Europas Börsen schließen mehrheitlich im Minus

29. Februar 2012, 18:30
posten

US-Daten und Bernanke-Aussagen sorgen für Bewegung

Wien - Die europäischen Aktienmärkte haben die Sitzung am Mittwoch nach weitgehend freundlichem Verlauf mehrheitlich mit leichten Kursverlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 0,30 Prozent und schloss bei 2.512,11 Zählern.

Im Blickpunkt stand zur Wochenmitte eine neue massive Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB). Insgesamt liehen sich Europas Kreditinstitute die Rekordsumme von 529,5 Mrd. Euro für drei Jahre, wie die EZB mitteilte. 800 Banken fragten das Geld nach. Von den knapp 530 Mrd. Euro fließen den Banken netto rund 314 Mrd. Euro zu. Die übrigen 216 Mrd. Euro gehen zurück an die EZB, da diverse Tender fällig werden.

Am Nachmittag rückten zudem neue US-Konjunkturdaten sowie Aussagen von Fed-Chef Bernanke im Finanzausschuss des Repräsentantenhauses in den Fokus. Das US-BIP ist von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um revidiert 3,0 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium in einer zweiten Schätzung mit. Volkswirte hatten mit einer Rate von 2,8 Prozent gerechnet. Zudem hat sich die Stimmung der US-Einkaufsmanager in der Region Chicago im Februar überraschend deutlich aufgehellt.

Am späteren Nachmittag drehten dann einige europäische Indizes im Sog der Wall Street leicht ins Minus. Auch der Euro rutschte gegen den US-Dollar ab. US-Notenbankchef Bernanke hatte vor dem Repräsentantenhaus davon gesprochen, dass der US-Arbeitsmarkt noch weit von der Normalität entfernt sei und noch kritische Herausforderungen auf die Eurozone warteten.

Der Bank-Sektor zeigte kein klares Bild. So zogen in Mailand die Titel der UniCredit um 1,72 Prozent auf 3,906 Euro an, während Intesa Sanpaolo 0,88 Prozent auf 1,461 Euro verloren. In Paris konnten Societe Generale ein Kursplus von 0,29 Prozent auf 24,25 Euro einfahren und BNP Paribas verbesserten sich marginal um 0,05 Prozent auf 36,635 Euro.

Unter den weiteren Einzelwerten gewannen in Zürich die Aktien von Holcim nach Zahlen 1,20 Prozent auf 59,00 Franken. Mit dem für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlichten Ergebnis erfüllte der Baumaterialhersteller nicht nur die firmeneigenen Gesamtjahresprognosen, sondern übertraf gleichzeitig auch die Markterwartungen.

Repsol verloren hingegen 4,82 Prozent auf 19,57 Euro und zählten damit zu den größten Verlierern im Euro-Stoxx-50. Der spanische Ölkonzern verdiente im vergangenen Jahr angesichts starker Rückgänge im Fördergeschäft weniger. (APA)


Börse          Index          Schluss       Diff (%)

 Wien           ATX            2.196,08     -0,07
 Frankfurt      DAX            6.856,08     -0,46
 London         FT-SE-100      5.871,51     -0,95
 Paris          CAC-40         3.452,45     -0,04
 Zürich         SPI            5.584,32     -0,17
 Mailand        FTSE MIB      16.351,41     +0,04
 Madrid         IBEX-35        8.465,90     -0,71
 Amsterdam      AEX              324,25     -0,40
 Brüssel        BEL-20         2.275,86     +0,43
 Stockholm      SX Gesamt      1.101,76     -0,04
 Europa         Euro-Stoxx-50  2.512,11     -0,30
Share if you care.