"Höhenschwankungen" des Mount Everest sollen ein Ende haben

29. Februar 2012, 11:59
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Nepal erbittet die Hilfe ausländischer Wissenschafter und Geldgeber

Kathmandu - 8.848 Meter? Oder nur 8.844? Oder gar 8.850? Der Mount Everest ist unbestritten der höchste Berg der Welt - wie hoch genau er ist, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Um diese Frage offiziell zu klären, hat Nepal, in dessen Region Khumbu - unmittelbar an der Grenze zu China bzw. Tibet - der Mount Everest liegt, nun um internationale Hilfe gebeten.

Die nepalesische Regierung wolle die Diskussion ein für alle Mal beilegen, verfüge aber weder über das Geld noch das notwendige Fachwissen dafür, sagte der Leiter des staatlichen Katasteramtes, Krishna Raj, am Mittwoch. Zum Beispiel verfüge man nicht über Messgeräte, die bei minus 45 Grad noch zuverlässig funktionieren. Deshalb hofft Kathmandu nun auf die Hilfe ausländischer Geldgeber und Wissenschafter. Das Messprojekt wird für drei Jahre veranschlagt.

Nach indischen Angaben von 1954 misst der Mount Everest 8.848 Meter. Jüngere Messungen kommen allerdings zu anderen Ergebnissen: Für China ist der Berg - ohne Schneekrone - vier Meter kleiner, Nepal hingegen vertritt die Ansicht, dass die Schneekrone wie bei anderen Bergen auch mit eingerechnet werden müsse. Ein US-Team hat1999 mit Hilfe von GPS-Technik eine "Rekordhöhe" von 8.850 Metern gemessen. An diese Angabe hält sich seitdem auch die renommierte amerikanische National Geographic Society - Nepal bislang noch nicht, es will jedoch das Ergebnis der nun angestrebten Messung akzeptieren. (red/APA)

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