Capitals und Salzburg zum Siegen verdammt

29. Februar 2012, 16:30
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Wiener gehen mit viel Elan und neuem Selbstvertrauen ins Heim­spiel gegen Linz - Bullen nach Heimniederlage in Klagenfurt gefordert

Wien - Die Vienna Capitals haben es am Donnerstag (19.15 Uhr/live ServusTV) in der Hand, mit einem Heimerfolg gegen die Black Wings Linz ein Entscheidungsspiel um den Halbfinaleinzug der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) zu erzwingen. Die Wiener gehen nach dem 6:3-Auswärtserfolg gegen die favorisierten Linzer voller Selbstvertrauen in das mit 7.000 Zuschauern wohl neuerlich ausverkaufte sechste Duell der "best-of-seven"-Serie. Für den KAC bietet sich gegen Titelverteidiger Salzburg durch die ebenfalls auswärts (2:1) sichergestellte 3:2-Führung die Möglichkeit, den Aufstieg vor Heimkulisse zu fixieren.

Linz-Co-Trainer Mark Szücs fand nach der klaren Heimniederlage des überlegenen Grunddurchgangssiegers harte Worte. "Die Spieler haben vielleicht geglaubt, dass die Capitals nach dem 1:3 in der Serie aufgeben würden, aber jetzt haben es hoffentlich alle kapiert, dass das nicht passieren wird", betonte Szücs und fordert eine deutliche Steigerung ein. "Wir müssen mit viel mehr Einsatz und Leidenschaft ins Spiel gehen und hart für unseren Sieg kämpfen. Schenken wird uns niemand etwas."

Capitals haben Lunte gerochen

Die Linzer stellen sich nach dem ersten vergebenen "Matchball" auf einen heißen Tanz in Wien-Kagran ein. "Das Spiel wird ganz schwer für uns werden. Wenn wir unsere Leistung nicht komplett ändern, wird auch in Wien ein Sieg nicht möglich sein", meinte Linz-Stürmer Daniel Oberkofler. Die Capitals haben hingegen wieder Lunte gerochen. "Wenn wir wie in Linz auftreten, können wir den Ausgleich schaffen, gar keine Frage. Weiter aktiv spielen, das ist das Erfolgsrezept", sagte Capitals-Cheftrainer Tommy Samuelsson. Vom Auftreten seiner Truppe in Linz war er begeistert. "Meine Mannschaft hat alles umgesetzt, was ich ihr gesagt habe."

Kämpferische Salzburger

Meister Salzburg steht nach der Heimniederlage gegen den KAC hingegen unter Druck. "Wir müssen Charakter zeigen, uns zurückkämpfen, und dann werden wir auch ein siebentes Spiel erzwingen", gab sich Salzburg-Stürmer Ramzi Abid kämpferisch. Die Klagenfurter wollen die Chance zur Entscheidung vor Heimkulisse nützen und sich für die Finalniederlage im Vorjahr und das Viertelfinal-Aus 2010 revanchieren. Allerdings sind alle bisherigen drei Play-off-Duelle der beiden Clubs über die volle Distanz gegangen.

KAC-Stürmer John Lammers erwartet ein aggressives Auftreten der Salzburger, die in den vergangenen sechs Saisonen stets im Finale gestanden sind. "Für die Red Bulls geht es gegen das Saison-Ende und dementsprechend aggressiv werden sie sicher beginnen. Wir werden wieder alles geben. Der letzte Sieg in einer Serie ist bekanntlich immer der schwerste", betonte der mit vier Treffern beste KAC-Play-off-Torschütze. Die Statistik spricht jedenfalls eine deutliche Sprache zugunsten der Kärntner, denn die Salzburger haben ihre neun jüngsten Auswärtsspiele allesamt verloren. (APA)

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    Die Linzer haben am Donnerstag in Wien den nächsten Matchpuck. Für die Capitals ist verlieren verboten.

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