- und Kooperationsmodelle sein. Sie rechnet mit einer Umstellungsfrist von fünf bis zehn Jahren. Koordinierend wirken soll der Entwicklungsrat. Schmied entsendet als Vorsitzenden Andreas Schnider (Religionspädagoge, PH Wien) und Roland Fischer (Mathematikdidaktiker, Uni Klagenfurt), Töchterle Bildungspsychologin Christiane Spiel (Uni Wien) und den Ex-Vorsitzenden des Uniko-Forums Lehre, Arthur Mettinger, der seit Februar Rektor der Fachhochschule Campus Wien ist. (nim. DER STANDARD, Printausgabe, 1.3.2012)

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    Schmied (li.), Töchterle: Versöhnung beim Thema Lehrerausbildung.

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