Prekäre Jobs: "Teilzeitheilige" hat Namenstag

29. Februar 2012, 12:36
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Fiktive Schutzheilige für prekär Beschäftigte

Werkverträge, Anstellungen über Leasingfirma, befristete Stellen, Teilzeitstellen, EPUs (Einpersonenunternehmen): Für alle Menschen, die unter prekären Arbeitsbedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, wurde als fiktive Schutzheilige die Symbolfigur "Santa Precaria" kreiert. 2001 riefen italienische Aktivisten "San Precario" als Schutzpatron ins Leben.

Weil besonders auch Frauen von prekären Arbeitsbedingungen betroffen sind, steht in Österreich symbolisch "Santa Precaria" als Schutzheilige. Ihr Namenstag wird am 29. Februar gefeiert. "Diesen Tag gibt es nur alle vier Jahre, sie ist damit eine echte 'Teilzeitheilige'", wie ein Mitglied der Plattform der 'Freunde der Santa Precaria' in einer Aussendung schreibt. In Wien, Graz, Linz, St. Pölten und Innsbruck finden Veranstaltungen zum Aktionstag statt.

Die GPA-djp, vida, AK-Wien und ÖGB machten etwa mit einer "Prozession" in Wien aufmerksam darauf, dass Erwerbsarbeit nicht vor Armut schützt. "Es sind vor allem Frauen, die davon betroffen sind", erklärten die ÖGB-Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht und Elisabeth Vondrasek, Frauenvorsitzende der vida in einer Aussendung. Rund 450.000 Menschen seien in Österreich von Armut bedroht, obwohl sie einer geregelten Erwerbstätigkeit nachgehen. (red, derStandard.at, 29.2.2012)

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    Prekär Beschäftigte manchen mit fiktiver "Schutzheiliger" auf sich aufmerksam.

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