Schauspieler Fritz Hakl gestorben

Gehörte zum Ensemble des Burgtheaters - 1978 durch seine Rolle als kleinwüchsiger Varietechef Bebra in "Die Blechtrommel" berühmt geworden

Wien - Der Kammerschauspieler Fritz Hakl ist am Dienstag in Graz verstorben, wie das Wiener Burgtheater mitteilte. Der kleinwüchsige Schauspieler erlangte spätestens 1978 mit seiner Rolle als Clown und Varietechef Bebra in der Oscar-prämierten Günter-Grass-Verfilmung "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff überregionale Bekanntheit. Von 1966 bis 1994 gehörte er allerdings abseits des Films zum Ensemble des Burgtheaters.

Geboren wurde Hakl am 1. Jänner 1932 im steirischen Oberfeistritz als sechstes Kind einer armen Familie. Den kleingewachsenen Fritz zog es auf die Bühne. So debütierte er 1967 am Burgtheater als erster Diener in "Heinrich IV" von Pirandello und spielte in den 24 Jahren bis zu seiner Pensionierung in 41 Inszenierungen. Seine letzte Rolle an der Wiener Burg war 1991 der Lupu in "Baal" von Brecht. Seinen endgültigen Abschied von der Bühne feierte Hakl im Jahre 1994.

Für seine künstlerische Arbeit war der Mime mehrfach geehrt worden. So erhielt er 1986 das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich und durfte seit 1989 den Titel des Kammerschauspielers tragen. Die Beerdigung von Fritz Hakl findet am kommenden Freitag in Anger (Steiermark) statt. (APA)

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