George Clooney auf NS-Raubkunst-Jagd, vielleicht in Österreich

29. Februar 2012, 12:54
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Weitere Projekte: Beach-Boys-Musical, Reunion der "Hochzeits-Crasher" und Russell Crowe in Bibel-Epos

Los Angeles -  Wie George Clooney  am roten Teppich der Oscar-Gala erzählte, könnte ihn sein neuer, im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs angesiedelter Film "The Monuments Men" auch nach Österreich führen. "Wir sehen uns ein paar Locations im Sommer an", so der 50-Jährige, der als Regisseur, Co-Drehbuchautor und Hauptdarsteller an Bord ist. Auch in Deutschland, England und Italien soll gedreht werden. "The Monuments Men" basiert auf dem gleichnamigen Buch von Robert Edsel und widmet sich einer von der US-Regierung beauftragten Gruppe von Kunstexperten, die sich im letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges auf die Suche nach von Nationalsozialisten gestohlenen Kunstwerken gemacht haben.

"Es geht weniger um den Zweiten Weltkrieg und mehr um die Suche nach der Kunst", so Clooney: "Da ist dieser Haufen 50-jähriger Männer, der versucht, Kunst zu finden - das wird Spaß machen." Wer ihn auf der Suche begleiten wird, ist noch unklar. Gemeinsam mit Grant Heslov, mit dem er auch schon bei "Good Night, and Good Luck" und zuletzt "The Ides of March" zusammengearbeitet hat, schreibt er gerade das Drehbuch. "Ich bin sehr interessiert an der Geschichte dieser ungewöhnlichen Helden, die meilenweit in die Stollen gegangen sind, um Kunst zu finden und sie zurückzugeben", hatte Clooney kürzlich gemeint. Einer dieser Stollen könnte den Hollywoodstar in die Steiermark führen, wie die Tageszeitung "Österreich" am Mittwoch berichtet.

Bei Cinestyria, der zentralen Anlaufstelle für alle Film und TV-Angelegenheiten des Landes, weiß man davon noch nichts: "Man ist bisher noch nicht an uns herangetreten". Die Wahl des Bundeslandes liege aber nahe, "weil Originalschauplätze mit Salzbergwerken hier liegen". Man würde sich "natürlich" freuen, einen Hollywoodstar  in der Steiermark begrüßen zu dürfen. Wie aus dem 2006 erschienenen Buch "Berg der Schätze - die dramatische Rettung europäischer Kunst im Altausseer Salzbergwerk" hervorgeht, wurden die für das geplante "Führermuseum" in Linz bestimmten Kunstwerke erst im oberösterreichischen Stift Kremsmünster aufbewahrt. Als dieses in die Reichweite der alliierten Bomber geriet, wurde das Altausseer Salzbergwerk als neues Versteck auserkoren. Das Stollensystem eignete sich aufgrund seiner ausgeglichenen klimatischen Verhältnisse ideal als Lagerplatz für Kunstwerke und bot 40.000 Quadratmeter Lagerkapazität für das "Reichbergungsdepot".

Bevor die u.a. 6.500 Gemälde umfassende Beutekunst nach Kriegsende durch die Alliierten rückgeführt werden konnte, wäre sie fast zerstört worden. Um zu verhindern, dass die Kunstgüter den Alliierten in die Hände fallen, hatte Hitler befohlen, die Eingänge zum Bergwerk zu sprengen.  Gauleiter  August Eigruber ordnete dann im Frühjahr 1945 vor dem Nahen der US-Truppen an, acht Fliegerbomben in das Bergwerk zu transportieren und diese dort zur Explosion zu bringen. Der Plan wurde von den Ausseer Bergleuten, die auch um ihre Arbeitsplätze fürchteten, vereitelt.

Beach-Boys-Musical

Gerade erst ist sein romantisches Drama "Für immer Liebe" mit Rachel McAdams und Tatum Channing angelaufen, da sucht Regisseur Michael Sucsy schon nach der nächsten Aufgabe. "Variety" berichtet, dass der 39-jährige die Regie des geplanten Beach-Boys-Musicals führen will, welches rund um die Songs  eine Story mit fiktiven Charakteren erzählen soll. Die Produktion liegt in den Händen von Craig Zadan und Neil Meron, die schon mit "Hairspray" und "Chicago" Blockbuster geliefert hatten.

"Interns"

Als "Die Hochzeits-Crasher" waren Vince Vaughn und Owen Wilson bereits ein Team. Knapp sieben Jahre nach dem Comedy-Blockbuster wollen die beiden Filmstars jetzt wieder zusammen vor die Kamera. Nach Angaben des "Hollywood Reporter" heißt ihr neues Projekt "Interns" ("Praktikanten"). In dem von Vaughn geschriebenen Drehbuch verlieren zwei Männer in den Vierzigern durch Spaßmaßnahmen ihres Unternehmens den Job, beschließen, noch einmal von vorne anzufangen, und steigen als Praktikanten in einer Dotcom-Firma ein. Dort stellen sie entsetzt fest, dass sie mit Computer-Geeks konkurrieren müssen, die nicht einmal halb so alt sind wie sie.

"Noah"

"Gladiator"-Star Russell Crowe verhandelt "Variety" zufolge um die Hauptrolle in dem biblischen Filmepos "Noah". Regie führt Darren Aronofsky, der zuletzt Natalie Portman mit "Black Swan" zu einem Oscar verhalf. Er liefert auch das Drehbuch für die Story. Noah wird darin als Tierliebhaber gezeigt, den der rücksichtslose Umgang der Menschen mit der Natur betrübt. Die Dreharbeiten sollen im Juli beginnen. Kürzlich hat Crowe den neuen "Superman", "Man of Steel", abgedreht. Unter der Regie von Zack Snyder spielt er darin Supermans außerirdischen Vater vom Planeten Krypton.   (APA)

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    Clooney am Oscar-Abend: "Das wird Spaß machen"

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