Von der Bannbulle gegen Luther bis zur Verdammung der Templer

29. Februar 2012, 12:43

Ausstellung "Lux in Arcana" präsentiert ausgewählte Dokumente

Rom - Eine Anzahl ausgewählter Dokumente, die Jahrhunderte lang im Geheimarchiv des Vatikans unter Verschluss gehalten wurden, wird in den kommenden Monaten in Rom der Öffentlichkeit erstmals frei zugänglich sein: Von der Bannbulle mit der Exkommunizierung des Reformators Martin Luther bis hin zum Dokument über das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis zeigt der Vatikan von diesem Donnerstag an 100 ausgewählte Archivalien. 

Die Ausstellung "Lux in Arcana" ist bis zum 9. September in den Kapitolinischen Museen Roms zu sehen. Diese haben die historische Schau gemeinsam mit dem Vatikan vorbereitet - vier Jahrhunderte nach der Gründung des päpstlichen Privatarchivs durch Paul V., der von 1605 bis 1621 Papst war. Die ausgesuchten 100 Dokumente umfassen Kodizes und Pergamentblätter, Akten, Manuskripte und vatikanische Register: Alles aufschlussreiche Zeugen einer bewegten Kirchengeschichte mit Papstwahlen, Kreuzzügen und die innerkirchlichen Streitfällen.

Historische Meilensteine

Der nie aufgehobene päpstliche Erlass gegen Martin Luther, ein wesentlicher Schritt zur Kirchenspaltung, ist eine der Attraktionen der Sonderschau "Lux in Arcana". Vorgestellt werden zudem die Zusammenfassung im Prozess gegen den als "Ketzer" hingerichteten Giordano Bruno, die Dokumente der römischen Inquisition im Verfahren gegen Galileo Galilei oder auch die wichtige Urkunde über die Absetzung des Kaisers Friedrich II. durch Papst Innozenz IV.

Kirchengeschichte war früher meist auch europäische Geschichte. Das zeigt in der Ausstellung unter anderem die Bittschrift des englischen Parlaments, in der es um die Auflösung der ehelichen Bande von König Heinrich VIII. ging - er hat England von Rom getrennt, als der Papst seine Ehe mit Katharina von Aragón nicht scheiden wollte. Breiteres Interesse könnten auch die beiden Dokumente erwecken, in denen es um den von Rom 1312 als "entartet" aufgehobenen Ritterorden der Templer geht. (APA/red)

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15 Postings

hoffentlich zieht die Kirche ein paar Lehren und erkennt wie weit sie sich von der Predigt Jesu entfernt hat

Die kath. Kirche hat die Lehren die uns

von diversen Schreibern von einem gewissen Jesus ueberliefert worden sind immer wieder neu ausgelegt.

Ob sie sich damit dem Ursprungstext genaehert haben, oder sich davon entfernten war den Regeln der Zeit unterworfen.
Das war zum Teil schlecht fuer die Menschen, weil es zu verheerenden Auslegungen gefuehrt hat aber es hatte auch positive Auswirkungen.

Michael

sorry, aber den ursprungstext gibt es (bisher) nicht.

die logienquelle Q ist eine annahme.

Jaaaa, ich tummel mich ja eh.

Geben Sie mir noch etwas Zeit, so voll original uralte Schriften sind schließlich nicht von heute auf morgen gefälscht...

Vor allem gibt es sie nicht auf Aramäisch,

der Sprache, in der Jesus lehrte und prdigte.

auch nicht auf griechisch, lateinisch oder hebräisch ;-)

eine ansammlung von success stories also, die die güte der vertreter des alleinigen und allwissenden und allmächtigen gottes illustriert.

Es hat sich in zweitausend Jahren aber auch genug angesammelt, was man jetzt herzeigen kann.

Komischerweise ist die "entartete" Musik um Welten besser als die andere.

was hat das mit dem artikel zu tun? von welcher musik reden sie?

musik?

sind Sie sich sicher, dass Sie "templer" da nicht mit "in extremo" oder so verwechselt haben?

=)

mit einem wort: die highlights

päpstlicher fehler und verbrechen in einer ausstellung! die traun sich doch echt, damit noch geld zu verdienen!

Sprechen wir lieber von den "greatest hits".

Nur: wie oft ist an dieser Stelle schon kritisiert worden, dass die alles im Geheimarchiv verstecken? Jetzt zeigens sies und es ist erst wieder niemand recht.

Jetzt,

...wo sie ein bisserl Steuern zahlen soll, die arme Ecclesia, muß sie jede Geldquelle anzapfen...!!! ^^

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